Die spanische Königsfamilie hat am Samstag in Madrid öffentlich Abschied von Prinzessin Irene von Griechenland genommen. In der griechisch-orthodoxen Kathedrale San Andrés y San Demetrio versammelten sich Angehörige und Trauergäste zu einem Gottesdienst für die am 15. Januar 2026 verstorbene Schwester von Altkönigin Sofía. Irene von Griechenland, geboren 1942, wurde 83 Jahre alt.
Abschied in Madrid, letzte Ruhe in Griechenland
An der Seite von Sofía (87) erschienen König Felipe VI. (57), Königin Letizia (53) sowie die beiden Töchter Prinzessin Leonor (20) und Infantin Sofía (18). Auch Felipes Schwestern Elena (62) und Cristina (60) nahmen teil. Beim Betreten der Kathedrale war ein stiller Moment zu sehen, als Leonor ihrer Großmutter einen Regenschirm über den Kopf hielt und Sofía sich bei ihr einhakte – ein kleines, persönliches Bild inmitten der formellen Zeremonie.
Der Sarg traf gegen 11:30 Uhr ein und wurde von einer Ehrenwache der Königlichen Garde empfangen. Bis 18 Uhr blieb er in der Kathedrale für die Öffentlichkeit aufgebahrt; zudem wurde ein Kondolenzbuch ausgelegt.
Nach dem Gottesdienst richtet sich der Blick nun nach Griechenland: Auf ausdrücklichen Wunsch der Verstorbenen soll Irene im Garten des Tatoi-Palasts neben ihren Eltern beigesetzt werden. Der Palast bestätigte, dass Königin Sofía, das Königspaar und ihre beiden Töchter am kommenden Montagmorgen nach Athen reisen werden. Dort ist um 12 Uhr Ortszeit vor der Beisetzung eine weitere Trauerfeier in der Kathedrale der Stadt geplant, zu der Vertreter mehrerer europäischer Königshäuser erwartet werden.
Nicht anwesend sein wird Ex-König Juan Carlos I. (88), Ehemann von Altkönigin Sofía. Nach Angaben aus seinem Umfeld rieten ihm die Ärzte von der anstrengenden Reise von Abu Dhabi nach Spanien und Griechenland ab.
Irenes Tod war bereits am 15. Januar in einer Mitteilung aus dem Palacio de la Zarzuela in Madrid bekanntgegeben worden; demnach starb sie dort um 11:40 Uhr. Ihr Gesundheitszustand hatte sich in den letzten Wochen deutlich verschlechtert. Berichten zufolge hatte Sofía zuletzt Termine abgesagt, um an der Seite ihrer Schwester zu bleiben.
Mit dem Gottesdienst in Madrid und der bevorstehenden Beisetzung in Athen endet eine Trauerwoche, die das spanische Königshaus sichtbar geprägt hat – und die zugleich noch einmal die engen familiären Bande über Ländergrenzen hinweg in den Mittelpunkt rückte.
