“Rivages” – ein Aufbruch zu neuen musikalischen Ufern – Top News

0

Das hört man, wenn die beiden das englische Volkslied “Greensleeves” so frei interpretieren, dass man die ursprüngliche Melodie mehr ahnt als erkennt.

Oder wenn sie in dem Stück “Schumannsko” einen bulgarischen Tanz und eine romantische Melodie von Robert Schumann zusammenspannen.

Da weiß man dann nicht: Soll man das Stück wegen des hüpfenden 6/8-Takts in die Folklore-Ecke stecken, es wegen des Schumann-Zitats unter Klassik ablegen oder ist es am Ende doch Jazz, weil Matinier und Seddiki zwischendurch sehr lustvoll improvisieren? Die beiden lassen sich nicht so leicht in eine Schublade stecken.

Neben einer erstaunlichen Klangfülle und einer großen Variationsbreite überzeugen die elf Stücke ihres Duo-Albums “Rivages” vor allem dadurch, dass die Musik immer im Fluss ist, sich stetig weiterentwickelt und die Hörer so mitnimmt auf phantastische Klangreisen.

Tun Sie mir einen Gefallen: Bitte TEILEN Sie diesen Beitrag.

Verpassen war gestern, der BR Kultur-Newsletter ist heute: Einmal die Woche mit Kultur-Sendungen und -Podcasts, aktuellen Debatten und großen Kulturdokumentationen.

Hier geht’s zur Anmeldung!

Akkordeon und akustische Gitarre sind sicher nicht die ersten Instrumente, die einem bei einem Jazz-Duo einfallen.

Werden sie aber von Meistern ihres Fachs wie Jean-Louis Matinier und Kevin Seddiki gespielt, ergeben sich phantastische Klangreisen.

Jean-Louis Matinier und Kevin Seddiki haben einiges gemeinsam.

Beide haben klassische Musik studiert, sich später aber dem Jazz und der Weltmusik zugewandt.

Seddiki hat in den Bands von Weltstars wie Dino Saluzzi oder Al di Meola gespielt, Matinier hat mit dem tunesischen Out-Spieler Anouar Brahem oder mit dem Tarkovsky Quartet aufgenommen und ist außerdem als Begleiter von Chanson-Ikone Juliette Gréco bekannt geworden.

Vor zehn Jahren sind sich die beiden das erste Mal in einer interkulturellen Musikgruppe begegnet.

“Je öfter wir uns in verschiedenen Bands trafen, desto größer wurde unser Wunsch, im Duo zu spielen”, erzählt Jean-Louis Matinier in einem Interview.

“Wir wollten die Klänge, Farben und die orchestralen Möglichkeiten unserer beiden Instrumente gründlicher erkunden.

” Und Kevin Seddiki ergänzt: “Wir teilen ganz bestimmte Vorstellungen von Klang und Rhythmus.

Aktuelle Debatten, neue Filme und Ausstellungen, aufregende Musik und Vorführungen .

.

.

In unserem kulturWelt-Podcast sprechen wir täglich über das, was die Welt der Kultur bewegt.

Hier abonnieren!

Rivages”von Jean -Louis Matinier / Kevin Seddiki ist bei ECM / Universal Music erschienen.

“Rivages” heißt Ufer – und die Musik auf diesem Album hört sich tatsächlich an wie ein Aufbruch zu neuen musikalischen Ufern, taucht uns aber gleichzeitig auch in ein Wechselbad der Gefühle und erinnert bisweilen gerade in den eher getragenen Passagen an wolkenverhangene Klanglandschaften.

Gut ein Drittel der Stücke des Albums sind aus gemeinsamen Improvisationen von Jean-Louis Matinier und Kevin Seddiki entstanden, die anderen sind neu arrangierte Eigenkompositionen und ausgewählte Coverversionen, die typisch sind für das breite musikalische Spektrum dieses Duos.

Ein Filmmusik-Titel von Philippe Sarde zählt ebenso dazu wie ein rein instrumental interpretiertes Kunstlied des französischen Fin de Siècle-Komponisten Gabriel Fauré oder die eigenwillige “Greensleeves”-Interpretation.

Musikalische ist das hoch virtuos, von der Anmutung her ganz und gar unprätentiös und vor allem: sehr originell und eigenständig!

Krumme Rhythmen und romantische Melodien

Auf zu neuen Ufern und ins Wechselbad der Gefühle

Akkordeon und akustische Gitarre sind sicher nicht die ersten Instrumente, die einem bei einem Jazz-Duo einfallen.

Werden sie aber von Meistern ihres Fachs wie Jean-Louis Matinier und Kevin Seddiki gespielt, ergeben sich phantastische Klangreisen.

“Rivages” – ein Aufbruch zu neuen musikalischen Ufern

Share.

Leave A Reply