Japan prüft den Aufbau einer gemeinsamen Infrastruktur für digitale Zahlungen

0

Die Japaner sind die bargeldliebste Bevölkerung der Welt und alltägliche Transaktionen werden normalerweise in Banknoten und Münzen ausgeführt. Die Behörden waren jedoch bestrebt, bargeldlose Transaktionen zu fördern, um die Produktivität zu steigern und in jüngerer Zeit den Kontakt zwischen Menschen inmitten der Coronavirus-Pandemie zu verringern.

Tokio, 3. Juni – Japans drei größten Banken haben eine Studiengruppe eingerichtet, die sich mit dem Aufbau einer gemeinsamen Abwicklungsinfrastruktur für digitale Zahlungen befassen soll. Diese Initiative wird von der Zentralbank und der Finanzaufsichtsbehörde des Landes unterstützt.

Von Leika Kihara

Tun Sie mir einen Gefallen: Bitte TEILEN Sie diesen Beitrag.

“Eine Lösung könnte darin bestehen, die Interoperabilität digitaler Währungen und Infrastrukturen zu verbessern.”

“Japan verfügt über zahlreiche Plattformen für die bargeldlose Abwicklung, muss jedoch den Einsatz von Bargeld noch überwältigen”, sagte Hiromi Yamaoka, eine ehemalige Zentralbank-Führungskraft, die den Vorsitz der Gruppe führen wird, in einem Online-Briefing.

Im Gegensatz zu Ländern wie China, in denen ein oder zwei digitale Zahlungssysteme den Markt dominieren, gibt es in Japan eine Vielzahl von Angeboten, die miteinander konkurrieren.

Die drei Banken haben jeweils ihre eigenen digitalen Zahlungssysteme eingeführt, bleiben jedoch hinter den Bemühungen von Technologiefirmen wie der PayPay-Einheit der SoftBank-Gruppe zurück.

Vertreter der Bank of Japan, des Finanzministeriums und der Financial Services Agency werden als Beobachter anwesend sein, sagte der Kryptowährungsaustausch DeCurret, der die Studiengruppe organisieren wird. Sie wird von Juni bis September bis zu zweimal im Monat zusammentreten.

Die Kernbanken der Mitsubishi UFJ Financial Group Inc., der Mizuho Financial Group Inc. und der Sumitomo Mitsui Financial Group Inc. sowie der East Japan Railway und mehrerer anderer nichtfinanzieller Unternehmen werden an der Gruppe teilnehmen.

Die Studiengruppe könnte den Megabanken den Weg ebnen, ihre Systeme mit der beliebten Suica Smart Transit Card der East Japan Railway zu verbinden, berichtete die Zeitung Nikkei am Mittwoch.

(Berichterstattung von Leika Kihara; Redaktion von Edwina Gibbs)

Bitte teilen Sie diesen Beitrag

Share.

Leave A Reply