Fittaste: DHDL-Startup mit den Fertiggerichten ist insolvent technik

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Die Fittaste-Gründer: Konstantin und Benjamin Ladwein. (Foto: Fittaste)

300.000 Euro sammelte Fittaste über die Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ ein. Nun musste das Startup einen Insolvenzantrag stellen – was vor allem Investor Frank Thelen ärgern dürfte.

Das aus der Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ bekannte Startup Fittaste ist pleite. Bereits am Mittwoch wurde beim Amtsgericht Trier ein Insolvenzantrag gestellt, wie Gründerszene berichtet. Das Branchenportal zitiert eine Mitteilung des Insolvenzverwalters, wonach zu schnelles Wachstum für die finanziellen Probleme verantwortlich ist. Das Unternehmen habe „den daraus resultierenden Anforderungen“ nicht mehr gerecht werden können, sagte Mitgründer Konstantin Ladwein.

Fittaste überzeugte Frank Thelen als Investor

Fittaste produziert Fertiggerichte, die Sportlern bei ihrer täglichen Ernährung helfen sollen. Im Sortiment führt das Startup etwa proteinhaltige Hähnchenpfannen zum Muskelaufbau, aber auch diätgerechte Snacks finden sich im Shop. Die Gerichte werden per Box verschickt und kosten zwischen sechs und zehn Euro. Gegründet wurde Fittaste 2014 von den Brüdern Konstantin und Benjamin Ladwein.

Mit ihrem Konzept konnten sie vor zwei Jahren in der Fernshow „Die Höhle der Löwen“ überzeugen. Investor Frank Thelen stieg damals mit 300.000 Euro für 25 Prozent der Anteile in das Startup ein. Zuerst ging es steil bergauf: 2017 soll Fittaste rund 1,8 Millionen Euro umgesetzt haben, für 2018 waren gar drei Millionen Euro angepeilt.

Bau einer Großküche erwies sich als Flop

Eine Million Euro investierte man zudem in den Bau einer Großküche – die sich jedoch als Flop entpuppte. „Es ist wirklich hart, aber es war eine komplette Fehlentscheidung“, sagte Thelen in einem Rückblick der vergangenen DHDL-Staffel. Es sei nicht möglich gewesen, bei so großen Mengen in der richtigen Qualität zu produzieren.

Thelen dürfte die Insolvenz nun doppelt ärgern. Nachdem Fittaste seine Fertiggerichte wieder von externen Küchen kochen ließ, stockte er vergangenes Jahr auch seine Anteile auf 33 Prozent auf. Ob diese irgendwann noch mal etwas wert sind, wird sich zeigen: Der Geschäftsbetrieb von Fittaste soll trotz Insolvenzantrag fortgeführt werden. Bestellungen würden weiterhin bearbeitet und ausgeliefert, heißt es in der Mitteilung. Das Ziel sei, das Startup „zu sanieren und zukunftsfähig zu machen.“

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