Der Look der Apokalypse: Bunt statt Survival-Style – Top News

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Der Weltuntergang ist in Mode: Auf der Pariser Fashion-Week Anfang März, wenige Tage vor dem Lockdown in vielen europäischen Ländern, zeigt der spanische Modeschöpfer Balenciaga seinen Look für die kommende Wintersaison: Bodenlange Roben erinnern an die schwarzen Gewänder der Pestdoktoren des Mittelalters.

Es sind kastenförmige, übergroße Anzüge, hochgeschlossene Kragen und Kapuzen in dunklen Farben zu sehen.

In der Endzeit trägt man in Hollywoodfilmen und auf den Laufstegen der Modeschöpfer futuristische Survival-Klamotten in düsteren Farben.

Dagegen lebt der “Pandemie Look” in Corona-Zeiten von fröhlicher, bunter und individueller Kleidung.

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Seit Montag haben die Friseure wieder geöffnet.

Mehr als einen Monat waren die Menschen mit ihren Haaren auf sich alleine gestellt.

Mittlerweile ist schon die Rede von einem “Pandemie-Look” zur Corona-Zeit: Jogginghosen, missratene Frisuren und selbstgemachte Schutzmasken.

Wie man sich passend zum Weltuntergang kleidet, darüber machen sich nicht nur Modeschöpfer seit Jahrhunderten Gedanken.

Die Mode als Form der Krisenbewältigung: Das fällt Barbara Vinken, Modetheoretikerin und Professorin an der Ludwig Maximilians Universität München, am “Krisen-Look” schon länger auf: “Die Maske ist eigentlich die Überhöhung dieser Bedrohung durch eine Umwelt, die als bedrohlich und infizierend empfunden wird und vor der man sich schützen muss”, sagt Barbara Vinken.

Weltuntergangs-Stil ist in Mode

Maske gegen Bedrohung durch die Umwelt

Apokalyptische Mode in Hollywoodfilmen

Masken sind hübsch, bunt und fröhlich

Die Accessoires der Endzeit-Mode sind Gasmasken, Schutzbrillen, Tarnfarben, schwere Stiefel und Gegenstände, die Waffen nachempfunden sind.

Jenseits der Pariser Laufstege bieten “Survival Shops” Überlebensgarderobe an.

Seit Neuestem gibt es dort Corona-Schutzmasken zum Beispiel aus “Drachenhaut”.

Beliebt sind auch Ledermasken mit Atemgitter und Biohazard-Zeichen, also dem Symbol für lebensbedrohliche Gefahr.

In der Endzeit trägt man in Hollywoodfilmen und auf den Laufstegen der Modeschöpfer futuristische Survival-Klamotten in düsteren Farben.

Dagegen lebt der “Pandemie Look” in Corona-Zeiten von fröhlicher, bunter und individueller Kleidung.

Zeichnungen aus dem Mittelalter dokumentieren den Look der Flagellanten: Der Kopf war von einer Kapuze verhüllt, darüber trugen sie einen Hut.

Während der Prozedur war ihr Oberkörper nackt und sie trugen nur ein weißes Hüfttuch, um an Jesus Christus zu erinnern.

Während ihren Prozessionen trugen sie Mäntel, die mit einem roten Kreuz versehen waren.

Jeder Flagellant hatte in der rechten Hand eine Geißel mit eisernen Spitzen.

Wie sich Kleidung während der Krise anpasst, dass ist aus der Pestzeit bekannt.

Um die Seuche als Strafe Gottes abzuwenden, schlossen sich Hunderte den sogenannten Geißelzügen an.

Die Geißler, auch “Flagellanten” genannt, inszenierten öffentliche Selbstgeißelungen, um sich so von ihren Sünden zu reinigen.

Die Corona-Krise pflegt da einen ganz anderen Stil, den “Pandemie-Look”.

Dazu gehören Jogginghosen, selbst geschnittene Haare und bunte Mund-Nasenschutz-Masken.

Bereits seit einigen Jahren sind die Looks der post-apokalyptischen Weltentwürfe in der Filmwelt allgegenwärtig: Für den Film “Das 5.

Element” entwarf der französische Stardesigner Jean-Paul Gaultier die Ausstattung der Schauspieler.

Mit seinen post-futuristischen Kostümen gab er dem Film einen Look von ikonographischer Qualität: Weiße Stoffstreifen, die nur ein paar wenige Körperstellen verhüllen, viel Leder, knallige Farben und tiefe Ausschnitte.

Anna Schindler, Mitarbeiterin der Regensburger Firma Owayo, stellt nun Schutzmasken statt Sporttrikots her: “Die Masken sind fröhlich, mit bunten Farben, hübschen Motiven, mit freundlichen, aufmunternden Sprüchen.

Die Maske wird nicht als reine Schutzmaßnahme gesehen, sondern als Möglichkeit, sowohl ein modisches, als auch ein inhaltliches Statement zu setzen: Wir sehen super aus, während wir uns gegenseitig schützen.

Der Look der Apokalypse: Bunt statt Survival-Style

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