Bundesregierung will Flüchtlingskinder aus Griechenland aufnehmen

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Deutschland hat sich bereit erklärt, etwa 1.000 bis 1.500 Kinder aus den überfüllten Flüchtlingscamps in Griechenland aufzunehmen. Die SPD fordert zudem mehr finanzielle Unterstützung für die Türkei.

Die Koalition will besonders schutzbedürftige Kinder aus Flüchtlingscamps in Griechenland aufnehmen, hat der Koalitionsausschuss am frühen Montagmorgen in Berlin nach rund siebenstündigen Beratungen beschlossen.
Laut dem Beschluss des Koalitionsausschusses wird Deutschland etwa 1.000 bis 1.500 Kinder aufnehmen, die sich auf den griechischen Inseln befinden. Es handele sich dabei um Kinder, die entweder wegen einer schweren Erkrankung als dringend behandlungsbedürftig gelte oder aber unbegleitet und jünger als 14 Jahre alt sind, die meisten davon Mädchen.
Die große Koalition hat sich laut der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken nicht leicht getan mit dem Beschluss, besonders schutzbedürftige Kinder und Jugendliche aus Griechenland aufnehmen zu wollen. „Die Sache mit den Kindern hat beschämend lang gedauert, bis wir uns einig waren“, sagte Esken am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“.
Esken sei trotzdem sehr froh, dass endlich eine Einigung erzielt worden sei. Auf europäischer Ebene sei man jetzt handlungsfähig und müsse nicht auf die Teilnahme einer bestimmten Zahl von Staaten warten.

Türkei bei der Unterbringung von Geflüchteten unterstützen
Esken sprach sich auch für mehr Geld für die Türkei zur Unterbringung von Flüchtlingen aus. „Wir werden notwendigerweise die Unterstützung dort möglicherweise auch aufstocken müssen, weil tatsächlich ja auch die Zahl der Geflüchteten, die die Türkei aufgenommen hat und die die Türkei auch gut untergebracht hat und versorgt, immer weiter ansteigt.“
Kramp-Karrenbauer geht indes davon aus, dass sich neben Deutschland noch weitere Länder einer entsprechenden europaweiten „Koalition der Willigen“ anschließen werden. Es gebe Anzeichen dafür, dass sich noch weitere Länder beteiligen. Darunter sei augenscheinlich auch Frankreich. Daher sei sie sehr zuversichtlich, dass die „Koalition der Willigen“ aus mehr als zwei Ländern bestehen werde, sagte sie im Deutschlandfunk.
Das Bündnis ging auch auf die Kämpfe im syrischen Idlib ein. Dringend benötigte humanitäre Hilfe müsse vor Ort gebracht werden – Deutschland habe aktuell 125 Millionen Euro dafür zur Verfügung gestellt. SPD-Chefin Saskia Esken zeigte sich auf Twitter „froh“, dass Deutschland sich nun an einer EU-Koalition der Willigen angemessen beteiligen werde.

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TRT Deutsch und Agenturen
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