Keine Schule, keine Kita – um Oma und Opa zu schützen? – Top News

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Im evangelischen Alten- und Pflegeheim der Inneren Mission in Dachau ist die Gefahr, die vom Corona-Virus ausgeht, nicht weit weg, sondern sehr nah: Eine Mitarbeiterin ist erkrankt, ein Bewohner steckte sich an.

Betroffene wurden isoliert, gemeinsame Aktivitäten abgesagt.

Inzwischen sind die Mitarbeiterin und der Bewohner wieder gesund.

Die Angst ist geblieben.

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Kinder müssen auf ihre Kita-Freunde, auf den Spielplatz und auf den Besuch bei den Großeltern im Seniorenheim verzichten, um diese vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen.

Noch ist nicht abzusehen, welche Folgen diese Isolation hat.

Keine Schule, kein Kindergarten, keine Treffen mit Freunden.

Seit sechs Wochen sind Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen.

Kinder dürfen auf Spielplätzen nicht mehr miteinander spielen.

Ihre Großeltern, die in einem Senioren- oder Pflegeheim leben, dürfen sie nicht besuchen.

Unter der Isolation leiden Enkel und Großeltern.

Auf Dauer könne es aber nicht so weitergehen, sagt Silvia Große, “weil wir unseren Bewohnern in der letzten Lebensphase ein Zuhause geben wollen und das können wir nicht, wenn es nur Restriktionen gibt.

Seit sechs Wochen von der Außenwelt abgeschnitten

Pflegekräfte können keine Familie ersetzen

Wann überwiegt der psychische Schaden?

Kinder während dem Homeoffice betreuen

Corona als Stresstest für Familien

Rund 150 Senioren leben derzeit in der Einrichtung.

Zwei Drittel der Bewohner sind pflegebedürftig.

Seit sechs Wochen kommt kein Besuch mehr, sie sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Das seien schwere Einschnitte für die Bewohner, die diese aber bislang gut verkraften, sagt Silvia Große, Leiterin der Einrichtung.

Kinder müssen auf ihre Kita-Freunde, auf den Spielplatz und auf den Besuch bei den Großeltern im Seniorenheim verzichten, um diese vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen.

Noch ist nicht abzusehen, welche Folgen diese Isolation hat.

Langfristige Folgen werden sich laut Ethiker Peter Dabrock vor allem bei Kindergartenkindern bemerkbar machen.

Für ihn stellt sich die Frage: Wann ist der soziale Schaden so groß, dass er kaum noch gegen den Infektionsschutz aufzuwiegen ist?

Denn egal wie gut sich die Pfleger um die Senioren kümmern: Die Familie können sie nicht ersetzten.

“Wir können ihnen nicht geben, was ihnen ein Angehöriger gibt”, sagt Große.

Aber wie lange lassen sich Menschen sozial isolieren? Vereinsamt die Person? Stirbt sie gar in der Isolation?

Die Corona-Krise trifft Kinder hart, auch wenn sie nicht zur Risiko-Gruppe gehören.

Die Münchnerin Birgit Seidl-Bisani hat deshalb eine Petition gestartet, um auf die Situation von Kindern und Familien in der Corona-Krise aufmerksam zu machen.

Birgit Seidl-Bisani hat einen einjährigen Sohn.

Die soziale Isolation sei für ihn fürchterlich.

Keine Schule, keine Kita – um Oma und Opa zu schützen?

Die Corona-Krise ist ein Stresstest für viele Familien.

Und nicht nur das: Bildungsforscher fürchten, dass Kinder aus sozial benachteiligten Familien zu den Verlierern der Corona-Krise gehören.

Weil ihre Eltern bei Schularbeiten oft nicht helfen können, wirkt sich der Wegfall des Unterrichts auf diese Kinder besonders dramatisch aus.

“Ganz viele Kinder werden auf der Strecke bleiben”, warnt Birgit Seidl-Bisani.

Sie befürchtet, dass die soziale Schere immer weiter auseinander geht.

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