Covid-19 Patienten durch explodierende Sauerstoffflasche in der Türkei getötet

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Neun Menschen sind nach der Explosion einer Sauerstoffflasche auf einer Intensivstation für Covid-19-Patienten in der Türkei gestorben, sagte der Gesundheitsminister.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, das Feuer habe sich im privaten Sanko Universitätskrankenhaus in Gaziantep ereignet, 530 Meilen (850 km) südöstlich von Istanbul. Das Krankenhaus gab an, dass die Opfer zwischen 56 und 85 Jahre alt sind. Das Feuer wurde schnell unter Kontrolle gebracht.

Die Erklärung besagt, dass 14 Intensivpatienten in andere Krankenhäuser verlegt wurden. Eine Untersuchung ist im Gange.

Der Gesundheitsminister, Fahrettin Koca, twitterte, dass neun Menschen in dem Feuer getötet worden seien, was die frühere Schätzung von acht Toten durch das Krankenhaus und das Büro des Gouverneurs von Gaziantep erhöhte. Es gab keine Erklärung für diese Diskrepanz.

Das Büro des Gouverneurs sagte, dass 19 Patienten in der Einheit waren, als ein Hochdruck-Sauerstoffgerät um 4.45 Uhr (1.45 GMT) explodierte. Abgesehen von den Todesopfern seien keine weiteren Personen bei dem Brand verletzt worden.

Intensivstationen in der ganzen Türkei haben derzeit eine 74%ige Bettenbelegung als Folge des Coronavirus-Ausbruchs, so die Angaben der Regierung, obwohl medizinische Verbände sagen, dass die Zahl höher ist und dass ihre Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten überfüllt sind.

Das türkische Gesundheitsministerium meldete am Freitag 26.410 neue Coronavirus-Fälle, womit die Gesamtzahl seit März auf 1,98 Millionen gestiegen ist. Die Zahl beinhaltet auch asymptomatische Fälle, die Ankara in den vier Monaten bis Ende November nicht gemeldet hat, was zu Kritik führte, dass die Regierung versucht, das Ausmaß des Ausbruchs im Land zu verbergen.

Die Türkei meldete am Freitag auch einen Tagesrekord von 246 Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19, womit die Gesamtzahl auf 17.610 stieg.

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