Zoff mit “Bild”-Zeitung: Angebliche Kritiker stützen Drosten – Top News

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Der Redakteur bat um eine Antwort innerhalb einer Stunde, obwohl eine derart kurze Reaktionszeit journalistisch unüblich ist.

Der Redakteur schien in Kauf zu nehmen, dass dieses Ultimatum verstreicht.

Sogar aus Drostens eigenem Forscherteam habe es Kritik gegeben.

Der Virologe konterte am Abend: Der Reporter habe einen “englischsprachigen Mathematiker am Telefon in die Irre geführt.

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” Aus der “Auskunft, dass wir grade an einem Update der Studie arbeiten, das aber das Ergebnis nicht ändert”, sei “interne Kritik gemacht” worden.

Einer der in dem Artikel zitierten Wissenschaftler, der Statistik-Professor Christoph Rothe, twittert: “Niemand von #Bild hat mit mir gesprochen, und ich distanziere mich ausdrücklich von dieser Art der Berichterstattung.

” Ähnliches schreibt der Statistiker Dominik Liebl: Er habe nichts von der Anfrage der Zeitung gewusst und distanziere sich “von dieser Art, Menschen unter Druck zu setzen, auf das schärfste”.

Drosten und sein Team würden Leben retten.

Der “Bild”-Artikel ging eine halbe Stunde nach Ablauf der Anfrage-Frist an Drosten online.

Titel: “Fragwürdige Methoden – Drosten-Studie über ansteckende Kinder grob falsch”.

Wissenschaftler aus mehreren Ländern seien der Meinung, die Charité-Forscher hätten unsauber gearbeitet.

In besagter Studie kommt Drosten zu dem Schluss, dass Kinder, die mit dem Coronavirus infiziert sind, genauso ansteckend sein könnten wie Erwachsene.

Die “Bild” hatte mehrere Wissenschaftler zitiert.

Doch die distanzieren sich ausdrücklich davon.

Sie hätten nicht einmal mit der Zeitung gesprochen.

Im Netz entbrennt ein Shitstorm gegen die Methoden des Springer-Blatts.

Der Journalist Georg Streiter hat im Laufe seiner Karriere unter anderem viele Jahre für die “Bild”-Zeitung gearbeitet.

In einem Facebook-Post zeigt er seinen Unmut über den Anti-Drosten-Artikel, verweist auf fehlende Belege und kritisiert die Arbeit des Redakteurs Filipp Piatov: “Ich habe von Virologie keine Ahnung, aber von Journalismus durchaus.

Ob Prof.

Drosten immer alles richtig macht, weiß ich nicht.

Aber ich bin mir ganz sicher, dass Prof.

Drosten seinen Beruf weitaus besser kann als Herr Piatov seinen.

Der Redakteur der Bild-Zeitung sieht die Sache anders.

Er findet, die Wissenschaftler hätten sich von ihrer Kritik an Drostens Studie nicht distanziert.

Eine Stunde Zeit räumt die “Bild” dem Virologen Drosten ein, um auf Kritik an seiner Studie über die Ansteckungsgefahr bei Kindern zu reagieren.

Drosten postet die Anfrage – der Tweet geht viral.

Und die angeblichen Kritiker melden sich zu Wort.

Am Montagnachmittag landet eine Anfrage des “Bild”-Redakteurs Filipp Piatov beim Virologen der Berliner Charité, Christian Drosten: Es gebe ernstzunehmende Kritik an dessen Studie über die Coronaviruskonzentration bei verschiedenen Altersgruppen.

Dazu schickte Piatov ein längeren Fragenkatalog.

Auch der zitierte Wirtschaftsprofessor Jörg Stoye meldet sich mit lobenden Worten für Drosten und sein Team auf Twitter.

In einem Interview mit dem “Spiegel” erklärt er, wie unglücklich er mit dem “Bild”-Artikel sei.

Zitate aus einem seiner englischen Aufsätze seien “recht freihändig übersetzt” worden.

“So, wie ‘Bild’ meine Zitate verwendet, stehe ich auf keinen Fall dazu.

!

Drosten postete die Anfrage auf Twitter.

Er nannte die Berichterstattung “tendenziös” und twitterte: “Ich habe Besseres zu tun.

” Der Tweet ging viral.

Momentan hat er gut 50.

000 Likes, wurde über 2.

000 Mal kommentiert.

Unter den Kommentatoren des Tweets sind auch Wissenschaftler, die in dem Bild-Zeitungsartikel zitiert werden.

Zunächst hatte Drosten die Anfrage mitsamt der Kontaktdaten des Redakteurs gepostet, später löschte er diesen Tweet und veröffentlichte ihn neu – ohne Kontaktdaten.

Ultimatum für Stellungnahme Drostens

Zeitung verweist auf interne Kritik – Drosten kontert

Zitierte Kritiker befürworten Drostens Arbeit

Ex-Bild-Journalist Streiter entsetzt

Redakteur Piatov bleibt bei seiner Meinung

Eine Stunde Zeit räumt die “Bild” dem Virologen Drosten ein, um auf Kritik an seiner Studie über die Ansteckungsgefahr bei Kindern zu reagieren.

Drosten postet die Anfrage – der Tweet geht viral.

Und die angeblichen Kritiker melden sich zu Wort.

Zoff mit “Bild”-Zeitung: Angebliche Kritiker stützen Drosten

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