Ich war immer das Vorher-Model für Fitnessstudios – das ändere ich

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Das große Problem, was ich heute sehe, ereilte mich in meiner Kindheit.

Viele Kinder bekommen zu viel Nahrung oder auch gar nicht beigebracht, was gesunde Ernährung ist.

Wer keine Beziehung zu dem hat, was er isst, der könnte unter Umständen schnell dick werden – gerade, wenn noch mangelnde Bewegung dazu kommt.

In meinem Falle war das wohl so, da brauche ich nichts zu beschönigen.

Der Babyspeck, „der sich sicher verwächst“, verwuchs nicht.

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Und dann wird man halt dick.

Doch worum soll es in diesem Beitrag gehen? Tatsächlich um mich.

Einige Leser und Menschen bei Twitter haben mich darauf angesprochen, dass ich wohl ein paar Pfunde abgeworfen habe.

Und viele meinten: Schreib doch mal drüber und erzähle ein bisschen.

Klar, kann ich natürlich machen.

Ist aber gar nicht so einfach, wie mir hinterher bewusst wurde.

Ich werde viel von mir erzählen müssen (wen das nicht interessiert, der scrolle nach unten bis „Die nächste Fahrt geht rückwärts“).

Muss meine Denkweise in Worte verpacken.

Und letzten Endes muss ich sicherlich niemandem erzählen, dass viele Wege nach Rom führen.

Gerade das Thema Ernährung und Abnahme ist sehr vielfältig – und damit ist nicht die Brigitte-Kohlsuppendiät gemeint, die euch in drei Tagen die Schläuche leerspült, sodass ihr weniger wiegt, aber eigentlich doch nichts abgenommen habt.

Eigentlich sollte dieser Text erst später erscheinen, bzw.

geschrieben werden.

Aber draußen ist es grau, es regnet – und immer wenn das Wetter so ist, habe ich auch eine „mentale Bewölkung“.

Sprich: Mir geht es dann weniger gut, ich werde schwermütig und stürze mich dann gerne auf Dinge, die mir Freude bereiten.

Das ist nach über 14 Jahren immer noch dieses Blog.

Das Hobby, das Beruf wurde.

Aber: Dieses Blog ist mit Schuld daran, dass ich diesen Beitrag schreiben muss.

Wobei, wenn ich ehrlich bin: Die Schuld trifft alleine mich.

Obwohl man weiß, dass man dick ist und vor allem warum: Das ist keine Garantie, dass man etwas ändert.

Es gibt 1000 Dinge im Leben, die man wider besseren Wissens falsch macht.

Bei mir war es dann wohl das mit dem Essen (und sicher 1000 andere Sachen auch).

Ich aß viel und ich aß falsch.

Mit 19 (1996) kam ich zur Bundeswehr, da wog ich 111 Kilo.

Glücklicherweise sah ich weniger dick aus, trotz der geringen Körpergröße von 1,75m.

In meinem Fall war es dann so, dass ich die Zahlen auf der Waage meist nur einmal zu Gesicht bekam.

Nämlich immer dann, wenn ich sie hinter mir ließ.

Irgendwann 1990 musste ich dann zur Kur.

Gute Luft und Abspecken.

6 Wochen Langeoog.

Da war ich 13.

Nicht fett, wohl aber hätte ich dick gesagt – pummelig wäre zu verniedlichend.

In der Kur gab es die Dicken, die abnehmen mussten, die Dünneren die zunehmen sollten und die „Normalen“, die aufgrund „Luft“ und so auf Langeoog waren.

Man bewegte sich viel und die dicken Kinder bekamen spezielles Essen – im selben Raum wie die anderen, allerdings hinter Trennwänden.

Kein Scherz.

Sicherlich verlor ich Gewicht, allerdings wurde uns nichts großartig über Nahrungsmittel erzählt, wobei man in diesem Alter natürlich schon weiß, was eher weniger gut beim Körper ankommt.

Ich war also schon immer dick, glücklicherweise aber nie so dick wie Kinder, deren Gesichtsfett schon so Überhand nahm, dass man statt Augen Sehschlitze hat und zudem ein Lesezeichen benötigt wird, damit man das Kinn wiederfindet.

Das mag sich lustig oder gemein lesen, ist aber nicht so gemeint, denn in den meisten Fällen sind tatsächlich erst einmal die Erwachsenen an der Misere Schuld.

Wer jetzt dachte, dass ich bei der Bundeswehr abnahm, der liegt falsch.

Kleiner Unfall beim Bund, Knie-OP und dementsprechend Soldat im Büro mit Sportbefreiung.

Und die Bundeswehr hat wirklich eine gute Kantine.

Mahlzeit, 118 Kilo am Ende.

Fast forward: 2003 wog ich dann 148 Kilo.

Und da war dann schon lange der Punkt erreicht, wo ich mich selber „fette Sau“ genannt hätte.

Ich war technischer Leiter bei einem PC-Spezialist, arbeitete sitzend und mittags ließ man sich gerne mal den Grillteller Special kommen.

Als fetter Mensch ist alles anders.

Eine Treppe raubt dir den Atem.

Du bekommst nur noch mit Mühe Klamotten.

Menschen schauen dich an, wenn du auf der Straße Nahrung zu dir nimmst.

Man mag nach außen hin vielleicht normal wirken, man ist aber immer im Kampf mit sich und seiner Optik.

Hoffentlich zumindest, denn sonst hätte man aufgegeben.

War alles gleichmäßig verteilt, sodass ich halt nicht so aussah, als hätte ich einen Medizinball verschluckt.

Durch Fußball und die Arbeit vor der Bundeswehr war es auch so, dass ich recht breit gebaut war.

Auch Muskeln, aber eben auch mehr Fett.

Störte mich damals noch recht wenig, da mir das Körperfett bis dato selten einen Strich durch die Rechnung im Leben machte.

Klar, als Kind hört man vielleicht mal dumme Sprüche, weil Kinder grausam, aber auch eben brutal ehrlich sind.

Aber sonst keine Probleme, weder beruflich oder in der Liebe, alles tutti.

Da stand ich also mit 26 und 148 Kilo.

Irgendwas musste passieren.

Was macht man da also? Sport war nicht so mein Ding, ich war der Meinung, es ginge ohne.

Also mal zu den Weight Watchers gegangen.

Lacht nicht, mir persönlich hat das mit der Gruppe da sehr geholfen.

Mobil und Apps war zu der Zeit noch nicht.

Man hatte sein Tagebuch und kleine Bücher, in denen Punkte standen.

Je nach Gewicht konnte man so und so viele Punkte essen.

Daran konnte ich mich sehr gut gewöhnen.

Letzten Endes sind Punkte irgendwie doch an die gängigen Brennwerte (Kalorien) angelehnt.

Weight Watchers ist quasi für mich damals ein vereinfachtes Nährwertrechnen gewesen.

Aller Anfang ist schwer

Irgendwann im Leben merkt man selber, warum man dick ist

Das dicke Ende (1. Gang)

Und ab geht’s (aufwärts)

Die nächste Fahrt geht rückwärts

Bruder, muss los

Wohin geht die Reise?

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