Kunstminister Sibler drängt auf Lockerungen für Museen – Top News

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Seit gestern steht fest, dass freischaffende Künstlerinnen und Künstler in Bayern Nothilfe beantragen können.

Noch heute will das Kabinett einen entsprechenden Beschluss fassen, die Rede ist von 1000 Euro monatlich, zunächst befristet auf drei Monate.

Antragsberechtigt sollen alle Kreativen sein, die in der Künstlersozialkasse organisiert sind.

Dazu Sibler: “Das haben wir deshalb so geregelt, damit wir das über die bisherigen gewohnten Strukturen auszahlen können.

Uns ist wichtig, dass das Geld möglichst schnell zu den Künstlerinnen und Künstlern kommt, deshalb haben wir diesen Mechanismus gewählt.

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Unterdessen wurde bekannt, dass die Berliner Museen schon ab 4.

Mai wieder ihren Betrieb aufnehmen können.

Das kündigte Kultursenator Klaus Lederer nach einer Sitzung des Senats an.

Voraussetzung seien die Einhaltung hygienischer Standards und Abstandsregeln.

Die Berliner Theater dagegen bleiben bis 31.

Juli geschlossen.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller sprach von einer “sehr, sehr fragilen Situation”.

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Wann die Museen und Theater in Bayern wieder öffnen können, bleibt offen.

Allerdings will sich der Kunstminister für Lockerungen ab dem 4.

Mai einsetzen.

Die Soforthilfe für freie Künstler soll spätestens innerhalb von zwei Wochen ausbezahlt werden.

Noch ist völlig unklar, wann die Museen in Bayern wieder öffnen können.

Nur eines ist offenbar aus Sicht der Politik absehbar: Neben den Bibliotheken und Archiven, die teilweise schon jetzt wieder benutzbar sind, werden Ausstellungen auf jeden Fall früher wieder Besucher empfangen können als zum Beispiel Theater.

Der bayerische Kunstminister Bernd Sibler (CSU) kündigte in der kulturWelt auf Bayern 2 an, auf jeden Fall baldige Lockerungen im Museumsbereich ins Auge zu fassen: “Viele haben ja auch eine relativ große Fläche, wo sich die Leute gut aufhalten können.

Darüber werden wir zu diskutieren haben, wenn am 30.

April die Ministerpräsidenten weitere Schritte diskutieren, welche Lockerungen ab dem 4.

Mai auf den Weg gebracht werden sollen.

Ich werde mich auf alle Fälle dafür einsetzen.

Natürlich machen sich Theaterleute längst Gedanken über neue Hygiene-Standards und Abstandsregeln wie zum Beispiel freigehaltene Plätze und Sitzreihen, aber so recht überzeugt scheint Bernd Sibler bisher nicht: “Das sind Konzepte, über die wir nachdenken.

Man muss aber auch zwei Dinge sehen: Stellen Sie sich ein Tausendplätze-Theater vor, in dem 200 Leute sitzen.

Das ist ein Kostenproblem.

Gerade die kleineren privaten Anbieter werden sich gut überlegen, ob das Alternativen sind, die ihre Kosten tragen, oder ob solche Veranstaltungen ein Draufzahl-Geschäft sind.

Der Minister verwies auch darauf, dass die Bayerische Staatsregierung bereits einige andere Sofort-Förderungen für die Kulturszene auf den Weg gebracht hat: “Bisher waren ja schon Künstlerinnen und Künstler antragsberechtigt, die über eigene Betriebsstätte verfügten.

Das heißt, es gab also schon ein Programm für eine bestimmte Gruppe.

Zum anderen haben wir unsere Institutionen gefördert, indem das Kunstministerium schon genehmigte Zuschüsse sehr großzügig ausbezahlte.

Jetzt kommt eben dazu, dass wir diese Lücke bei den sogenannten Solo-Selbstständigen, die keine eigene Betriebsstätte haben, ausfüllen können.

Die hätten bisher Grundsicherung nach Hartz IV beantragen können.

Das ist aber für viele natürlich ein sehr unattraktives Programm, womit auch sehr viele emotionalen Hürden verbunden sind.

Insofern haben wir jetzt dieses eigene Programm auf den Weg gebracht, um hier noch einmal einen speziellen Akzent setzen zu können.

Aktuelle Debatten, neue Filme und Ausstellungen, aufregende Musik und Vorführungen.

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Theater sind “am schwierigsten”

Wartezeit von sieben Tagen

Was die Theater betrifft, ist Sibler nach eigenen Worten in den kommenden Tagen im Gespräch mit einigen bayerischen Intendanten, etwa in Nürnberg und Regensburg, macht jedoch wenig Hoffnung auf kurzfristige Wiedereröffnungspläne.

In Regensburg wurde der Rest der laufenden Spielzeit bereits offiziell abgesagt, die ersten Vorstellungen werden daher dort nicht vor Ende September stattfinden: “Am schwierigsten wird ganz klar alles, wo viele Menschen zusammenkommen, wir haben deshalb ja die Münchner Opernfestspiele abgesagt.

Da kämen 2000 Leute zusammen.

Festivals und ähnliche Veranstaltungen, das wird mit Sicherheit der schwierigste Bereich sein.

Die eidesstattliche Versicherung, in Geldnöten zu sein, soll ausreichen, das entsprechende Formular kurzfristig im Netz abrufbar sein.

Danach, so Sibler, könnte es zügig gehen: “Wir haben jetzt nach der Antragstellung in der Regel Wartezeiten von sieben Tagen bis zu zwei Wochen, je nachdem, wie hoch gerade das Antragsaufkommen ist.

Verglichen mit sonstigen staatlichen Bearbeitungszeiten ist das ein sehr schnelles Verfahren.

” Hoch gerechnet betrügen die Gesamtkosten zunächst rund 150 Millionen Euro, eine Summe, die Sibler als “ganz vernünftig” bezeichnete.

Wann die Museen und Theater in Bayern wieder öffnen können, bleibt offen.

Allerdings will sich der Kunstminister für Lockerungen ab dem 4.

Mai einsetzen.

Die Soforthilfe für freie Künstler soll spätestens innerhalb von zwei Wochen ausbezahlt werden.

Kunstminister Sibler drängt auf Lockerungen für Museen

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