Afrobeat-Legende Tony Allen gestorben – Top News

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Eigentlich sollte Fela Kuti ja Zahnarzt werden, aber er hatte sich am altehrwürdigen Trinity College in London für Musik eingeschrieben.

Ende der 60er Jahre hatte er zudem in den USA selbstbewusste Funk-Musiker wie James Brown und Sly & the Family Stone kennen gelernt.

Als er nach Lagos zurückkehrte, wollte er afrikanische Musik machen, nicht bloß einen Abklatsch amerikanischer Soulmusik.

Um dieses Ziel zu erreichen, scharte der Sohn einer Upper-Class-Familie Musiker um sich.

Der wichtigste unter ihnen war Tony Allen.

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Er verband zusammen mit Fela Kuti Jazz, Funk und nigerianische Trommelrhythmen zu einem Sound und gilt damit als Mitbegründer des Afrobeat.

Jetzt ist der Schlagzeuger Tony Allen im Alter von 79 Jahren in Paris gestorben.

Er sei einer der vielleicht größten Schlagzeuger, der je gelebt hat – So rühmte Pop-Vordenker Brian Eno den Schlagzeug Tony Allen.

Der Nigerianer hatte mit seinem Landsmann Fela Kuti in den 70er Jahren den Afrobeat erfunden, ein pulsierendes Gemisch aus westafrikanischer High-Life-Musik und amerikanischen Funk.

Wie heute bekannt wurde, ist Tony Allen heute nacht in einem Pariser Krankenhaus gestorben.

Tony Allen wurde 79 Jahre alt.

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Als 1971 der britische Meistertrommler Ginger Baker von der Supergroup Cream nach Lagos kam, um mit Fela Kuti und Africa 70, wie die Band hieß, zu spielen, verwies der ihn auf die Rolle des zweiten Drummers.

Beim Live-Auftritt, der mitgeschnitten wurde, bezeichnete Kuti den Gastmusiker, der soeben ein brillantes, vibrierendes Solo hingelegt hatte, als „second drummer“, als “first drummer”, auch im übertragenen Sinne, nannte er Tony Allen.

Vom Radio in die Kommune

Selbst Ginger Baker war da “zweitranging“”

Ausstieg wegen finanzieller Querelen

Von Paris aus in alle Welt

Allen hatte in Lagos als Rundfunk-Techniker gearbeitet.

Das Schlagzeugspielen hatte er sich selbst beigebracht, beeinflusst von der Musik Westafrikas, vom quirligen High Life mit seinen fließenden Rhythmen und vom Jazz des schwarzen Amerika.

Fela Kuti als Sprachrohr und Tony Allen, für das rhythmische Fundament zuständig, schufen den Afrobeat.

Technisch ist er schwer zu bewerkstelligen, weil der Drummer geradezu verschiedene Metren in den Extremitäten haben muss.

Es dauerte also, bis diese Art zu spielen populär wurde, bis andere nachzogen.

Er verband zusammen mit Fela Kuti Jazz, Funk und nigerianische Trommelrhythmen zu einem Sound und gilt damit als Mitbegründer des Afrobeat.

Jetzt ist der Schlagzeuger Tony Allen im Alter von 79 Jahren in Paris gestorben.

Trotzdem bezahlte Fela Kuti den kongenialen Musiker nachlässig.

Der ließ sich das nicht bieten.

1979 stieg Allen aus und zog nach Paris.

Hier wohnte und arbeitete er seitdem.

Er nahm Alben unter eigenem Namen auf oder arbeitete als hochgeschätzter sideman im Studio und auf der Bühne.

Unter anderem engagierte ihn Damon Albarn, der mit der Britpop-Band Blur Karriere gemacht hatte, engagierte den Weltklasse-Drummer für sein Band-Projekt The Good, The Bad And The Queen.

Fela Kuti war klar, was wer an Tony Allen hatte.

Seine kämpferischen, anti-kolonialen Tiraden unterlegte der Musiker, der auch als Bandleader fungierte, mit stolpernden, hypnotischen Patterns, dem Afrobeat eben.

Ein höchst eigenwilliges Idiom, das sich auch auf die Lebensweise auswirkte.

Afrobeat-Rebell Kuti lebte mit diversen Ehefrauen und den Musikern in einer Kommune.

Er gründete einen Live-Musikclub namens The Shrine in Lagos und spielte an die 40 Alben mit dem kongenialen Tony Allen an den Drums ein.

HipHopper und moderne R’n’B-Künstlerinnen wie Janelle Monáe sampeln Afrobeat-Produktionen, jüngere JazzkünstlerInnen aus Nord-Amerika und Europa nutzen ihn als Grundlage für sogenannten „Post-American Jazz“.

Den stets bescheidenen Großmeister am Schlagzeuger dürfte diese Form der Anerkennung stolz gemacht haben.

Wie sein Manager dem BR am Telefon bestätigte, ist Tony Allen letzte Nacht in Paris an Herzversagen gestorben.

Rest In Peace, Mr.

Tony Allen – Thanks For The Great Music!

Afrobeat-Legende Tony Allen gestorben

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