Jazzer entdeckt Berlins perfekten Sound “Stadt der Nachtigallen” – Top News

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“Ihr Repertoire umfasst durchschnittlich 190 unterschiedliche Strophentypen, mit einer Länge von zwei bis vier Sekunden.

Die Strophen bestehen aus dichtgereihten Doppel- oder Einzeltönen, die auf verschiedene Weisen miteinander kombiniert werden.

Die Meistersänger zwitschern, flöten und trillern, wechseln Lautstärke, Tonhöhe und Tempo, produzieren schnelle Koloraturen oder langegezogene sehnsuchtsvoll klingende Laute”, sagt Eva Mattes.

Die Schauspielerin fügt alle Informationen über die Nachtigallen hinzu – und die Bedeutung der Vögel in der Literatur.

Dabei wählt sie mit ihrer angenehm ruhigen Stimme einen unaufgeregten und klaren Erzählton.

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Der amerikanische Jazzmusiker und Philosoph David Rothenberg liebt den Klang der Nachtigallen, besonders der Berliner.

Er zeigt, warum der Gesang Künstler schon immer fasziniert hat, spielt mit der Klarinette mit und gegen ihn an.

Ein Hörbuch-Tipp

“Ich wollte Musik mit der Natur um mich herum machen, um zu erreichen, dass wir uns ihr stärker verbunden fühlen.

Ich wollte herausfinden, wie wir die Verbindung zu unserer Umwelt besser gestalten können”, sagt Rothenberg.

Wie sein großes Vorbild Paul Winter, der Wal- und Vogelstimmen in seine Musik mischt, ist auch der Jazzmusiker und Philosoph David Rothenberg von Tierstimmen inspiriert.

Den faszinierendsten Sound hat er jedoch bei den Berliner Nachtigallen gefunden.

So folgte er ihren Gesängen durch die wilden Parkanlagen der Hauptstadt und ließ sich mit seiner Klarinette auf die tierischen Meistersänger ein.

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Der Experimentalmusiker David Rothenberg sieht die Singvögel als Klangkünstler einer anderen Spezies.

Ihr Gesang dient, so Rothenberg, nicht einzig und alleine der Arterhaltung, sondern folgt auch künstlerischen und ästhetischen Gesetzen.

Deshalb jamt er mit ihnen und anderen befreundeten Musikern, wie etwa dem türkischen Musiker Korhan Erel oder einer deutsch-iranischen Jazzsängerin.

“Zusammen machen wir Musik, die keiner von uns alleine erschaffen könnte.

Auf welche Weise wir tatsächlich miteinander kommunizieren und was das tatsächlich bedeutet, wissen wir nicht.

Wir können mit ihr etwas ausdrücken, denn im Gegensatz zu Sprache, die spezifische Dinge bezeichnet, steht Musik für sich selbst: Rhythmus, Harmonie, Melodie, Gefühl, und ich glaube, dass andere Wesen das wahrnehmen können.

190 Strophentypen hat die Nachtigall parat

Jam-Sessions mit Vögeln

Davon setzen sich hörbar die lebhaften Aufnahmen mit David Rothenberg ab.

Julian Mehne, sprachlicher Übersetzer der Original-Töne des amerikanischen Musikers sind äußerst lebendig.

Und so klingt Rothenbergs Begeisterung den Nachtigallen gegenüber sehr authentisch: “Das Nachtigall-Männchen singt eine bestimmte Sequenz, die die Wissenschaftler als sexy-sound bezeichnen …, was sich irgendwie rau anhört wie ein Wha-Wha- Effekt auf einer Gitarre.

Und man hat beobachtet, dass dieser Ton die Weibchen wahnsinnig macht.

Also hat man sich logischerweise gefragt, warum das Männchen diesen Ton nicht die ganze Zeit macht, wenn die Weibchen so darauf abfahren.

Aber eigentlich zeigt das nur, dass du deine coolsten musikalischen Effekte nicht die ganze Zeit spielen kannst, sonst verlieren sie an Effektivität.

Der amerikanische Jazzmusiker und Philosoph David Rothenberg liebt den Klang der Nachtigallen, besonders der Berliner.

Er zeigt, warum der Gesang Künstler schon immer fasziniert hat, spielt mit der Klarinette mit und gegen ihn an.

Ein Hörbuch-Tipp

Das Feature unter der Regie von Vera Teichmann: “Stadt der Nachtigallen – Berlins perfekter Sound” ist bei Argon erschienen.

Das poetisch-informative Hörbuch “Stadt der Nachtigallen – Berlins perfekter Sound” mit Eva Mattes, David Rothenberg, seinen Klarinetten-Klängen, den wunderbaren Gesängen der Nachtigallen und anderer Sängerinnen, mischt sich zu einem akustischen Frühlings-Kaleidoskop.

Erfrischend, inspirierend und sinnlich.

Jazzer entdeckt Berlins perfekten Sound “Stadt der Nachtigallen”

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