Am Rand der Gesellschaft: Aufzeichnungen von Mark Lanegan – Top News

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“Mein Herz ist so schwarz wie die Nacht” und “vom Ende der Traurigkeit” singt er in einer Kakophonie mit Gesang – und von seinem Grab.

Da müssen wir erst mal Luft holen und greifen zum Buch: Zu seiner Autobiographie, die parallel zum neuen Album erschienen ist, bislang nur auf Englisch.

Sie heißt: “Sing Backwards And Weep”.

Diese Biographie zu schreiben sei gewesen, wie sich jeden Tag aufs Neue unter einen Berg beschissener Erinnerungen zu begeben, sagt der Musiker.

Die Leichen waren alle begraben, und jetzt kamen sie alle wieder hoch.

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Doch es gibt auch neue Seiten des Musikers zu entdecken.

Balladen, die etwas optimistischer als seine sonstigen Songs klingen.

In “Ballad of a Dying Rover” hören wir Led Zeppelins John Paul Jones am Mellotron.

Man möchte bei diesem Stück an Leadbellys “Where Did You Sleep Last Night?” denken.

Mark Lanegan ist großer Leadbelly-Fan.

Gemeinsam mit Kurt Cobain, mit dem er schon befreundet war, bevor der mit Nirvana unsterblichen Ruhm erreichte, coverte er Leadbellys Song und vor dreißig Jahren wurde er auf Lanegans erstem Solo-Album “The Winding Sheet” veröffentlicht.

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Seiner Alkoholsucht wollte er mit Heroin beikommen: der US-Sänger Mark Lanegan, ehemaliger Frontmann der Screaming Trees.

Parallel zu seiner Autobiographie hat er nun ein neues Album veröffentlicht: “Straight Songs Of Sorrow”.

Lustig klang Mark Lanegan noch nie.

Schon nicht mit den Screaming Trees, damals in den Achtzigern und Neunzigern.

Moll ist Lanegans Metier.

Und man sieht ihm auch an, dass er ein intensives Leben mit vielen “lows” gelebt hat.

Schon immer kam seine Stimme von weit unten.

Aber so hart und gnadenlos wie auf dem Opener seines neuen Albums “Straight Songs Of Sorrow” klang er selten.

Unverkennbar ist Mark Lanegan immer schon gewesen.

Das hat er natürlich seiner Stimme zu verdanken, seinem Bariton: gequält, pastoral und dramatisch klingt er immer schon.

Und von der Einsamkeit singt er auch schon immer.

Alles, was in seinen Songs immer anklang, bestätigt er nun im Buch: Den Alkoholmissbrauch.

Die Drogensucht.

Exzesse.

Eigenes Versagen.

Und auch noch Obdachlosigkeit kam dazu…

Aktuelle Debatten, neue Filme und Ausstellungen, aufregende Musik und Vorführungen.

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Für Mark Lanegan ist das Album zum Buch mehr kathartische Erfahrung gewesen, als das Buch zu schreiben.

Das Buch sei eine Strafe gewesen, die Songs seien nun die Belohnung dafür.

Für die Fans des Meisters der Dunkelheit ist beides eine Freude.

Lanegan hat mit vielen Musikern gespielt, war Gastvokalist bei anderen Combos, hat eigene Bands gegründet, sie wieder hingeworfen und allein weitergemacht.

Immer wieder startete er neue Projekte und veröffentlichte regelmäßig Musik.

Ruhelos, getrieben.

Er hat Duette mit Sängerinnen gesungen, deren Stimmen sich harmonisch an seine schmiegten, so wie einst bei Nancy Sinatra und Lee Hazlewood und schon seit langem interessiert sich Lanegan für elektronische Musik, was auf “Straight Songs Of Sorrow” auch hörbar wird.

Moll ist sein Metier

Eine kathartische Erfahrung

Erst letztes Jahr hatte Mark Lanegan ein Album veröffentlicht.

Jetzt aber wollte er sein Buch mit extra Songs begleiten, Stücke über prekäre Lebensumstände, Songs für und über bestimmte Personen, die zu beschreiben ihm textlich so schwer gefallen waren.

Seiner Alkoholsucht wollte er mit Heroin beikommen: der US-Sänger Mark Lanegan, ehemaliger Frontmann der Screaming Trees.

Parallel zu seiner Autobiographie hat er nun ein neues Album veröffentlicht: “Straight Songs Of Sorrow”.

Am Rand der Gesellschaft: Aufzeichnungen von Mark Lanegan

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