Quarantäne-Ende für FCN-Profis – Valentini in Sorge – Top Meldungen

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Im Laufe des Tages dürften die letzten Profis des 1. FC Nürnberg aus der Corona-Quarantäne entlassen werden. Die Mannschaft ist mit der Führung über Gehaltskürzungen im Gespräch. Sorgen um seine Familie macht sich Club-Spieler Enrico Valentini.

Das Gesundheitsamt informiert die Clubspieler über die Aufhebung der Corona-Quarantäne. Viele der Profis des 1. FC Nürnberg hatten die erlösende Nachricht schon gestern bekommen, so FCN-Pressesprecher Christian Bönig. Zwei Wochen hatten sich Spieler, Trainer und einige Mitarbeiter des 1.FC Nürnberg in den eigenen vier Wänden aufhalten müssen, weil Verteidiger Fabian Nürnberger sich mit dem neuartigen Corona-Virus angesteckt hatte.

Am eingeschränkten Trainingsalltag wird sich für die Zweitligisten dennoch zunächst wenig ändern, so Sportvorstand Robert Palikuca der Webseite des Vereins: “Zunächst bleibt es bei einem individuellen Training zu Hause. Mit der Veränderung, dass die Jungs nun auch nach draußen dürfen, um beispielsweise laufen zu gehen.”

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Es seien bereits alle Hygienevorschriften umgesetzt und der Lizenzspielerbereich entsprechend umgebaut worden, damit die Profis demnächst in kleinen Gruppen zumindest wieder drinnen arbeiten können. Wann wieder Training auf dem Rasen stattfinden kann, sei aber noch offen. Auch finanziell trifft die Corona-Krise den 1. FC Nürnberg hart. Möglicherweise werden auch die Nürnberger Spieler auf einen Teil ihres Gehalts verzichten. “Wir stehen in Form von Videokonferenzen im stetigen Austausch mit dem Mannschaftsrat und dem Cheftrainer. Von beiden bekommen wir klare Signale, dass sie bestrebt sind, ihren Beitrag zu leisten“, so Palikuca. Er wolle jetzt nach dem Ende der Quarantäne aber erst mit allen Spielern und Trainern einzeln sprechen.

Trotz der angespannten Lage sind die Nürnberger überzeugt die Krise überstehen zu können. “Wichtig ist, dass wir unsere Situation gemeinsam und ganzheitlich angehen. Wir stellen alles auf den Prüfstand und planen verschiedene Szenarien. Wir haben sehr gut gewirtschaftet in den vergangenen Jahren. Insofern wird der FCN die Saison, wie auch immer diese aussieht, bewältigen können“, wird Sportvorstand Niels Rossow zitiert. Auch über Kurzarbeit wird derzeit am Valznerweiher diskutiert.

Derweil macht sich der deutsch-italienische Clubspieler Enrico Valentini Sorgen um die Menschen in der Heimat seiner Eltern. “Das belastet schon sehr. Vor allem, wenn man die italienischen Nachrichten guckt. Das ist alles sehr, sehr beklemmend, wenn man sieht, wie es in Bergamo oder Brescia aussieht”, sagte der Abwehrspieler. “Ich denke gerade überhaupt nicht an Fußball. Das ist alles so weit weg.” Italien ist mit am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

Valentinis Familie stammt aus Ridotti, einem kleinen Dorf mit 1.200 Einwohnern in den Abruzzen. Bisher sei die Pandemie dort glimpflich verlaufen, so 31-Jährige, nun seien aber Fälle in der Nähes des Ortes aufgetreten. “Deswegen hoffe und bete ich, dass es nicht zu uns kommt, weil dort sehr viele alte Leute sind”, so Velentini weiter. Er selbst will nach Aufhebung der Quarantäne erst einmal in den Wald gehen, laufen und das so richtig genießen. Außerdem deutete Valentini an, dass die Mannschaft dem Verein in dieser Situation auf jeden Fall entgegenkommen wolle.

Nachbar Greuther Fürth hat bereits Kurzarbeit für die 50 Vollzeitbeschäftigten sowie die Fußballer der U23-Mannschaft eingeführt. Die Fürther Profis haben bereits einem Verzicht auf Teile ihres Gehalts zugestimmt.

Gehaltsverzicht von Spielern im Gespräch

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