Wegen Corona-Krise: Triathlon Challenge Roth ist abgesagt – Top Meldungen

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Wegen der Angst vor einer Corona-Ansteckung ist jetzt – nach der Fußball-EM und den Olympischen Spielen in Tokio – auch der weltweit größte Langstrecken-Triathlon, der Challenge Roth, abgesagt. Das Rennen hätte am 5. Juli 2020 stattfinden sollen.

Die Veranstalter des Challenge Roth, das Team Challenge, begründen ihre Entscheidung in einem emotionalen Brief an alle Beteiligten mit der Fürsorge für die rund 5.000 Athleten, etwa 7.500 ehrenamtlichen Helfer und die zu erwartenden 250.000 Zuschauer.

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An dem Langdistanz-Triathlon nehmen jedes Jahr Athleten aus mehr als 70 Nationen teil.

Die Veranstalter, das sind Felix Walchshöfer, Alice Walchshöfer und Kathrin Walchshöfer- Helneder, schreiben, dass sie in den vergangenen Wochen immer wieder von angemeldeten Teilnehmern gehört haben, die selbst am SARS-CoV-2-Virus erkrankt sind oder in vielen Ländern massive Einschränkungen der Trainingsbedingungen hinnehmen müssen. Auch deswegen bliebe – nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden – kein anderer Weg als die Absage der Veranstaltung.

Beim Challenge Roth sind an der Rennstrecke und im Ziel jedes Jahr mehr freiwillige Helfer als Athleten am Start – etwa 7.500. Die Veranstalter wollen auch sie keiner Gefahr aussetzen. In ihrer Absage an alle sagen sie, dass sie auch die zahlreichen Einsatz- und Rettungskräfte, die bei dem Triathlon jedes Jahr im Dienst sind, nicht zusätzlich belasten wollen, weil sie derzeit ohnehin fast rund um die Uhr im Einsatz seien.

Das Familienunternehmen Challenge Roth will den Athleten die Anmeldegebühr von rund 500 Euro für einen Einzelstart und knapp 650 Euro für einen Staffelplatz zurückerstatten, garantiert aber für jeden einen der begehrten Startplätze für nächstes Jahr. Die Startplätze sind jedes Jahr innerhalb von wenigen Minuten vergeben. Allerdings bitten die Veranstalter die Teilnehmer um Solidarität, d.h. auf einen Teil der Rückzahlung zu verzichten, um dem Rennen das Überleben zu sichern.

In diesem Jahr haben sich die besten Profi-Teilnehmer seit den Anfängen des Triathlons in Roth zu dem Rennen über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Laufen angemeldet. Neben den Ironman-Hawaii-Siegern Jan Frodeno und Anne Haug, hat auch Andreas Dreitz zugesagt. Der 31-Jährige aus Michelau in Oberfranken konnte im vergangenen Jahr den Challenge gewinnen. Und die Bayreutherin Anne Haug wollte sich – nach ihrem Sieg in Hawaii – in diesem Jahr zum ersten Mal den Wunsch erfüllen, in Roth zu starten.

Der Challenge Roth gilt als Triathlon der Weltrekorde und als beliebtester Triathlon der Welt. Die Zahl der ehrenamtlichen Helfer, Athleten und Zuschauer ist unübertroffen. Offenbar fasziniert die Atmosphäre zwischen Spitzensport und familiärem Ambiente. Außerdem werden auf der Strecke in Roth und Umgebung regelmäßig Weltrekorde gefeiert. Den weltweiten Rekord bei den Herren hält Jan Frodeno in 7:35:39 Stunden im Jahr 2016. Bei den Frauen steht noch immer Chrissie Wellington mit ihrer 2011er-Zeit von 8:18:13 an der Spitze der Weltrekordliste.

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Verantwortung für die Athleten

Fürsorge für die Ehrenamtlichen

Rückerstattung, aber Appell an Solidarität

Bestes Starterfeld seit Bestehen

Triathlon der Weltrekorde

Wegen Corona-Krise: Triathlon Challenge Roth ist abgesagt

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