Moscheen in Österreich schaffen das Freitagsgebet aus Sorge um das Coronavirus ab

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Aus Sorge um die Gesundheit der Menschen wollen die Moscheen in Österreich auf das Freitagsgebet verzichten. Damit folgen sie den Anweisungen des Gesundheitsministeriums in Österreich – und den Vorgaben des Islams.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft Österreich (IGGÖ) will wegen der Coronavirus-Epidemie österreichweit vorerst keine Freitagsgebete in Moscheen abhalten. Das gab die islamische Glaubensgemeinschaft auf ihrer Homepage und auf Twitter bekannt.

Der erforderliche Umgang mit dem Coronavirus und die Vorgaben der österreichischen Gesundheitsbehörde hätten den theologischen Rat der IGGÖ dazu bewegt, diesen Beschluss zu fassen. Der Verzicht gilt vom 13. März bis vorerst 1. April in ganz Österreich. Davon sind auch kleine Gebetshäuser betroffen. Mit dieser Maßnahme solle der Schutz vor der Krankheit verstärkt und die Ausbreitung der Epidemie eingedämmt werden.

Im Islam sei es durchaus gerechtfertigt, bei Krankheit auf das Freitagsgebet zu verzichten – das Wohl der Menschen habe Vorrang, heißt es in der Erklärung der IGGÖ. Alle Moscheen und Imame des Landes werden darin aufgerufen, sich ausnahmslos an die Vorsichtsmaßnahme zu halten. Zudem sollen größere Ansammlungen in der Moschee vermieden werden. Der Dienst für Seelsorge ist weiterhin erreichbar und auch für das tägliche Gebet sind die Moscheen wie gewohnt geöffnet.

TRT Deutsch
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