Gabriel und Todenhöfer kritisieren EU-Flüchtlingspolitik, loben die Türkei

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Vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise an der türkisch-griechischen Grenze haben sich unter anderem Ex-Außenminister Gabriel und Publizist Todenhöfer zu Wort gemeldet. Sie kritisieren die Flüchtlingspolitik der EU.

Der Publizist und ehemalige Politiker Jürgen Todenhöfer (CDU)hat am Donnerstag die Gewalt gegen die Flüchtlinge an der griechischen Grenze kritisiert. Zugleich lobte er den humanitären Einsatz der Türkei.

Am Donnerstag kommentierte er auf seiner Facebook-Seite die Ereignisse mit den Worten: „Unsere Politiker sprechen täglich von ihrem ,Kampf für unsere westlichen Werte´. Schaut mal ganz genau hin, wie unsere Werte gerade an der griechischen Grenze ,verteidigt´ werden.“

Jürgen Todenhöfer
Jürgen Todenhöfer
(Facebook-Account: Jürgen Todenhöfer)

Todenhöfer prangert die „Verantwortungslosigkeit“ der europäischen Politiker an und verlangt mehr Zusammenarbeit mit der Türkei. Während Europa sich abschotte, habe die Türkei 4,7 Millionen Flüchtlinge aufgenommen und 42 Milliarden Dollar ausgegeben – „bisher das Dreizehnfache der EU-Beihilfe“.

Auch der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) twitterte am Freitag: „Wir als Europäer müssen die Türkei und die UN-Flüchtlingshilfe weiter unterstützen.“

Die niederländische Politikern und ehemalige Türkei-Berichterstatterin des EU-Ausschusses, Kati Piri (PvdA), twitterte: „Die EU-Fazilität für Flüchtlinge in der Türkei (FRiT) wurde zu einem Vorzeigebeispiel dafür, wie man Flüchtlingen in einem Drittland effektive, innovative und sinnvolle EU-Unterstützung zukommen lassen kann. Es ist unglaublich kurzsichtig, dies nicht zu verlängern.“

TRT Deutsch und Agenturen
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