So bereiten sich Bayerns Bühnen auf den Neustart vor – Top News

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Aber: Die meisten Theater waren überrascht von dem Termin für den Neustart, der nun ausgegeben wurde.

Signale bezüglich eines konkreten Datums hatte es vor der Pressekonferenz am Dienstag aus dem Kunstministerium noch keine gegeben.

Dazu kommt, dass die Theater erst seit knapp zwei Wochen wieder proben dürfen.

Auch das ist ein Problem, sagt Katja Ott: “Wenn man glaubt, die Produktion, die man im Moment im Repertoire habe, könne man eins zu eins zeigen, selbst wenn unten im Saal nur 50 Leute sitzen.

Aber meine Spieler müssen auf sechs Meter Abstand bei exzessivem Sprechen! Die Spieler müssten doch auch gesichert sein! Es gibt im Moment keine coronataugliche Produktion.

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” Soll heißen: Die meisten Theater müssen erstmal ein unter den Auflagen spielbares Repertoire aufbauen – und das braucht mehr Zeit als bis zum 15.

Juni, weil ja eben erst seit Kurzem wieder geprobt werden darf.

Auch für Andreas Beck vom Münchner Residenztheater ist das nicht die Idealvorstellung von Theater.

Dennoch gehört er zu denjenigen Intendanten, die am 15.

Juni wieder aufsperren wollen, denn: “Wir haben die ganze Zeit während der Krise ja nichts anderes getan, als zu überlegen, mit welchen Kunstgriffen könnten wir diesem Virus ein Schnippchen schlagen.

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Theater an der frischen Luft? Als Parcours? Oder im Saal und auf Abstand? Wenn ab 15.

Juni Bühnen wieder vor Publikum bespielt werden dürfen, sind neue Konzepte gefragt.

Die Vorschriften bringen einige zum Verzweifeln – andere auf originelle Ideen.

Keine Frage, die Sehnsucht, vom World Wide Web auf die Bretter, die die Welt bedeuten, zurückzukehren, ist bei den meisten Theatermachern groß.

Was aber nicht bedeutet, dass Bayerns Bühnen in gut zwei Wochen kollektiv durchstarten werden: “Es werden auch am 15.

die Tore noch nicht ganz weit aufgehen, weil so schnell geht das eigentlich nicht”, erklärt Katja Ott, Intendantin in Erlangen.

Und diese Zurückhaltung liegt bestimmt nicht daran, dass sich die Theater in die neuen digitalen Formate verliebt hätten, versichert Dramatiker Philipp Löhle, Hausautor am Staatstheater Nürnberg: “Das ist jetzt glaube ich nicht so der nächste große Knaller, dass man lauter Theater zumacht und sagt: Das ist ja eh viel toller, wenn die das im Internet machen.

Das Münchner Volkstheater hat daher schon vor Wochen beschlossen, die Sommerpause vorzuziehen, also jetzt Ensemble und Mitarbeiter in den Urlaub zu schicken – um dann fünf den neuen Regeln entsprechende Stücke einzustudieren und Ende Juli, neu aufgestellt, an den Start zu gehen.

Auch das Landestheater Schwaben in Memmingen hatte nicht warten wollen, bis das Ministerium endlich klare Richtlinien ausgibt und längst schon beschlossen, die neue Spielzeit im Herbst früher zu beginnen, im Juli soll nur ein Stadtraumprojekt unter freiem Himmel gezeigt werden.

Solche ungewohnten Formate hält auch Nürnbergs Hausautor Philipp Löhle derzeit für am vielversprechendsten: “Ich finde auch toll, wenn man irgendwelche anderen Formate findet, mit – was weiß ich – Parkhaustheater.

Aber wenn jetzt in einem 1.

000-Mann-Haus plötzlich nur 50 Zuschauer sitzen? Ich hoffe, das ist nur etwas Vorübergehendes, und man sagt dann in fünf Jahren: Ach, das war schon irre! Da war man zu fünfzigst in diesem riesigen Raum gesessen, und die Schauspieler haben sechs Meter Abstand gehalten, damit sie sich nicht anspucken!”

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Die meisten Theater werden die nächsten Monate wohl als Experimentier-Phase nützen – was geht, was nicht? Die einen, wie Andreas Becks Residenztheater, wollen pünktlich am 15.

Juni starten, andere, wie das Theater Erlangen unter Katja Ott, später, dort denkt man zum Beispiel an einen Open-Air-Liederabend im Juli.

In einem aber mindestens sind sich Ott und Beck einig: Von der Angst, dass die Infektionszahlen wieder steigen und alle Pläne Makulatur sein könnten, wollen sie sich nicht bremsen lassen.

Katja Ott sagt: “Ich kann doch für Katastrophen, die kommen, nicht die ganze Zeit die Handbremse ziehen.

Termin für den Neustart kam sehr kurzfristig

Dem Virus “ein Schnippchen schlagen”

Im Corona-Theater-Labor

Beck will sogar schon vor dem offiziellen Starttermin loslegen: Bereits am ersten Juni-Wochenende sollen kleine Zuschauergruppen auf einer Art Parcours von Spielszene zu Spielszene durchs gesamte Theatergebäude geschickt werden.

Das Theater würde so quasi zum Museum – und Museen sind ja bereits wieder geöffnet.

Für die Zeit ab dem 15.

Juni erwägt Beck, diesen Parcours zu erweitern und ihn in eine dann erlaubte Vorstellung auf der Bühne münden zu lassen.

Auch einige Produktionen aus dem bisherigen Repertoire hat man am Münchner Residenztheater schon ins Auge gefasst, in die sich Abstandsregeln unter den Darstellern einarbeiten lassen.

Dass dann allerdings nicht nur die Schauspieler auf der Bühne verkleidet sein werden, sondern auch das Publikum Masken tragen muss, wird sicher gewöhnungsbedürftig, aber: Man habe ja auch gelernt, sich mit einer hausgemachten Maske zum Fleischer zu begeben oder in den Getränkemarkt.

Das sei ja auch am Anfang mit Verlegenheit verbunden gewesen.

Und so müsse man jetzt einfach lernen: “Das Theater kann auch vermummt Spaß machen.

Theater an der frischen Luft? Als Parcours? Oder im Saal und auf Abstand? Wenn ab 15.

Juni Bühnen wieder vor Publikum bespielt werden dürfen, sind neue Konzepte gefragt.

Die Vorschriften bringen einige zum Verzweifeln – andere auf originelle Ideen.

So bereiten sich Bayerns Bühnen auf den Neustart vor

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