Apple arbeitet seit Jahren daran, sein iPhone-Portfolio neu zu sortieren. Während die Branche längst auf faltbare Geräte setzt, hat der Konzern bisher gezögert. Nun verdichten sich die Hinweise, dass Cupertino nicht nur ein, sondern gleich zwei unterschiedliche Faltkonzepte verfolgt – und dass ausgerechnet ein kleines Foldable zum symbolträchtigen Modell werden könnte.
Nach aktuellen Informationen soll Apple zunächst ein großes faltbares iPhone auf den Markt bringen. Der Start dafür wird derzeit für September 2026 erwartet, gemeinsam mit der iPhone-18-Serie. Parallel dazu kursieren nun Renderbilder eines zweiten Geräts, das in eine ganz andere Richtung geht: ein kleines Klapp-iPhone, intern als iPhone20 Flip gehandelt.

Die Namensgebung deutet bereits an, dass dieses Modell nicht 2026, sondern 2027 erscheinen soll – im Jahr, in dem Apple das 20-jährige Jubiläum des iPhones feiert. Genau zu diesem Anlass soll auch das reguläre iPhone 20 vorgestellt werden. Das iPhone20 Flip würde damit als eine Art Begleitmodell in diese Jubiläumsgeneration rücken.
Ein bewusst konservatives Design
Während viele aktuelle Klapphandys auf große Außendisplays setzen, soll Apple beim iPhone20 Flip einen anderen Weg gehen. Die geleakten Renderbilder zeigen ein vergleichsweise kleines Außendisplay mit nur 1 Zoll Diagonale, das zusammen mit drei Kameras in einem quer angeordneten Modul sitzt.
Die Kameraausstattung soll dennoch auf Top-Niveau liegen:
- 48 Megapixel Hauptkamera
- 48 Megapixel Teleobjektiv
- 48 Megapixel Ultraweitwinkel
Im aufgeklappten Zustand bietet das Gerät angeblich ein 7 Zoll großes Innendisplay. Auf 3D-Gesichtserkennung soll Apple hier verzichten und stattdessen nur eine Frontkamera mit 16 Megapixeln verbauen. Das Display unterstützt ProMotion mit LTPO-Technik und einer Bildwiederholrate von 120 Hz.

Beim Gehäuse setzt Apple laut den Berichten auf Titan für den Rahmen, während das Scharnier aus Flüssigmetall bestehen soll. Der Bildschirm selbst soll von Samsung geliefert werden.
Leistung, Chip und die alte Akku-Frage
Im Inneren des iPhone20 Flip soll der A21 Pro arbeiten. Dieser Chip wird weiterhin im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt, allerdings in einer weiterentwickelten Version des Prozesses. Dadurch sollen auf gleicher Fläche mehr Transistoren Platz finden, was sowohl die Leistung steigert als auch den Energieverbrauch senkt.
Apple kann dabei offenbar auf Erfahrungen aus einem früheren iPhone-Air-Design zurückgreifen: Die Dicke des Geräts soll nur 5,5 Millimeter betragen. Der Preis für dieses extrem schlanke Design bleibt jedoch ein bekanntes Problem – die Akkukapazität fällt entsprechend begrenzt aus. Dennoch heißt es, dass die Laufzeit dank Software-Optimierungen für einen Tag Nutzung ausreichen soll.
Das kleine Außendisplay ist trotz seiner Größe nicht nur ein Statusfenster. Es soll Touch-Unterstützung bieten, Inhalte des Hauptdisplays spiegeln oder auch eigenständig Informationen anzeigen können. Technisch soll es dem Innendisplay weitgehend entsprechen und zusätzlich mit Ceramic Shield-Glas geschützt sein.
Zwei Foldables, zwei Zielgruppen
Die Strategie dahinter wirkt klar: Während das große Foldable als technisches Prestigeprojekt dient, soll das iPhone20 Flip vor allem handlicher, leichter und alltagstauglicher sein. Der Formfaktor eines kleinen Klapphandys macht es deutlich taschenfreundlicher, ohne bei Leistung oder Kameraausstattung große Kompromisse einzugehen.
Auch beim Preis soll sich dieser Unterschied widerspiegeln. Erwartet wird, dass das iPhone20 Flip deutlich günstiger ausfällt als das große faltbare iPhone. In Asien wird bereits über einen möglichen Einstiegspreis von 8.999 Yuan spekuliert.
Sollten sich diese Pläne bewahrheiten, würde Apple nicht nur spät, sondern gleich mit zwei sehr unterschiedlichen Interpretationen in den Foldable-Markt einsteigen – und ausgerechnet das kleinere, zurückhaltender gestaltete Modell könnte zum eigentlichen Symbol für den nächsten iPhone-Umbruch werden.
