Letzter Akt im Drama um Würzburgs Theaterintendant Trabusch – Top News

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Zur Abstimmung steht ein Antrag, unterzeichnet von acht Stadträten aus sechs Fraktionen – Unterschriften der CSU sind nicht dabei.

Initiiert hat ihn Hans-Werner Löw von der SPD, der fordert, “dass Trabusch ein Folgevertrag am Mainfranken-Theater angeboten wird, zu den Bedingungen wie bisher”.

Dem gegenüber steht der Vorwurf der Stadtverwaltung um Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Kulturreferent Achim Könneke, der sagt: “Wir haben eine Reihe von Beschwerden und Diskussionen über das Führungsverhalten vorliegen.

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Es sind dramatische Szenen, die sich da gerade am Würzburger Mainfranken Theater abspielen.

Nach vielen Wendungen in der Diskussion um den Intendanten Markus Trabusch kommt es heute voraussichtlich zum letzten Akt in der Personaldebatte.

Nach einigem Hin und Her entscheidet der Stadtrat heute, ob Markus Trabusch, dessen Vertrag noch bis August 2021 läuft, darüber hinaus das Würzburger Theater künstlerisch leiten darf.

Bislang wurde die Causa Trabusch im April nur im coronabedingt dezimierten Stadtrat behandelt, im Notausschuss mit 17 statt 50 Stadträten.

Heute wird ein letztes Mal in seiner Wahlperiode der gesamte Stadtrat zusammenkommen, um die heikle Personaldebatte im nicht-öffentlichen Teil zu beenden.

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Markus Trabusch selbst kann diese Vorwürfe nicht nachvollziehen: “Es hat sich an vielen Äußerungen im Betrieb gezeigt, dass diese Hypothese äußerst fragwürdig ist.

” Vor allem weist er auf seine künstlerisch durchaus überregional aufsehenerregenden Erfolge hin.

Dass seine Personalie bereits seit Wochen und Monaten teils öffentlich diskutiert wird, trifft ihn, wie er gegenüber dem BR äußert: “Das tut mir was, ja.

Meine Person wird in der Öffentlichkeit demontiert.

Das kann und darf so nicht sein.

Das ist ein Vorgang, der mich zutiefst irritiert.

Ärger ist vielleicht das falsche Wort.

Mittlerweile trifft mich das.

Neuer Antrag steht zur Abstimmung

Trabusch: Mich trifft das

Position keine Frage der Fraktionszugehörigkeit

Einer hatte sich bei der ersten Abstimmung vertan

Wiederholung rechtlich nicht möglich

Es sind dramatische Szenen, die sich da gerade am Würzburger Mainfranken Theater abspielen.

Nach vielen Wendungen in der Diskussion um den Intendanten Markus Trabusch kommt es heute voraussichtlich zum letzten Akt in der Personaldebatte.

Was ist passiert? Am 2.

April hatte der Notausschuss des Stadtrats mit knapper Mehrheit abgelehnt, den wegen seiner Personalführung umstrittenen Theaterintendanten einen Anschlussvertrag ab August 2021 anzubieten.

Die nicht-öffentliche Abstimmung hatte im Nachgang für Diskussionen gesorgt – unter anderem, weil ein Stadtrat im Notausschuss sich “vertan” haben und angeblich irrtümlich gegen eine Vertragsverlängerung gestimmt haben soll.

Diese Stimme soll die entscheidende gegen einen neuen Vertrag für Markus Trabusch gewesen sein.

Mehrere Stadträte hatten daraufhin einen fraktionsübergreifenden Dringlichkeitsantrag für die Notausschuss-Sitzung am 9.

April eingereicht.

Das Ziel des Antrags: Die am 2.

April abgelehnte Vertragsverlängerung für Markus Trabusch soll erneut zur Abstimmung kommen, sobald sich der Stadtrat wieder vollzählig versammeln kann.

Dass die Entscheidung heute im Stadtrat keine Frage der Fraktionszugehörigkeit ist, zeigt sich etwa an Judith Jörg von der CSU, also qua Fraktion eigentlich auf Seiten der Stadtverwaltung.

Sie wird heute für Trabusch stimmen, wie sie dem BR gegenüber äußert, macht sich die Entscheidung aber nicht leicht: Es gehe für sie rein um die Sachfrage, “wie wollen wir, dass unser Theater geführt wird, was für künstlerische Leistungen soll er erbringen, ist das die Kunst, die wir in Würzburg sehen wollen? Da sind viele Kollegen der Auffassung, dass der Herr Trabusch das gut macht.

” Der CSU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Wolfgang Roth hingegen bewertet die ganze Sache mittlerweile als so verfahren, dass ein “gedeiliches Miteinander” seiner Meinung nach nicht mehr möglich sei und man sich besser voneinander trennen sollte.

Trotzdem: Seine Prognose für die heutige Entscheidung ist, dass eine Mehrheit für Trabusch stimmt.

Der Würzburger SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Kolbow begründet als einer der Unterzeichner den Antrag im Gespräch mit dem BR so: In einem Stadtrat mit Normalbesetzung wäre “die Entscheidung wahrscheinlich anders ausgegangen”, so Kolbow.

Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung am 9.

April wurde dieser Dringlichkeitsantrag nun zwar diskutiert, aber als nicht zulässig bewertet, hieß es in einer Pressemitteilung der Stadt vom Karfreitag.

Demnach habe die Regierung von Unterfranken nach Prüfung die Position wie auch das Vorgehen der Stadt bei der erfolgten Abstimmung über den Vertrag gestützt.

So durfte weder die Abstimmung in der gleichen Sitzung wiederholt werden, da sie nach der Bayerischen Gemeindeordnung ordnungsgemäß erfolgt ist, noch sei eine Aufhebung des Beschlusses vom 2.

April möglich, da er bereits vollzogen wurde.

Da damit der eingebrachte Eilantrag nicht zulässig ist, einigte sich der Notausschuss des Stadtrates auf Vorschlag des Oberbürgermeisters darauf, sich wegen der besonderen Umstände der Abstimmung in einer Plenumssitzung des gesamten Stadtrates erneut mit der Thematik zu befassen.

Letzter Akt im Drama um Würzburgs Theaterintendant Trabusch

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