Mexiko bittet Österreich um kostbaren Kopfschmuck aus Aztekenzeit

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MEXIKO-STADT, 13. Oktober – Präsident Andres Manuel Lopez Obrador drängte Österreich am Dienstag, Mexiko einen Federkopfschmuck mit Juwelen zu leihen, der als eines der wichtigsten prähispanischen Artefakte des Landes gilt und im nächsten Jahr in einer Ausstellung gezeigt werden soll.

Lopez Obrador will Mexikos aztekische Vergangenheit im Jahr 2021 feiern, um den 500. Jahrestag des Falls der Aztekenhauptstadt Tenochtitlan an den Eroberer Hernan Cortes zu begehen, ein Ereignis, das drei Jahrhunderte spanischer Herrschaft einleitete.

Der linke Präsident, der die europäischen Mächte aufgefordert hat, sich für die Misshandlungen in Mexiko in der Kolonialzeit zu entschuldigen, forderte Österreich auf, den zarten, farbenfrohen Kopfschmuck zu verleihen, den der Aztekenkaiser Moctezuma getragen haben soll, bevor er von Cortes gestürzt wurde.

“Die Österreicher haben die Kontrolle über den Kopfschmuck vollständig übernommen”, sagte er auf einer Pressekonferenz.

In Anlehnung an eine “Mission Impossible” bat Lopez Obrador seine Frau Beatriz Gutierrez, bei einem Besuch in Wien während einer Europa-Tournee nach Österreich zu appellieren, wo sie Leihgesuche für verschiedene Artefakte gestellt hat, die seine Regierung ausstellen möchte.

“Das nächste Jahr wird diesem Thema gewidmet sein, weil die Kolonialisten die Geschichte nach Belieben erzählt haben”, sagte Lopez Obrador. “Es ist immer dasselbe, diejenigen, die erobern oder einfallen, müssen ihre Einmischung, ihren Diebstahl und ihre Gräueltaten mit Hilfe ihrer vermeintlichen Überlegenheit rechtfertigen.

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Spanische Streitkräfte zerstörten Tenochtitlan nach einer Belagerung 1521 weitgehend und bauten Mexiko-Stadt auf den Ruinen auf.

Der berühmte Kopfschmuck ist fast einen Yard (Meter) breit und besteht aus mehr als 450 eleganten, leuchtend grünen Federn des Quetzal-Vogels, die in einer juwelen- und goldverkrusteten Krone montiert sind.

Es wird angenommen, dass er im 16. Jahrhundert in Europa ankam, und laut dem Wiener Völkerkundemuseum, in dem der Kopfschmuck aufbewahrt wird, fiel er später in die Hände des österreichischen Erzherzogs Ferdinand von Tirol.

Im Laufe der Jahre wurde es wiederholt von Mexiko um seine Rückgabe gebeten.

Das Wiener Völkerkundemuseum reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme. (Reportage von Stefanie Eschenbacher in Mexiko-Stadt Zusätzliche Reportage von Francois Murphy in Wien Redaktion: Dave Graham und Aurora Ellis)

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