Darum ist Ed O’Briens Debüt “Earth” der perfekte Sound zu Corona – Top News

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In der erblickt Ed O´Brien durchaus etwas Positives: “Die Pandemie ist der Silberstreif in der Klimakatastrophe, auf die wir zusteuern.

Und genau das, was wir gebraucht haben.

Denn die Dinge werden nie wieder so sein, wie sie mal waren.

Wahrscheinlich erleben wir die größte Rezession aller Zeiten.

Aber wir wissen ja auch, dass wir uns ändern müssen – weil der Planet, auf dem wir leben, das nicht mehr lange mitmacht.

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Vielleicht ist das der Moment, an dem mehr Leute, Politiker und Wirtschaftsbosse aufwachen.

Das Britische und das Brasilianische vereint O´Brien auf “Earth” – seinem Solo-Debüt, das sich als spannender Grenzgang zwischen den Kulturen erweist: Ein Hybrid aus Gitarrenrock und Electronica – Rave, Folk und Latin-Vibes.

Gewürzt mit mahnenden Texten über die sozio-politischen Missstände der heutigen Zeit: Trump, Brexit, Bolsonaro, aber auch die fortschreitende Rodung des Regenwalds: “Es ist schlimm, was da passiert.

Und das Tragische ist, als wir 2013 in Brasilien waren, herrschte dort großer Optimismus.

Denn sie hatten Mineralquellen entdeckt und hofften, wirtschaftlich autark zu werden.

Der Arbeiterpartei um Lula und Dilma gelang es, Menschen aus der Armut herauszureißen, ihnen Bildung zu geben und für eine gesellschaftliche Revolution zu sorgen.

Insofern ist es traurig, was daraus geworden ist.

Bolsonaro ist ein weiterer Trump.

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Das “Sambódromo” in Rio hat ihn umgehauen, ansonsten findet er Brasiliens Gegenwart eher “traurig”: Radiohead-Gitarrist Ed O’Brien hat auf seinem ersten Solo-Album das Ohr am Klang der Welt, schwankt aber zwischen Hoffnung und Zweifel.

Offiziell gönnt sich die englische Band Radiohead gerade eine Verschnaufpause – die ihre Mitglieder jedoch nicht für Müßiggang, sondern für diverse Solo-Projekte nutzen.

Wie Gitarrist Ed O´Brien, der mit “Earth” seinen allerersten Alleingang vorlegt: Ein Album, das zwischen Brasilien und Wales entstanden ist, einen ungewöhnlichen Sound aufweist und mit sozio-politischen Texten glänzt.

Ganz nebenbei liefert es auch noch – natürlich ungewollt – den perfekten Soundtrack zur Coronovirus-Krise.

Ed O´Brien bemüht sich um Optimismus.

Seit Ende März steht der 1,96-Meter-Mann unter Quarantäne.

Er hat sich bei einem Fernsehauftritt in Paris mit dem Coronavirus infiziert – ohne große Komplikationen.

Die unverhoffte Auszeit verbringt er mit der Familie auf seinem Landsitz in Wales und gibt Interviews, in denen er stets dasselbe erklären muss, etwa, was ihn nach 29 Jahren Radiohead zum Solisten gemacht hat.

Die Antwort ist ein Südamerika-Trip von 2013: “In Brasilien hatte ich eine Reihe von Eingebungen.

Die erste bestand darin, ‘Screamadelica’ von Primal Scream zu hören, das mich umgehauen hat.

Ich dachte: ‘Das ist die Art von Musik, die ich machen möchte.

‘ Die zweite war, das Sambódromo beim Karneval in Rio zu besuchen.

Eine solche Show habe ich noch nie erlebt: Eine Explosion aus Licht, Rhythmen und Liebe.

Ein unvergesslicher Moment.

Auch da dachte ich: ‘Egal, was ich mache, ich muss unbedingt ein paar Elemente davon aufgreifen.

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“Earth” erscheint als Download (10,99 Euro), CD und Vinyl (16,99 bzw.

29,99 Euro) beim Label Capitol (Universal Music).

Im Herbst plant Ed O’Brien auch eine kurze Club-Tournee in Deutschland.

Starke Worte eines starken Debütanten, der mit “Earth” so etwas wie das fehlende Bindeglied zwischen “OK Computer” und “Kid A” vorlegt.

Sprich: Das beste Album, das Radiohead nie gemacht haben.

Und dessen Ideenreichtum, Frische und Vielfalt sich hoffentlich auch auf die immer komplexere Musik des Quintetts aus Oxford auswirkt.

Doch noch – so O´Brien – haben die Kollegen sein Werk nicht gehört: “Es ist lustig, aber die Frage wird mir oft gestellt.

Eben: ‘Was halten die anderen davon?’ Dabei bin ich bereits das vierte Radiohead-Mitglied, das ein Solo-Album veröffentlicht.

Und bislang kam niemand auf die Idee, die anderen darüber in Kenntnis zu setzen oder ihnen etwas vorzuspielen.

Bislang habe ich jedenfalls nichts von ihnen gehört – und erwarte das auch nicht.

Denn wir haben eine ungeschriebene Regel, die besagt: ‘Jeder lässt jeden sein Ding machen.

‘ Das ist die Art, wie die Band funktioniert.

Wachen die Wirtschaftsbosse durch die Corona-Krise auf?

Traurig, was unter Bolsonaro aus Brasilien wurde

Was halten die anderen davon?

Das “Sambódromo” in Rio hat ihn umgehauen, ansonsten findet er Brasiliens Gegenwart eher “traurig”: Radiohead-Gitarrist Ed O’Brien hat auf seinem ersten Solo-Album das Ohr am Klang der Welt, schwankt aber zwischen Hoffnung und Zweifel.

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