Vor ihm haben die Deutschen Angst: Fassbinders 75. Geburtstag – Top News

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Rainer Werner Fassbinder war bei Schlöndorff “Baal”, der begabte Dichter aus dem gleichnamigen Theaterstück von Bertolt Brecht, ein junger Mann, der nicht nur mit seiner Kunst, sondern auch mit seiner Lebensweise die Normen und Regeln der bürgerlichen Gesellschaft hinterfragt.

Fassbinder spielte das 1970 nicht nur auf der Leinwand – er verkörperte diese Rolle sein Leben lang.

Er war der Künstler, vor dem die Deutschen nie aufhörten, sich zu fürchten.

Weil er unbequem war, laut und rebellisch, und seine Homosexualität offen lebte.

Weil er in seinen Filmen den Finger auf Wunden legte.

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Weil er die kleinbürgerliche Spießigkeit der Wirtschaftswunderzeit beschrieb und das deutsche Mitläufertum im Nationalsozialismus.

In “Bolwieser” war es die Schauspielerin Elisabeth Trissenaar, in “Angst essen Seele auf” Brigitte Mira, in “Martha” Margit Carstensen, in “Lola” Barbara Sukowa und in “Lili Marleen” oder “Die Ehe der Maria Braun” Hanna Schygulla.

Ein stilisiert melodramatischer Kosmos entstand, der im Ausland als Werk eines vielschichtigen Genies höher geschätzt wird als hierzulande.

In seiner Heimat war Fassbinder immer umstritten, nie einzuordnen, und wurde bei Diskussionen oft angegriffen.

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Er war in jeder Hinsicht unmäßig, unbeherrscht, unbeugsam.

Am 31.

Mai jährt sich Rainer Werner Fassbinders Geburtstag zum 75.

Mal.

Der früh Verstorbene hinterließ ein Werk, das im Ausland mehr Wertschätzung findet als hierzulande.

Er war das wilde Wunderkind des deutschen Kinos.

Er war wie eine Kerze, die von zwei Enden brannte.

Getrieben von einer verzehrenden Schaffenskraft, die ihn in nur 18 Jahren ein Werk schaffen ließ, das andere kaum in einem deutlich längeren Leben zustande bringen.

Über vierzig abendfüllende Filme, dazu zwei Fernsehserien, knapp zwanzig Bühnenstücke, dazu Hörspiele und die Auftritte als Schauspieler in Filmen von Reinhard Hauff, Uli Lommel oder Volker Schlöndorff.

Er machte deutlich, welche Verwüstungen in der Seele das alles anrichtet.

So etwa in dem TV-Zweiteiler “Bolwieser”, in dem Fassbinder frei nach Oskar Maria Graf über den preußisch-pflichtbewussten Bahnhofsvorsteher Xaver Bolwieser erzählt, der versucht, es allen recht zu machen, auch seiner Frau Hanni.

Daran zerbricht die Beziehung.

Fassbinder schuf wie kein anderer große, mit sich selbst kämpfende Frauenfiguren – schillernde und dramatisch scheiternde, in sich zutiefst widersprüchliche Heldinnen des deutschen Nachkriegskinos.

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Rainer Werner Fassbinder ist bis heute der bedeutendste deutsche Filmemacher der Nachkriegszeit.

Viele lassen sich nach wie vor von seinen Werken inspirieren.

Fassbinder lebt!

Mit dem Mehrteiler “Berlin Alexanderplatz” schrieb Fassbinder 1980 Fernsehgeschichte.

Von manchen Kritikern wurde der Film als moralisch verwerflich beurteilt, was sich in Boulevard-Schlagzeilen wie “Millionen-Pleite” oder “Brutal/Schmuddelig” niederschlug.

Andererseits steht das monumentale Werk auf der All-Time-Liste der 100 besten Filme des amerikanischen Time Magazine.

Die Deutschen fürchteten sich vor ihm

In seiner Heimat immer umstritten

Fernsehgeschichte mit “Berlin Alexanderplatz”

Er war in jeder Hinsicht unmäßig, unbeherrscht, unbeugsam.

Am 31.

Mai jährt sich Rainer Werner Fassbinders Geburtstag zum 75.

Mal.

Der früh Verstorbene hinterließ ein Werk, das im Ausland mehr Wertschätzung findet als hierzulande.

Zum 75.

Geburtstag Rainer Werner Fassbinders steht dessen Fernsehserie “Berlin Alexanderplatz” bis 7.

August 2020 in der Arte Mediathek zur Verfügung.

Vor ihm haben die Deutschen Angst: Fassbinders 75.

Geburtstag

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