Project xCloud: Ist das die Zukunft des mobilen Gamings? Erste Erfahrungen!

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Mein Testszenario sieht wie folgt aus: Als Smartphone kommt das Mittelklasse-Smartphone Nokia 7.

2 zum Einsatz, gekoppelt wird ein Xbox Elite Controller Series 2 und verbunden wird das Ganze mit einem billigen Halter von Amazon.

Um es gleich vorweg zu nehmen, ich bin nicht enttäuscht worden Während ich das Konsolen-Streaming, trotz aktuellem Router und diverser Freigaben, als nahezu unspielbar betrachtet habe, sieht das bei Project xCloud gleich ganz anders aus Aber auch hier solltet ihr beachten, dass es sich immer noch um eine (frühe) Beta handelt

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Während ich von der Möglichkeit von der eigenen Xbox zu streamen nicht sonderlich begeistert war, da es hier doch viele technische Hürden zu nehmen gilt, u.

a.

diverse Freigaben am Router und möglichst ein 5-GHz-WLAN, war ich sehr neugierig, wie sich der zentral gesteuerte Dienst schlagen würde.

Seit letzter Woche ist es auch für deutsche Nutzer so weit – Project xCloud kann getestet werden. Neben einer Einladung von Microsoft (Registrierung via xbox.com), braucht ihr einen aktuellen Controller mit Bluetooth-Unterstützung und einen Androiden. Das Smartphone oder Tablet muss dabei selbst nicht auf dem aktuellen Stand der Technik (Android 6.0 reicht aus) sein, da lokal keine Berechnung anfallen, sondern nur gestreamt wird. Das merkt ihr schon daran, dass das Gerät auch nach längerem Spiel nicht großartig warm wird.

Ich habe xCloud bisher mit Forza Motorsport 7 und einem Telltale-Spiel ausprobiert.

Bei beiden Spielen hatte ich keine Probleme mit Latenzzeiten, d.

h.

meine Eingaben wurden umgehend umgesetzt.

Das war beim Stream von der heimischen Konsole noch ganz anders – von dort war Ori z.

B.

unspielbar.

 Da ich leider überhaupt keinen Vertrag mit Shootern habe, kann ich euch dazu leider nicht viel sagen, da es aber auch bei Forza auf schnelle Reaktionszeiten ankommt, gehe ich davon aus, dass das bei Halo und Co.

nicht viel anders sein wird.

Praktischerweise werden alle Spielstände synchronisiert, d.

h.

ihr spielt genau dort weiter, wo ihr auf der Konsole aufgehört habt.

Da sich der Dienst noch in der Beta befindet, sind zurzeit ca.

50 Spiele inkludiert, welche ihr nicht besitzen müsst, ihr könnt also auch Spiele zocken, die nicht in eurer Sammlung sind.

Alleine diese Tatsache dürfte Project xCloud schon für den ein oder anderen von euch interessant machen.

Der Start und das Verbinden der App mit dem Server gehen noch relativ schnell über die Bühne.

Der Start des Spiels dauert dann mitunter schon mal eine Minute, wobei die Zeiten durchaus mit den Startzeiten vor der heimischen Konsole vergleichbar sind.

Am rechten Rand des Smartphones informiert euch ein kleines Antennensymbol darüber, ob es Probleme mit der Verbindung gibt.

Solltet ihr dieses Symbol nicht sehen, ist alles in Ordnung und ihr könnt loslegen.

Nun zur Ausgangsfrage zurück, ist Project xCloud die Zukunft der mobilen Spiele? Ich glaube zumindest, dass es das werden kann.

Interessant ist die ganze Sache für alle, die auch unterwegs komplexere Spiele zocken wollen.

Den Gelegenheitsspieler, der nur mal eine Runde Candy Crush spielen will, wird man damit nicht abholen.

Für mich bedeutet „spielen“ seit der Einführung der ersten Xbox, das Zocken auf einer Konsole von Microsoft.

Für mich macht ein Spiel noch mehr Spaß, wenn man den Gamerscore nach oben treiben kann, dies macht Microsoft nun erstmal auch unterwegs möglich.

Neben dem Handy/Tablet soll Project xCloud ja auch auf Windows 10  und andere Geräte kommen.

Als Apple-Nutzer, hoffe ich schwer, dass Apple seine App-Store-Regeln ein wenig lockert und so Gamestreaming möglich macht.

Einmal kam es vor, dass das Spiel ohne erkennbaren Grund abgebrochen ist und ich wieder auf der Startseite gelandet bin, ein Neustart brachte mich jedoch wieder umgehend ins Spielgeschehen zurück.

Ich habe Project xCloud mittlerweile in drei unterschiedlichen Wi-Fi-Netzwerken (Glasfaser 100; DSL 16; Kabel 400) ausprobiert und es war unter allen Bedingungen gleichwertig.

Bei der Verwendung der mobilen Daten gab es gelegentlich Klötzchenbildung.

Den Datendurchsatz konnte ich auch messen, dieser betrug bei mir ca.

330 MB/10 Minuten, also gute 2 GB/Stunde.

Wo geht die Reise hin?

Wer von euch mit Android unterwegs ist, einen Bluetooth Controller sein Eigen nennt und gerne spielt, der sollte auf jeden Fall mal einen Blick riskieren, auch wenn ihr bisher noch nicht auf der Xbox gespielt habt.

Es bleiben aber noch viele Fragen offen.

Die Reise hat gerade erst begonnen, so hat sich Microsoft noch nicht abschließend über das Geschäftsmodell geäußert, zwar zeichnet sich ab, dass es Teil des Game Pass werden soll, aber könnten damit auch Preiserhöhungen für das Abonnement einhergehen? Was ist mit Spielen, die ich zwar gekauft habe, die aber nicht Teil des Game Pass sind? Kann ich diese dann nur über lokale Streaming abrufen? Es bleibt also auch in Zukunft spannend und bis zum finalen Start sind es ja mindestens noch 6 Monate hin.

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