“Schnecke auf Speed”: Erfolgsregisseurin Doris Dörrie zum 65ten – Top News

0

Als Professorin für Creative Writing weiß Doris Dörrie: Schreiben beruhigt in der aktuellen Situation ungemein.

Damit’s gleich losgehen kann, verrät die Regisseurin auf der BR Kulturbühne eine ganze Reihe praktischer Tipps.

In Tokio sei es ihr aber dann nicht fremd genug gewesen, sagt Dörrie: “Da bin ich dann wirklich getrampt, auf’s Land gefahren, getrampt durch Japan.

Aber ich hab mich auch sehr beschützt gefühlt in Japan.

Tun Sie mir einen Gefallen: Bitte TEILEN Sie diesen Beitrag.

Weil’s auch immer jemanden gab, der mich an der Hand genommen hat und mich weitergeführt hat.

Und dieses Gefühl, an der Hand genommen zu werden, das hat mich dann in Kirschblüten wirklich sehr stark inspiriert.

Raus in die Welt und Zuschauen.

In ihren dokumentarischen Arbeiten der letzten Jahre, etwa in “Dieses schöne Scheißleben” über Mariachi-Musikerinnen in Mexiko oder in dem 2015 an Originalschauplätzen um das Atomkraftwerk in Japan gedrehten Genre-Mix “Grüße aus Fukushima”, ist dies am überzeugendsten spürbar.

Und Misserfolge können der “Schnecke auf Speed”, wie sich das in Deutschland vielfach geehrte Mitglied der Oscar Academy und der Schriftstellervereinigung PEN selbst lachend beschreibt, relativ wenig anhaben.

Als etwa 2005 ihre Inszenierung von Verdis Rigoletto an der Bayerischen Staatsoper von einer Fachzeitschrift als “Ärgernis des Jahres” bezeichnet wird, inszeniert sie daraufhin Mozarts “Gärtnerin aus Liebe” bei den berühmten Salzburger Festspielen und bis heute insgesamt 7 Opern.

Stillstand geht anders.

Passend dazu der Titel ihrer letzten Buchveröffentlichung: “Leben, schreiben, atmen”.

.

.

Aktuelle Debatten, neue Filme und Ausstellungen, aufregende Musik und Vorführungen.

.

.

In unserem kulturWelt-Podcast sprechen wir täglich über das, was die Welt der Kultur bewegt.

Hier abonnieren!

Als “Schnecke auf Speed” hat sich Doris Dörrie selbst einmal bezeichnet.

Ihre zahlreichen Reisen, Filme und Bücher geben ihr Recht.

Die Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin wird 65 Jahre alt: Zeit für eine Würdigung.

Doris Dörrie ist ein energetischer Wirbelwind und in sich ruhend zugleich.

Ein konstant kreatives Leben voller Produktionen, Projekte, Lehraufträge, Bücher, Reisen.

Geboren und aufgewachsen in Hannover geht sie nach dem Abitur für zwei Jahre in die USA, studiert Film und Schauspiel in Kalifornien und Sozialwissenschaft in New York, jobbt.

Zurück in Deutschland bewirbt sie sich an der Hochschule für Fernsehen und Film in München.

Nach kleineren dokumentarischen Arbeiten wird ihr Spielfilmdebüt “Mitten ins Herz” mit Beate Jensen und Josef Bierbichler in den Hauptrollen 1983 zu den Filmfestspielen nach Venedig eingeladen – und verschafft ihr auch eine Einladung zum Festival nach Tokio.

Japan wird ihre zweite Heimat, 5 Filme wird sie später dort drehen, das Land über 30 Mal bereisen.

Rückblende: Mit der turbulenten Beziehungskomödie “Männer” kam 1985 der erste große Erfolg.

Als der Film mit Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht in die Kinos kam, wurde Doris Dörrie als neue Hoffnung und als neuer Regiestar gefeiert, der Spiegel widmete ihr eine Titelgeschichte.

Nach “Männer” dreht die Wahlmünchnerin Doris Dörrie fast jedes Jahr einen neuen Spielfilm, mixte in den Drehbüchern Existenzielles und Gefälliges, mäandert zwischen skurrilen Beziehungsgeschichten, amüsanter Sinnsuche und kluger Gesellschaftsreflexion.

Wie 1995 bei “Keiner liebt mich” mit Maria Schrader als Singlefrau zwischen Lebensfreude und Todessehnsucht.

Parallel zu ihrer Filmkarriere läuft ab 1987 Dörries Karriere im deutschen Literaturbetrieb.

Nach ihrem Debüt, den Kurzgeschichten “Liebe, Schmerz und das ganze verdammte Zeug” schreibt sie bis heute höchst erfolgreich über 30 Bücher, darunter Romane, Kinderbücher, zuletzt ein Sachbuch.

Dabei ist sie immer unterwegs, kuratiert – wie etwa beim Münchner Literaturfest –, unterrichtet als Professorin für Creative Writing an der HFF München und doziert weltweit zwischen China, Mexiko oder Südafrika.

“Ich bin der Meinung, dass – also mein Schreiben zumindest – sehr stark auf Zuhören und Zuschauen basiert.

Die BR KulturBühne – ein Platz für Konzerte, Events, Debatten und auch großes Vergnügen.

Hier geht’s lang!

“Das Wahrhaftige erwischen”

Schreibtipps von Doris Dörrie auf der BR KulturBühne

Auch durch Misserfolge nicht zu bremsen

“Kirschblüten – Hanami” mit Hannelore Elsner und Elmar Wepper, gedreht 2008.

Hier kommen Dörries Themen von Liebe und Verlust, Neugier und Fremdheit auf wunderbare und sensible Weise zusammen.

Der Film wird ein großer Erfolg, 1 Mio.

Zuschauer, zwei bayerische und drei deutsche Filmpreise.

Dörrie sagt dazu: “Darum geht’s immer beim Film: dass man dieses Echte, dieses Wahrhaftige erwischt, und der Job vom Regisseur ist eigentlich, glaube ich, nur hinzuschauen und hinzuhören, ob es wahrhaftig ist.

Als “Schnecke auf Speed” hat sich Doris Dörrie selbst einmal bezeichnet.

Ihre zahlreichen Reisen, Filme und Bücher geben ihr Recht.

Die Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin wird 65 Jahre alt: Zeit für eine Würdigung.

“Schnecke auf Speed”: Erfolgsregisseurin Doris Dörrie zum 65ten

Share.

Leave A Reply