Verschobene Beerdigungen wegen Corona: Viel Arbeit für Bestatter – Top News

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Zwei Meter Abstand, mindestens.

Näher dürfen sich die Trauergäste nicht kommen.

Markierungen auf den Bänken in der Heiliggeistkirche Mühlried zeigen, wo man sich hinsetzen darf.

Da ist so viel Abstand zwischen den Menschen, dass man sich in der großen Kirche verloren vorkommen kann.

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Die Bedingungen, unter denen zu Corona Zeiten beerdigt wurde, waren streng und wurden von Angehörigen häufig als unwürdig empfunden.

Viele Bestattungen wurden daher geschoben.

Nun hat Bayern die Regeln gelockert – und die Bestatter haben viel zu tun.

Patrick Mayrs Bruder hat seine Frau verloren.

Mit nur 36 Jahren ist sie gestorben.

Das ist hart.

Besonders in Zeiten von Corona.

Patrick Mayr erzählt, unter normalen Umständen wären hunderte Menschen zur Trauerfeier gekommen.

Unter den aktuellen Schutzmaßnahmen waren es nur ein paar Dutzend.

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Nicole Rinder ist Trauerbegleiterin bei Aetas, einem Bestattungsunternehmen in München.

Sie sagt, ein würdevolles Abschied nehmen ist wichtig, um die Trauer zu bewältigen.

Doch auch jetzt sei es noch lange nicht wie vor Corona: “Wir dürfen zwar die Aussegnungshallen wieder benutzen, aber die Personenzahl ist eingeschränkt, die Zeiten sind eingeschränkt und das bedeutet für viele, dass sie nicht die Chance haben, das letzte Fest so zu gestalten, wie sie es gerne möchten.

Corona: Kein Abschied am offenen Sarg, Trauerfeiern nur im Freien

Würdevoller Abschied wichtig, um Trauer zu bewältigen

Abschied Nehmen kann man nicht nachholen wie einen Urlaub

Und trotzdem war Patrick Mayrs Familie dankbar, dass die Trauerfeier unter gelockerten Bedingungen stattfinden konnte.

Zu Beginn der Corona-Phase gab es keinen Abschied am offenen Sarg, die Trauerfeier durfte nur draußen stattfinden und nicht in Aussegnungshallen oder Kirchen.

All das ist jetzt wieder möglich.

Und so finden nun viele Urnen-Bestattungen statt, die Angehörige auf die Zeit nach den strengen Corona-Regeln geschoben hatten.

Nicole Rinder hat Verständnis für die Corona-Vorsichtsmaßnahmen und sie sagt, alle Menschen, die sie in der letzten Zeit begleiten durfte, hatten das auch.

Aber trotzdem habe dieser eingeschränkte Abschied Folgen: “Dieses Abschied Nehmen passiert nur einmal.

Das kann ich nicht nachholen, wie meinen Urlaub, der halt jetzt nicht stattfinden kann oder eine OP, die verschoben wird.

Und das wird sicherlich etwas mit den Menschen machen.

Die Bedingungen, unter denen zu Corona Zeiten beerdigt wurde, waren streng und wurden von Angehörigen häufig als unwürdig empfunden.

Viele Bestattungen wurden daher geschoben.

Nun hat Bayern die Regeln gelockert – und die Bestatter haben viel zu tun.

Nur 15 Minuten lang dürfen Trauerfeiern in den Aussegnungshallen dauern, weil die Räume nach jeder Zeremonie desinfiziert werden müssen.

Bis zu 50 Besucher dürfen an Feiern im Freien teilnehmen, in Kirchen bis zu 80, in Aussegnungshallen je nach Sitzplätzen weniger – von nur acht am Friedhof Riem bis zu 38 am Westfriedhof.

Der Corona-Schutz geht nicht über alles, sagt Tobias Mayr.

Seinen Bruder bei der Trauerfeier seiner Frau zu umarmen – darauf wollte er trotz des Infektionsrisikos nicht verzichten.

Verschobene Beerdigungen wegen Corona: Viel Arbeit für Bestatter

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