Avantpop als Familienunternehmen: Aksak Maboul mit “Figures” – Top News

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Aksak Maboul – das war anfangs die Vision einer jungen Musikergeneration, die im Niemandsland zwischen Rock, Jazz und Klassik eine eigene Klangästhetik entwickeln wollte.

Inzwischen ist es ein Familienunternehmen: Sängerin Veronique Vincent schreibt alle Texte, ihr Lebensgefährte Marc Hollander spielt Tasten- und Blasinstrumente, hat alles komponiert und das Album auch produziert.

Die gemeinsame Tochter Faustine spielt Bass, singt und war Koproduzentin.

Außerdem gehören noch Gitarrist Lucien Fraipont und Schlagzeuger Erik Heestermans fest zur Band.

Bei “Figures” haben außerdem rund ein Dutzend Gäste mitgewirkt – neben jungen belgischen Musikern auch aus frühen Aksak Maboul-Besetzungen Fagottist Michel Berckmans und Fred Frith an Gitarre und Bratsche.

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“Figures” überzeugt durch seine Verspieltheit, seine genreübergreifende Musikalität, seine souveräne Erweiterung herkömmlicher Pop-Schemata – als hätte Aksak Maboul die Stärken vergangener Tage noch einmal gebündelt und in eine zeitgemäße Song- und Sound-Landschaft überführt.

Ein Album mit Langzeitwirkung.

Manche Songs des neuen Albums klingen wie psychedelisch angehauchte Chansons.

Aber es tauchen auch Lounge-Klänge, Krautrock und Freak-Jazz à la Frank Zappa auf.

Und zwischen die Songs schieben sich experimentelle, meist instrumentale Zwischenspiele.

Es ist erstaunlich, wie nahtlos Aksak Maboul nach fast vier Jahrzehnten an frühere Stärken anzuknüpfen vermag.

Da ist einerseits der Hang zu einprägsamen, pop-affinen Gesangsmelodien, andererseits die Fähigkeit, Einflüsse aus so verschiedenen Genres in die Arrangements einfließen zu lassen, manches klingt nach Minimal Music, anderes nach Prog-Rock oder nach improvisiertem Jazz.

Und zwischendurch taucht auch noch das eine oder andere Mini-Hörspiel auf – einmal mit Steve Brown von der Band Tuxedomoon als dem männlichen Gegenspieler von Sängerin Veronique Vincent.

Aktuelle Debatten, neue Filme und Ausstellungen, aufregende Musik und Vorführungen.

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Wenn eine Band gut drei Jahrzehnte Pause macht, kann da ein Neustart gelingen? Die belgische Band Aksak Maboul hat in den letzten Jahren zunächst ihre Geschichte aufgearbeitet und krönt ihr Comeback nun mit einem Doppelalbum.

Ende der 1970er und zu Beginn der 1980er Jahre war die belgische Band Aksak Maboul die international bekannteste Band ihres Heimatlandes.

Zwei bahnbrechende frühe Alben wurden in allen wichtigen Musikzeitschriften besprochen, ihre Mitgliedschaft in der europäischen Musikervereinigung Rock in Opposition machte sie zusätzlich bekannt.

1984 löste sich Aksak Maboul auf – Gründer Marc Hollander widmete sich seinem Label Crammed Discs.

Seit 2014 gibt es Aksak Maboul wieder – zunächst erschienen Neuauflagen der ersten beiden Alben “Onze Danses Pour Combattre la Migraine” und “Un Peu de l’Âme des Bandits”, dann wurden Aufnahmen für ein verschollenes drittes Album aus den Archiven geholt, klanglich aufpoliert und neu abgemischt, und schließlich wurde das “Ex-Futur Album” mit einer neu zusammengestellten Band auch live präsentiert.

Krönung des Comebacks ist jetzt ein Doppelalbum mit neuen Studioaufnahmen: “Figures”.

Die BR KulturBühne – ein Platz für Konzerte, Events, Debatten und auch großes Vergnügen.

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Vom Avantgarde-Projekt zum Familienunternehmen

Alte Stärken in neuem Gewand

Das Doppelalbum “Figures” von Aksak Maboul ist auf CD, Vinyl und als Download bei Crammed Discs / Indigo erschienen.

Wenn eine Band gut drei Jahrzehnte Pause macht, kann da ein Neustart gelingen? Die belgische Band Aksak Maboul hat in den letzten Jahren zunächst ihre Geschichte aufgearbeitet und krönt ihr Comeback nun mit einem Doppelalbum.

Avantpop als Familienunternehmen: Aksak Maboul mit “Figures”

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