Marien-Wallfahrtsort Altötting ohne Wallfahrer – Top News

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Eigentlich ist der Kapellplatz an einem Samstagnachmittag überfüllt mit Pilgern.

Aber alle Wallfahrten sind wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

Der große Platz rund um die Gnaden-Kapelle ist leer.

Nur vor der Eisdiele stehen ein paar Familien, um ein Eis auf die Hand zu kaufen.

Auf einer Bank sitzt ein Musiker und zupft an seiner Gitarre.

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Der Mai ist ein Marienmonat.

Vor allem in Bayern, vor allem in Altötting.

Normalerweise pilgern etwa eine Million Gläubige im Jahr nach Altötting, um der “Schwarzen Madonna” zu danken.

Besuch in einem Wallfahrtsort ohne Wallfahrer.

Traditionell beginnt die Wallfahrtssaison am ersten Mai-Wochenende mit einer Messfeier – so auch in diesem Jahr.

Obwohl längst feststeht, dass wegen der Corona-Pandemie bis auf weiteres alle Wallfahrten abgesagt sind.

Während der Corona-Pandemie ist Altötting ein Wallfahrtsort ohne Pilger.

Das Ehepaar Fischbacher ist festlich gekleidet in Loden-Tracht, geht Hand in Hand auf die Gnadenkapelle zu.

“Wir sind heute da, weil wir unseren 50.

Hochzeitstag haben”, sagt Wallburga Fischbacher.

“Wir wollten Danke sagen, für alles Gute, das wir im Leben erfahren haben dürfen.

Ein Wallfahrtsort ohne Pilger

50.

Hochzeitstag alleine in Altötting

Mit 2.

000 Votivtafeln danken die Gläubigen Maria

Eine Million Pilger kommen jährlich nach Altötting

Notlösung: Marienaltar zum Selbstbauen

Die Tür zur Gnadenkappelle ist verschlossen.

Drinnen steht die weltbekannte “Schwarze Madonna”: Seit mehr als fünf Jahrhunderten vertrauen die Menschen der Muttergottes von Altötting ihre Sorgen an.

Wegen einer Erzählung aus dem 15.

Jahrhundert: Ein Bub war in einen Bach gefallen.

Die Mutter brachte den leblosen Jungen in die Kapelle, betete zu Maria und ihr Sohn wachte wieder auf.

Der Mai ist ein Marienmonat.

Vor allem in Bayern, vor allem in Altötting.

Normalerweise pilgern etwa eine Million Gläubige im Jahr nach Altötting, um der “Schwarzen Madonna” zu danken.

Besuch in einem Wallfahrtsort ohne Wallfahrer.

Geplant haben die Fischbachers diesen Tag ganz anders.

Eigentlich wollten sie mit der Verwandtschaft feiern, doch in diesen Zeiten geht das nicht.

Deshalb haben sie sich auf den Weg nach Altötting zur Muttergottes gemacht.

Normalerweise gehen sie jedes Jahr 80 Kilometer von Raubling zu Fuß nach Altötting.

Dieses Mal sind sie mit dem Auto gekommen.

In Corona-Zeiten ist die “Schwarze Madonna” 24 Stunden online im Live-Stream zu sehen.

“Wir übertragen fünfmal am Tag einen Gottesdienst, dank der neuen Technik”, sagt Wallfahrtsrektor Günther Mandl.

“Die Menschen sehen die Gottesmutter in Hamburg, in Wien, sogar aus Brasilien bekommen wir Rückmeldungen.

Das Ehepaar bleibt vor den Votiv-Tafeln stehen.

Über 2.

000 Tafeln sind es mittlerweile, mit denen Gläubige Maria für ihr Wirken danken.

Auch die Familie Fischbacher vertraut auf Maria.

Ihre Votiv-Tafel zeigt einen jungen Soldaten, der vor einem Granaten-Einschlag zur Seite springt: Mit der Tafel dankten sie einst Maria, dass ihr Onkel unversehrt aus dem Zweiten Weltkrieg zurückgekommen ist.

Auch an ihrem Hochzeitstag danken sie Maria im Stillen, ohne Marien-Andacht, ohne Gesang, ohne Pfarrer.

Normalerweise pilgern jedes Jahr über eine Million Menschen zur Altöttinger Madonna.

Luise Hell arbeitet in der Wallfahrtskustodie, bei ihr melden sich die Pilgergruppen an, sie plant mit ihnen Messen und Andachten.

Momentan gibt es nur Absagen.

Marien-Wallfahrtsort Altötting ohne Wallfahrer

“Die Verantwortlichen machen sich die Entscheidung nicht leicht.

Es kommen Briefe wie: ‘Ausgefallen ist unsere Wallfahrt nur in den letzten Kriegsjahren – sonst noch nie'”, sagt Luise Hell.

“Berührt hat mich, dass ein Pilgerleiter nur mit dem Vorbeter zusammen nach Altötting gekommen ist und die Anliegen der Pilger mitgetragen hat.

Auch das Bayerische Pilgerbüro sagt alle Reisen zu Marien-Wallfahrtsorten ab: nach Altötting, nach Lourdes, ins portugiesische Fátima und nach Mexiko, nach Guadelupe zum größten Marienwallfahrtsort der Welt.

Sobald reisen wieder möglich ist, will das Pilgerbüro eine Dankwallfahrt nach Altötting anbieten.

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