1.000-mal hin und her: Tutzinger läuft Marathon in seinem Garten – Top Meldungen

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Weil der Rom-Marathon wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, hat Läufer Andrew Bannon kurzerhand umgeplant – und den Marathon zu sich nach Hause geholt. In seinem Garten in Tutzing lief er 1.000-mal hin und her – für einen guten Zweck.

42,195 Kilometer: vom berühmten Forum Romanum Richtung Circus Maximus über die Via della Conciliazione auf den Petersdom zu, vorbei an der Spanischen Treppe und schließlich einmal um das Kolosseum herum.

Seit 25 Jahren laufen Menschen aus der ganzen Welt den Maratona di Roma. Dreieinhalb Monate lang hatte sich Läufer Andrew Bannon aus Tutzing im Landkreis Starnberg auf den Rom-Marathon am 29. März vorbereitet. Doch Anfang März kam die Nachricht: Der Marathon muss wegen Corona abgesagt werden. “Die Enttäuschung war riesengroß. Ich habe immer von Rom geträumt. Ich war noch nie in Rom”, sagt Bannon.

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Doch dann hatte der 41-Jährige eine Idee: “Ich hab mir gedacht: Ich hab einen großen Garten. Keine 42 Kilometer lang, aber doch eine schöne Strecke”, erzählt Bannon. Und so fasste er sich den Entschluss, den Marathon einfach daheim nachzuholen. “Natürlich hätte ich auch um den Starnberger See laufen können. Es ist ja noch erlaubt, draußen Sport zu machen. Aber es sollte in der Nähe sein. Wenn ich 20 Kilometer von meiner Wohnung entfernt bin, fühlt sich das komisch an. Es ist eine komische Stimmung da draußen.”

Und so steckte Andrew Bannon in seinem Garten 42,2 Meter ab und fing an zu laufen. 500-mal hin, 500-mal zurück. “Ich bin a bissel deppert. Ich hatte die Strecke genau ausgemessen – aber als gerade Strecke. Man läuft aber nicht immer nur gerade. Das heißt, ich bin wahrscheinlich drei oder vier Kilometer zu weit gelaufen. Aber lieber zu viel als zu wenig”, lacht der gebürtige Engländer. Nachbarn kamen heraus und feuerten Andrew Bannon vom Balkon aus an. Manche seien sogar in ihrem eigenen Garten ein paar Strecken mitgelaufen, erzählt Bannon.

Die Strapazen nahm Bannon nicht nur zum Selbstzweck auf sich. Er verknüpfte den Marathon mit einer Spendenaktion. Etwa 2.000 Euro kamen zusammen. “Das Geld geht nach Italien, an eine Non-Profit-Organisation, die Menschen unterstützt, die vom Coronavirus betroffen sind”, erklärt er. So kam Andrew Bannon am Ende doch noch an sein Ziel. Schließlich führen alle Wege nach Rom.

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“Ich hätte auch um den Starnberger See laufen können”

42,2 Meter: 500-mal hin, 500-mal zurück

Spenden für Corona-Betroffene in Italien

1.000-mal hin und her: Tutzinger läuft Marathon in seinem Garten

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