Yoga-Test: zwischen Entspannung und Anstrengung – Top Meldungen

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Yoga-Innovationen gibt es viele. Jedes Jahr, jeden Monat: neue Methoden und Geräte. Aber was ist von den Neuerungen zu halten? Und wie finde ich heraus, welche Art von Yoga zu mir passt? Zwei Varianten im Test, eine davon hat ein Allgäuer erfunden.

Fitnessmagazin-Reporter Stefan Schaumeier macht den Yoga-Test. Zusammen mit der Münchner Sportwissenschaftlerin Karin Gmelch testet er “Shakti Dance Yoga” und den “Feetup Kopfstandhocker”. Sein Erfahrungsbericht:

Neben den herkömmlichen, klassischen Yoga Stilen wie etwa dem Ashtanga Yoga oder dem Chivamukti Yoga bilden sich immer mehr Zwischenformen heraus. Eine davon ist das “Shakti Dance Yoga”. Es fußt auf der Kundalini-Yoga-Tradition und verbindet meditative Elemente im Sitzen mit Tanzschritten im Stehen und in der Bewegung.

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Mit Harfenklängen und Meeresrauschen im Hintergrund soll man in einer 60-minütigen Sitzung zu seiner inneren Ruhe finden und den Alltagsstress hinter sich lassen. Und tatsächlich: Auch wenn die meditative Sitzhaltung mit den Händen vor der Stirn in Gebetshaltung gefaltet zu Beginn und die fließenden Tanzbewegungen gegen Ende der Stunde ungewohnt für mich sind, merke ich, wie sich eine gewisse innere Ruhe einstellt.

Erfunden und entwickelt hat dies Kilian Trenkle aus dem Allgäu. Mit seinem speziellen Hocker soll man mit nur wenigen Minuten Training die Königs Asana – also den Kopfstand – ausführen können. Na mal sehen, bei meinem nicht vorhandenen Talent für Turn- und Beweglichkeitsübungen könnte das schwierig werden. Langsam und mit genauer Anleitung taste ich mich an den Kopfstand heran.

Zuerst stecke ich meinen Kopf in die Öffnung des Hockers und lasse meine Füße noch am Boden. Dann ziehe ich die Beine zur Brust, bevor ich mich schließlich traue, die Beine nach oben auszustrecken. Unter hoher körperlicher Anstrengung gelingt es mir, den Kopfstand einige Sekunden zu halten, bevor ich meine Beine wieder zum Boden senke. Schon nach dieser kurzen Zeit perlt mir Schweiß von der Stirn und meine Arme und Beine zittern vor Anstrengung – doch der Aufwand ist von Erfolg gekrönt.

Mit dem Hocker gelingt es mir immer wieder in den Kopfstand zu kommen – und diesen nach ein paar Versuchen auch etwas länger zu halten. Angeblich sollte man in dieser Kopfstandposition auch entspannen können, aber das gelingt mir zumindest noch nicht.

Wer also wenig Wert auf körperliche Anstrengung legt und vor allem Entspannung sucht, ist beim “Shakti Dance Yoga” genau richtig. Wer dagegen körperliche Anstrengung sucht und sportlich gefordert werden will, kann den “Feetup” ausprobieren.

Die Münchner Sportwissenschaftlerin Karin Gmelch rät generell, sich vor der Auswahl einer Yoga-Art von einem Arzt auf seine Sporttauglichkeit untersuchen zu lassen. Wenn diese gewährleistet ist, kommt es auf die Ziele an, die ich mit Yoga erreichen möchte, sagt sie.

Also egal ob Entspannung oder Anstrengung, ob Tanz oder Kopfstand, ob Wellenrauschen im Hintergrund oder Schweißperlen auf der Stirn, beim Yoga ist alles erlaubt.

“Shakti Dance Yoga”

“Feetup Kopfstandhocker”

Fazit

Yoga-Test: zwischen Entspannung und Anstrengung

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