Facebook zahlt amerikanischen Moderatoren des Netzwerks insgesamt 52 Millionen Dollar Entschädigung

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Im Rahmen der Einigung erklärt sich Facebook auch bereit, Änderungen an seinen Tools zur Moderation von Inhalten einzuführen, die darauf abzielen, die Auswirkungen des Anschauens entsprechender Bilder und Videos zu reduzieren.

Hierzu zählt die Möglichkeit, den Ton abzuschalten oder die Medien in Schwarzweiß darzustellen.

Die vollständige Umstellung für alle aktiven Moderatoren benötige wohl aber noch bis 2021, so Facebook.

Für ein paar so rudimentäre, aber eben wichtige Änderungen, ist dies eine enorme Zeitspanne.

Zudem soll es zukünftig Einzelcoachings mit Psychiatern für betroffene Personen geben.

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Auch Gruppentherapiesitzungen seien in Planung.

Laut der Anwälte der betroffenen Personen seien mindestens die Hälfte von zusätzlichen Problemen betroffen Bis zu 6000 Dollar pro Person sollen wohl zusätzlich ausgezahlt werden – ein geringer Trost für einen Menschen, der sein Leben lang kaum noch eine Nacht durchschlafen kann Sollte eine der betroffenen Personen nachweislich zusätzliche Schäden aus seiner Tätigkeit als Moderator im besagten Zeitraum genommen haben, könnten bis zu 50000 Dollar Schadenersatz gezahlt werden

Wie TheVerge nun aber berichtet, konnte am vergangenen Freitag ein Vergleich beim San Mateo Superior Court erzielt werden, wonach Facebook bereit ist, eine Summe von 52 Millionen US-Dollar an über 11.

250 Moderatoren aus Kalifornien, Arizona, Texas und Florida zu bezahlen, die zwischen 2015 und heute in ihrer Funktion tätig waren.

Die Schadenersatzzahlungen sehen so aus, dass jeder Moderator auf jeden Fall 1.

000 Dollar erhalten würde.

Weitere Summen gibt es dann, wenn eine posttraumatische Belastungsstörung oder damit zusammenhängende Bedingungen diagnostiziert werden.

Auf Facebook werden Tag für Tag Millionen Beiträge aus aller Welt von den Nutzern veröffentlicht und nicht immer entsprechen deren Inhalte den Richtlinien des Netzwerks, beziehungsweise stoßen aufgrund diverser Rechtsverletzungen schnell auf Kritik durch andere Nutzer.

Darum bemüht sich Facebook sehr darum, Moderatoren darauf anzusetzen, entsprechende Inhalte schnellstmöglich zu entdecken, zu überprüfen und zur Not zu sperren oder zu löschen.

Vor den Inhalten sitzt aber fast jedes Mal ein Mensch, der sich dann auch alle noch so brutalen, menschenrechtsverletzenden oder anderweitig widerwärtigen Inhalte anschauen muss.

Und nicht jeder Moderator kommt auch wirklich auf Dauer damit klar.

So gab es in den letzten Jahren immer mal wieder Meldungen über Moderatoren, die sich oder anderen Menschen das Leben genommen haben oder sich in psychiatrische Hilfe begeben mussten, da ihr Job sie mental zerstört hat.

Facebook musste diesbezüglich auch schon die eine oder andere Klage über sich ergehen lassen.

Ganz ehrlich: Sicherlich wird die finanzielle Unterstützung für den einen oder anderen Geschädigten eine kleine Stütze sein, mehr aber auch nicht.

Der Job ist sehr wichtig, aber sicherlich nicht für jedermann geeignet und muss zwangsläufig zusätzlich durch optionale Therapien und weitere Maßnahmen unterstützt werden.

Warum so etwas wie Schwarzweiß und Ton aus für die Tools erst jetzt ein Thema bei Facebook sein, bleibt mir zudem ein Rätsel.

Zukünftige Bewerber für den Job als Moderator bei Facebook werden außerdem nach schärferen Kriterien bewertet, zudem müssen vermittelnde Partner zusätzliche Maßnahmen ergreifen:

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tekk.tv TechnologieNachrichten

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