Kritik und Rückendeckung für IOC-Präsident Bach – Top Meldungen

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Die sehr späte Verschiebung der Olympischen Sommerspiele von Tokio durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) sind weiter Thema. Im Zentrum der Kritik: IOC-Präsident Thomas Bach. U.a. Magdalena Neuner findet deutliche Worte.

Die Hängepartie um die Absage der Olympischen Sommerspiele in Tokio hat bei Sportlern und Fans viel Kopfschütteln ausgelöst. Nun hat sich auch Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner in den Kreis der Kritiker eingereiht und vor allem IOC-Chef Thomas Bach ins Visier genommen: “Das Verhalten von Herrn Bach fand ich unmöglich”, sagte Neuner der “Augsburger Allgemeinen”. “Es hat sich genau das widergespiegelt, was ich selbst auch schon erlebt habe: Es geht bei Olympia eben nicht nur um die Sportler. Es geht um sehr viele andere Dinge”, so die 33 Jahre alte Doppel-Olympiasiegerin.

“Es hat schon ziemlich in mir gebrodelt, weil ich mich gefragt habe, wie er das so durchziehen kann”, sagte Neuner in Richtung Bach. “Die ganze Welt kämpft gegen dieses Virus und der will Olympische Spiele machen”, kritisierte die Wallgauerin, die aus Sportlersicht so argumentiert: “Die Sportler hingen komplett in der Luft, denn es war in keinster Weise gesichert, dass es faire Spiele werden. (…) Die einen konnten trainieren, die anderen nicht. Dopingkontrollen gab und gibt es auch nicht mehr überall.”

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Zuvor hatte die Sportausschussvorsitzende des Bundestages, Dagmar Freitag, das IOC und Präsident Thomas Bach kritisiert. Die schlechte Figur, die er gemacht habe, könne Thomas Bach noch einholen: “Aus meiner Sicht hat Thomas Bach nicht zum ersten Mal in seiner Amtszeit Zweifel an seine Führungsfähigkeit geweckt”, sagte die SPD-Politikerin der “Mittelbayerischen Zeitung”.

“Schon sein Agieren in Bezug auf das russische Staatsdoping, als es erkennbar sein oberstes Ziel war, das russische Team möglich schnell wieder vollumfänglich in seine ‘olympische Familie’ aufzunehmen, ist dem Anspruch an einen IOC-Präsidenten, die olympischen Werte zu vertreten und zu bewahren, nicht gerecht geworden. Beides wird rückblickend untrennbar mit Bachs Amtszeit in Erinnerung bleiben”, sagte Freitag.

Bach war zuletzt kritisiert worden, weil er erst spät eine Olympia-Verschiebung öffentlich in Betracht zog. Bei der russischen Doping-Affäre hatten Kritiker ein härteres Durchgreifen gefordert.

Rückendeckung bekam Bach dagegen von Bahnrad-Doppelolympiasiegerin Kristina Vogel. Sie kann die Kritik über die zögerliche Haltung des Internationalen Olympischen Komitees zur Verschiebung der Sommerspiele nicht nachvollziehen. “Ich finde es gut, dass sich die Leute Zeit genommen haben. In manchen Sachfragen kann man nicht gleich ja oder nein sagen”, sagte die 29-Jährige. Sie vermute, die späte Entscheidung über die Verschiebung habe mit den Problemen zu tun, die eine Verschiebung nach sich ziehe. Die Erfurterin, die nach einem Trainingssturz querschnittsgelähmt ist, wäre selbst als Trainerin und TV-Expertin in diesem Jahr in Tokio vor Ort gewesen.

Neuner: “Die Sportler hingen in der Luft”

Freitag: Bach wird seinem Anspruch als IOC-Präsident nicht gerecht

Kristina Vogel zeigt Verständnis

Kritik und Rückendeckung für IOC-Präsident Bach

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