„Minecraft Dungeons“ angespielt: Hat da einer „Diablo“ gesagt?

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Schätzt ihr vor allem den zuerst genannten Aspekt, dann wird „Minecraft Dungeons“ euch vermutlich nicht abholen.

Ist es eher der zuletzt genannte Aspekt, dann könnte dieses Spiel für euch genau das richtige sein, da die ausufernden Konstruktionsmöglichkeiten nun keine Rolle mehr spielen.

Ihr müsst eben nicht mehr Hunderte oder Tausende von Blöcken zerhacken, um begehrte Materialien abzuernten, sondern macht Feinde platt und sichert euch dadurch die Items, die ihr benötigt.

So bewegt ihr euch auch in „Minecraft Dungeons“ in isometrischer Perspektive durch zufällig generierte Welten und habt dabei vor allem das Ziel Erfahrungspunkte zu sammeln sowie die beste Loot zu ergattern – die klassischen Tugenden eines Dungeon-Crawlers Ob ihr daran Gefallen findet, wird auch davon abhängen, was ihr in erster Linie mit „Minecraft“ verbindet: die Kreativität, das Erschaffen eigener Konstrukte bzw ganzer Welten oder eher die Survival-Aspekte wie das Crafting, das Überwältigen von Gegnern und das Sammeln von Materialien

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„Minecraft Dungeons“ steht ab sofort für die Microsoft Xbox One, Nintendo Switch, Sony PlayStation 4 und den PC zur Verfügung.

Ich habe mir das Spiel auf der Xbox One X einmal für euch angesehen – dort ist es auch im Xbox Game Pass verfügbar.

Die Entwickler von Mojang und Double Eleven vermischen dabei den Look des Klötzchen-Spiels mit dem Feeling von „Diablo“.

Generell richtet man sich da ohnehin eher an Einsteiger bzw.

jüngere Gamer: Etwa könnt ihr jeden Charakter pro Level bis zu dreimal wiederbeleben.

Scheitert ihr an einem Boss oder Mini-Boss und kehrt zu eurer Nemesis zurück, dann bleibt der bisher zugefügte Schaden erhalten.

Das ist auch ganz gut so, denn die Gebiete sind teilweise recht ausufernder und wer gerne Areale erkundet, um auch den letzten Schatz mitzunehmen, wird eine ganze Weile herum stiefeln.

Die Kämpfe sind dabei nichts Besonderes: Ihr klickt euch durch Gegnerhorden, dabei stehen euch verschiedene Fähigkeiten zur Verfügung, um der Feinde Herr zu werden.

Fühlt ihr euch dabei alleingelassen, dann habt ihr die Option entweder lokal oder online mit bis zu drei anderen Spielern ins Feld zu ziehen.

Der Schwierigkeitsgrad passt sich dann automatisch an, damit es euch nicht plötzlich in der Gruppe langweilig wird, weil ihr alle Skelette direkt wegholzt.

Entgegen dem Namen bewegt ihr euch in „Minecraft Dungeons“ übrigens nicht in erster Linie durch karge Kerker, sondern ziemlich verschiedene Areale, die jeweils einem bestimmten, optischen Thema folgen – etwa Burgen und Wälder, eine Mine oder gar Sümpfe und Wüstenlandschaften.

In diesen facettenreichen Szenarios treffen „Minecraft“-Veteranen auch alte Bekannter wie die Creeper wieder.

Wie auch „Diablo“, so ist auch „Minecraft Dungeons“ darauf ausgelegt, dass ihr den Titel nicht einmal durchzockt und dann zur Seite legt, sondern wiederholt auf Tour geht.

Denn erst nach dem Durchspielen schaltet ihr etwa einen höheren Schwierigkeitsgrad frei.

Später winkt eine noch höhere Stufe.

Mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad kommt es noch mehr auf eure Ausrüstung und die Artefakt-Kombinationen an.

Dafür winkt euch dann natürlich auch bessere Loot von den stärkeren Gegnern.

Richtig taktisch wird das Game also erst, wenn ihr mindestens eine komplette Runde gedreht habt.

Wer nun hoffte wie beim großen Vorbild mit dem dämonischen Namen aus verschiedenen Klassen zu wählen und spezifische Skills auf die Spitze zu treiben, der wird etwas enttäuscht sein.

Denn Skills und Klassen fehlen in „Minecraft Dungeons“.

Stattdessen hängen eure Fähigkeiten im Grunde von euren Waffen und Rüstungen ab, die ihr dann auch steigern könnt.

Das nimmt aber auch ein wenig die Motivation raus, da man das Equipment naturgemäß recht häufig wechselt.

Drei Slots stehen euch wiederum zur Verfügung, um Artefakte zu verwenden, die euch ebenfalls mit Gameplay-Modifikatoren ausrüsten.

Die können aber jederzeit gewechselt werden – ein „verskillen“ ist somit im Grunde unmöglich.

Die Artefakte erlauben euch allerlei unterschiedliche Dinge etwa ein Schild aufzubauen, dass dann gegnerische Pfeile abwehrt.

Insgesamt habt ihr trotz des Verzichts auf einen traditionellen Fähigkeitenbaum also auf diese Weise die Chance einen eigenen Charakter aufzubauen, den ihr eurem Spielstil anpassen könnt.

Ob ihr dabei in erster Linie auf ausgefuchste Fähigkeiten, Nah- oder Fernkampf bzw.

eine Kombination setzt, bleibt euch überlassen.

Gemeinsam mit anderen Mitspielern lassen sich so durchaus abwechslungsreiche und ausgewogene Parties zusammenstellen.

Durch die zufallsgenerierten Gebiete soll die Abwechslung erhalten bleiben, auch wenn sich die „Bausteine“ natürlich wiederholen – also Wüste bleibt eben Wüste und Wald bleibt eben Wald.

Ach ja, und es gibt da auch eine kleine Geschichte am Rande, die euch als roter Faden durch die unterschiedlichen Gebiete lotst – einen Blumentopf gewinnt sie jedoch nicht.

Ihr sollt einen mächtigen Feind, den Erz-Illager, in seinem Schloss aufstöbern und zur Strecke bringen, um die Menschen von seinen dunklen Machenschaften zu erlösen.

Einige Cutscenes hübschen die Präsentation auf, wobei natürlich auch der verspielte „Minecraft“-Humor zur Geltung kommt.

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