Zu wenig Rücklagen: Das Missmanagement der Bundesliga-Clubs – Top News

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Der Ball ruht – noch.

Und bringt damit einige der 36 Profi-Clubs aus der ersten und zweiten Liga in eine wirtschaftlich brisante Lage.

Die Schuld suchen die Manager aber nicht bei sich selbst.

So zum Beispiel bei Schalke 04.

Der drittpopulärste deutsche Club, laut einer Studie die Nummer 15 unter den umsatzstärksten Vereinen der Welt, sieht sich als Spielball der Pandemie:

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Fast 5 Milliarden Euro setzten Fußball-Bundesliga-Clubs zuletzt im Jahr um.

Trotzdem ist mehr als ein Drittel der Vereine von Insolvenz bedroht.

Das liegt laut Wirtschaftswissenschaftler am strukturellen Missmanagement vieler Clubs.

Der Profi-Fußball hängt am Tropf der elektronischen Medien, von denen er allein fast anderthalb Milliarden Euro pro Saison für die Übertragungsrechte erhält.

So konnte sich die Deutsche Fußball-Liga, Dachorganisation der 36 Erst- und Zweitligisten, noch im Januar selbst feiern: Für 4,8 Milliarden Euro Jahresumsatz.

Einmal mehr: ein Plus.

Abhängig von Fernseh-Geld

Insolvenz droht

Strukturelle Überschuldung

Zu wenig Know-how im Management

Zu geringe Rücklagen

Dringender Reformbedarf

Mehr Regeln für Clubs

Der FC Schalke 04 war einer der ersten Clubs, der SOS funkte inmitten der Corona-Krise.

Trotz Rekordumsatz, denn die Knappen schleppen gleichzeitig ein Minus von 26 Millionen Euro aus der vergangenen Saison mit sich.

Fast 5 Milliarden Euro setzten Fußball-Bundesliga-Clubs zuletzt im Jahr um.

Trotzdem ist mehr als ein Drittel der Vereine von Insolvenz bedroht.

Das liegt laut Wirtschaftswissenschaftler am strukturellen Missmanagement vieler Clubs.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert prognostizierte da noch eine goldene Zukunft.

Am grundsätzlichen Finanz-Problem des Fußballs ändert diese Rettung aber nichts.

Viele Etats sind auf Kante genäht und ein halbes Dutzend DFL-Clubs mit negativem Eigenkapital strukturell überschuldet.

Doch kurz nach Aussetzen des Spielbetriebs änderte sich die Lage: 13 DFL-Clubs signalisierten, dass sie bei Ausbleiben der Fernsehgelder von der Insolvenz bedroht wären.

Schalke 04 hatte seine letzte Rate an TV-Geldern sogar im Vorgriff verpfändet und atmete erst jetzt auf, als nun doch fast alle Sender zahlten – in der Hoffnung, dass die Politik Spiele ohne Zuschauer erlauben wird.

Vor allem, weil zahlreiche Vereine zu kurzfristig planen, überinvestieren – in Erwartung künftiger Mehrerlöse.

Schalke 04 ist genau so ein Fall.

Die Ausgaben haben Champions-League-Niveau, die sportlichen Leistungen nicht.

So analysiert es Henning Zülch.

Der Wirtschaftswissenschaftler hat sich die Bilanzen der Profi-Clubs angeschaut:

Zu wenig Rücklagen: Das Missmanagement der Bundesliga-Clubs

Ralf Leister, Unternehmensberater, hat mit der Hamburg School of Business Administration die Corporate-Governance-Tabelle erstellt.

Statt um Punkte und Tore geht es hier um gute Unternehmensführung.

Zu viel Geld für kickende Millionäre und deren Umfeld – statt für Management und Know-how.

Spielerberater kassieren 200 Millionen Euro Provisionen pro Saison von den Klubs.

Das lenkt den Blick vieler Experten auf die Führungsstrukturen der Bundesliga.

Aus Sicht der Unternehmensberatung wirtschaften viele Bundesliga-Clubs nicht nachhaltig, dafür umso risikofreudiger.

Sie haben zu wenige Rücklagen und strategische Konzepte.

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