Bühnenverein fordert Planungssicherheit für Theater – Top News

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Wegen der “massiven steuerlichen Einnahmeausfälle”, die in den Städten und Gemeinden zu erwarten seien, fürchtet der Bühnenverein eine entsprechend “massive Beschädigung” der Theater- und Orchesterlandschaft.

Der Bühnen-Lockdown dürfte also noch Monate anhalten, auch, wenn andere Theatermacher, wie Dieter Hallervorden, durchaus Vorschläge für einen Spielbetrieb trotz Corona-Krise gemacht haben.

Doch kaum jemand kann sich derzeit so recht mit dem Gedanken anfreunden, jeden zweiten Sitzplatz frei zu lassen oder gar ganze Reihen im Zuschauerraum nicht zu besetzen, um das Abstandsgebot einzuhalten.

200 Leute in einem Theater mit tausend Plätzen? Da winkt auch Bayerns Kunstminister Bernd Sibler ab, er sprach gegenüber dem BR von einem “Draufzahl-Geschäft”.

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Dass der Unmut groß ist, zeigen Äußerungen wie die von Weimars Intendant Hasko Weber.

Er sieht die Kultur generell vernachlässigt: “Die Kultur wird oft vergessen oder in Zusammenhänge nach Biergärten und Autohäusern gebracht.

Wir sind mit dem, was wir tun, ein wichtiger Teil der Grundversorgung und Bestandteil der Demokratie.

” Durch die Pandemie seien “Defizite in der kulturellen Teilhabemöglichkeit” entstanden, Deutschland verzichte gerade mit Blick auf die Kultur auf “wichtige Bestandteile unseres Lebens”.

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Warum stufen Politiker Theater in der Krise nicht als systemrelevant ein? Bühnenvertreter sehen darin ein fatales Signal und eine “massive Beschädigung”.

Sie verlangen Klarheit und halten eine schrittweise Normalisierung für dringend geboten.

Die laufende Spielzeit an deutschen Theatern dürfte vorbei sein, nicht nur an der Bayerischen Staatsoper, die alle Vorstellungen bis September absagte, und in Regensburg, wo der Betrieb gestern ebenfalls bis Herbst offiziell eingestellt wurde.

“Der Entschluss schmerzt ungemein”, hatte Intendant Jens Neundorff von Enzberg betont, “ist aber wichtig und vernünftig.

Je konsequenter wir jetzt sind, umso schneller können wir zum Saisonstart im Herbst hoffentlich zu einer gewissen Normalität zurückkehren.

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Ulrich Khuon, der Präsident des Bühnenvereins, im Hauptberuf Intendant am Deutschen Theater in Berlin, wird noch deutlicher: “Gerade in diesen Zeiten ist es fatal, die Künste nicht als systemrelevant zu erachten.

Sie können der Gesellschaft Halt geben und dabei helfen, wieder Hoffnung zu schöpfen.

Die Theater sollten den Menschen als Orte des Austauschs offen stehen, gerade weil davon auszugehen ist, dass wir noch monatelang Einschränkungen des öffentlichen Lebens hinnehmen müssen.

Wir können unseren Beitrag dafür leisten, dass die Gesellschaft nicht vereinsamt und auseinander bricht.

” Zwar hätten die meisten Häuser schnell neue digitale Angebote ins Netz gestellt, diese seien aber “langfristig kein Ersatz”.

“Situation ist sehr ernst”

Theaterbesuche können einer Gesellschaft halt geben

“Nach Biergärten und Autohäusern”

Der Deutsche Bühnenverein ist nicht von ungefähr sehr beunruhigt, wie einer Pressemitteilung zu entnehmen ist, die Situation sei sehr ernst und “nicht aus eigener Kraft monatelang zu stemmen”.

Marc Grandmontagne, Direktor des Verbands, drängt darauf, “bei der Kultur vorsichtig nach vorne zu blicken”: “Wir bedauern sehr, dass es keine Klarheit für unsere Häuser gibt.

” Eine “schrittweise Normalisierung” sei von Nöten: “Die unscharfe Regelung zu Großveranstaltungen darf nicht einfach auf Theater und Orchester angewendet werden.

Dabei müssen gesundheitsschützende Aspekte ausreichend berücksichtigt werden.

Die Theater und Orchester werden sich dieser Aufgabe mit großem Verantwortungsbewusstsein, mit Kreativität und im Sinne der Gesellschaft stellen.

Warum stufen Politiker Theater in der Krise nicht als systemrelevant ein? Bühnenvertreter sehen darin ein fatales Signal und eine “massive Beschädigung”.

Sie verlangen Klarheit und halten eine schrittweise Normalisierung für dringend geboten.

Bühnenverein fordert Planungssicherheit für Theater

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