Stehschreibtisch Ikea Skarsta ausprobiert

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2008 der große Lebensumschwung, was zur Folge hatte, dass ich dieses 2005 gegründete Blog mit zu meinem Beruf, eher zur Berufung machen konnte.

Home Office ist seitdem das Stichwort.

Home Office ist das Beste, was man haben kann, unter Umständen aber auch das Schlechteste.

Man muss sich natürlich am Riemen reißen und nicht so leicht ablenken lassen.

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Ich gehe also ins zwölfte Jahr Home Office.

Ich für mich kann sagen: Ich liebe mein Arbeitszimmer.

Es hat sich mit mir gewandelt.

Bevor ich zum eigentlichen Thema komme, ein paar Beweggründe für diesen Text.

Viele lesen hier seit Jahren mit, kennen meine Arbeit und mich.

Für neue Leser will ich aber noch ein paar Worte, quasi ein Vorwort, hinterlassen.

Ich lernte vor vielen Jahren mal einen handwerklichen Beruf, hatte dann aber die Chance, IT-Systemelektroniker zu werden.

Einer der ersten damals, die in dem Beruf ausgebildet wurden.

Abschlussprüfung irgendwas mit Novell NetWare, danach ein paar Jahre technischer Leiter bei einem PC-Spezialisten und abschließend vier Jahre Einzelhandel im Bereich Neue Medien.

199 Euro kostete der Tisch bei Ikea und wer irgendwann mal so etwas kaufen will: denkt an den Kabelfang.

Der ist nicht dabei und muss separat bestellt werden.

Knapp 13 Euro Zusatzkosten.

Ich entschied mich für das Modell mit 1,20 Meter Breite.

Langt mir dicke.

Soll ja auch nur das MacBook drauf, eine Lampe – vielleicht irgendwann ein Monitor.

Das Aufbauen war recht flott erledigt.

Die Füße und der Unterbau sind sehr robust, die Arbeitsplatte für einen Holzliebhaber absolut….

überraschend.

Überraschend leicht.

Also man merkt, dass das billig gepresst ist, aber es erfüllt schon seinen Zweck und ich habe bislang nichts zu meckern.

Viel Preise vergleichen, viel gewühlt.

Die große Erkenntnis für mich (und das kann bei jedem anders sein): Ich benötige keinen, der elektrisch hoch- und runterfahren kann.

Es soll(te) ja nur eine Alternative bleiben, an der ich gelegentlich arbeite, dann aber grundsätzlich im Stehen.

So zumindest der erste Plan.

Gelandet bin ich nun bei einem Skarsta von Ikea.

Für mich ein Novum, denn eigentlich bin ich kein Fan der meisten Möbel von Ikea, bin eher in der Echtholz- und rustikalen Ecke unterwegs, was mein Goliath, mein Hauptschreibtisch, ja auch zeigt.

Das Problem: Außer Sport habe ich keine Bewegung, bin an den Schreibtisch gefesselt.

Ich habe keine Rückenprobleme und liebe meinen harten Bürostuhl.

Sitzen ist aber bekanntlich für den Arsch und außerdem so dauerhaft gar nicht gut.

2015 habe ich es mal versucht, meinen Arbeitsplatz auf eine höher gelegte Kommode zu verlegen.

Irgendwie eine unbequeme und vor allem unflexible Schnapsidee.

Zwar erinnert mich die Apple Watch an das Aufstehen, aber die „verlangt“ halt nur ein Stehen von einer Minute pro Stunde.

Nicht mal das schaffte ich.

Das Stichwort Stehschreibtisch stand schon lange im Raum.

Quasi: meinen zweiten Schreibtisch rauswerfen und dafür einen Stehschreibtisch aufbauen.

Nun ist es so, dass ich den Großteil meines Lebens mit Gewichtsschwankungen zu kämpfen hatte (besser: habe.

So etwas wird man niemals los).

Und mit Gewichtsschwankungen meine ich, dass ich die meiste Zeit meines Lebens fett war.

Null Bewegung und viel essen.

Nicht das Falsche essen, aber viel – was wiederum auch falsch ist.

Das habe ich mittlerweile ganz gut in den Griff bekommen, denn durch täglichen Sport habe ich viele Kilo abgenommen und kann es mir leisten, ab und an über die Stränge zu schlagen.

Störte mich in den Anfangszeiten rumliegendes Zeug auf dem Schreibtisch nicht, entwickelte ich mich im Laufe der Jahre zu einem schlimmen Monk, der fast autistisch Dinge aufgeräumt an ihren Orten lagern muss.

Wenn ein Genie Chaos beherrscht, dann bin ich wohl keines.

Vielleicht auch doch, weil ich kein Chaos entstehen lasse.

Ich lege sehr viel Wert auf mein direktes Arbeitsumfeld, wenn es nicht passt, dann kann ich nicht arbeiten.

Wenn man den ganzen Tag an einem Platz ist, dann muss dieser perfekt für einen sein.

Für mich bedeutete dies: passende Ablagen, möglichst keine Kabel in Sicht, zwei Schreibtische und eben das Gefühl der Ordnung, für mich die „Luft zum Atmen“ im Office.

Wie erwähnt: Ich bin normalerweise kein Ikea-Kunde bezüglich der Möbel, kann nun aber nichts Schlechtes über den Skarsta sagen.

Ich habe ihn ein paar Mal zum Test hoch- und runtergekurbelt, das funktionierte alles sehr leichtgängig und präzise.

Beim Tippen wackelt nichts, obwohl die Platte des Schreibtisches sehr leicht ist und beim Aufbau das Gefühl mitbrachte, als sei sie aus ein paar Knäckebroten zusammengeleimt.

Nach dem Aufbau habe ich recht viel mit dem MacBook an meinem Zweit-Schreibtisch im Stehen gearbeitet.

Es ist schwer zu erklären.

Es stellte sich sehr flott ein Körpergefühl ein, welches sagte: „Ziemlich geil, lass mal mehr davon machen!“ Was also machen? Den iMac auf dem Hauptschreibtisch lassen, einen Monitor auf den Stehschreibtisch stellen und an diesen das MacBook anschließen? Ne, muss ja auch nicht sein, der Mac ist ja Hauptarbeitsplatz und eigentlich war es mein Plan, wesentlich mehr zu stehen als zu sitzen.

Also tatsächlich alles umgerissen.

iMac auf den Stehschreibtisch gestellt und fortan da gearbeitet.

Es fühlt sich gut an.

Und richtig.

Vermutlich eine Entscheidung, die ich vor Jahren schon hätte treffen sollen.

Aber so ist es ja mit manchen Entscheidungen, manchmal muss es eben „Klick“ machen im Kopf.

Sollte sich jemand also mal Gedanken machen, sich so etwas privat zuzulegen, dann kann er sich so einen ja auch mal anschauen.

Für mich passt es derzeit.

Dieser Schreibtisch wird also erst einmal mein Hauptarbeitsplatz, der bisherige bleibt aber auf jeden Fall im Raum, denn ich werde sicher auch einmal wieder sitzen, aber nur kurzzeitig, weil das Stehen tatsächlich für mich eine feine Sache ist.

Um den anderen Schreibtisch zu nutzen, will ich mir aber erst einmal demnächst einen Monitor besorgen:

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