Ex-UEFA-Chefermittler: Financial Fairplay Deals bei ManCity – Top News

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Brian Quinn hatte den Fall Manchester City selbst 2014 auf dem Tisch.

Als er damals schon mit der Finanzkontroll-Kammer der UEFA gegen den Premier League Klub ermittelte, genauso wie gegen Paris St.

Germain.

Gegen beide Klubs hatte Quinn damals härtere Strafen gefordert, wie er sagt.

Hinter seinem Rücken seien von der UEFA-Spitze aber mildere Sanktionen ausgehandelt worden.

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Als der Europäische Fußball-Verband vor rund zehn Jahren die Financial Fairplay Regeln eingeführt hat, war Brian Quinn von Anfang an dabei.

Er wurde in die Kontrollkammer berufen als Finanzexperte, früher war er bei der Bank of England und führte über acht Jahre den schottischen Verein Celtic Glasgow.

Schon seit den ersten Financial Fairplay Ermittlungen 2014 gibt es Streit zwischen dem englischen Klub und dem europäischen Fußball-Verband.

ManCity musste am Ende nur eine Strafe von 20 Millionen Euro zahlen, obwohl die Verstöße gegen das Financial Fairplay offensichtlich gravierend waren.

Die UEFA betont auf Anfrage die Unabhängigkeit der Finanz-Kontrollkammer, will zu einzelnen Fällen aufgrund der Verschwiegenheitspflicht aber nichts sagen.

Außerdem heißt es von der UEFA, dass alle Vereine gleich behandelt werden – egal welchen Namen sie haben oder wie viel Geld.

Am Montag beginnt das auf drei Tage angesetzte Verfahren beim internationalen Sportgerichtshof.

Es hat eine lange Vorgeschichte.

Immer wenn die Champions-League -Hymne gespielt wird, buhen die Manchester City Fans die UEFA aus.

Durch Brian Quinns Aussagen steht die Glaubwürdigkeit des Financial Fairplay der UEFA mehr denn je in Frage.

Der Schotte bestätigt der ARD, dass es bei der Verfolgung von Verstößen durch ManCity und PSG im Jahr 2014 fragwürdige Deals gegeben hat.

Brian Quinn, ehemaliger UEFA-Chefermittler, sitzt zu Hause in der Nähe von London vor seinem Computer.

Er schaut in die Kamera, führt das Interview per Skype mit der ARD-Radio-Recherche-Sport.

Weiße Haare, Brille, Quinn ist schon 83 Jahre alt.

Aber voller Energie.

Er will etwas loswerden – jetzt, wo das Verfahren von Manchester City vor dem CAS läuft.

Quinn trat dann zurück und schwieg seitdem.

Jetzt bestätigt der Schotte das, was über die Football-Leaks-Recherchen des NDR und des Spiegel zuvor schon an die Öffentlichkeit gekommen war.

Dass es in beiden Fällen Absprachen und Deals gegeben hat.

Manchester City hatte wie auch Paris St.

Germain Verstöße gegen die Financial Fairplay Regeln immer bestritten.

Und das funktionierte auch.

Die Überschuldung der Klubs ist tatsächlich weniger geworden, sagen auch andere Experten.

Dazu beigetragen zu haben, macht Brian Quinn stolz.

Weil seine Arbeit zum Teil wirklich schwierig gewesen sei – und der Druck von außen enorm.

Manchester-City-Geschäftsführer Ferran Soriano wehrt sich gegen diese Darstellung im Interview mit dem Klubfernsehen:

UEFA schweigt

Manchester City vor dem CAS

Wie die Football-Leaks-Dokumente durch interne Emails enthüllt haben, hat ManCity die Kontrolleure getäuscht und unter anderem die Zahlungen des Klubbesitzers Scheich Mansour als Sponsoreneinnahmen getarnt.

Erst durch die neuen Beweise konnte die UEFA eine zweijährige Sperre aussprechen.

Durch Brian Quinns Aussagen steht die Glaubwürdigkeit des Financial Fairplay der UEFA mehr denn je in Frage.

Der Schotte bestätigt der ARD, dass es bei der Verfolgung von Verstößen durch ManCity und PSG im Jahr 2014 fragwürdige Deals gegeben hat.

Die Beweise zu erschüttern ist eine Taktik, eine andere ist, die UEFA gegen ihre eigene Untersuchungskammer auszuspielen:

Jetzt liegt es Quinn am Herzen, dass die Sperre gegen Manchester City bestehen bleibt.

Dass das, was er damals schon versucht hatte anzuprangern, jetzt in einer gerechten Strafe endet.

Manchester City setzt auf Angriff.

Der Klub hat bereits damit gedroht zur Not auch noch vors Schweizer Bundesgericht zu ziehen.

Vor dem CAS wird es zunächst darauf ankommen, ob die internen Emails als Beweismittel anerkannt werden.

In früheren Verfahren wurden solche Dokumente jedenfalls zugelassen, selbst wenn sie illegal beschafft worden sind.

Soriano verspricht den City-Fans alles dafür zu tun, die Sanktionen abzuwenden.

Aber erstmal entscheidet der Sportgerichtshof.

Er kann die Strafe gegen Manchester City bestätigen, aufheben oder verkürzen.

Das Financial Fairplay der UEFA steht in diesem Verfahren mehr denn je auf dem Prüfstand.

Dass Soriano hier nur die Kammer attackiert und plötzlich die UEFA als Ganzes in Schutz nimmt, wirkt wie ein Angebot, sich doch noch auf eine geringere Strafe zu einigen Klar ist, eine Zweijahressperre wäre für Manchester City eine Katastrophe.

Stars wie Kevin de Bruyne könnten ohne Aussicht auf den Gewinn der Champions League kaum gehalten werden.

Ex-UEFA-Chefermittler: Financial Fairplay Deals bei ManCity

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