Nach der Krise in Thüringen: Wertegemeinschaft trennt sich von AfD

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Nachdem sich Teile der CDU dafür ausgesprochen hatten, Mitglieder der Werteunion aus der Partei zu drängen, hat die Werteunion Stellung bezogen: „Die AfD vertritt Positionen, die mit unseren Werten nicht vereinbar sind.“

Nach massiver Kritik an ihrem Kurs hat die konservative Werteunion am Samstag jeder Form von Zusammenarbeit mit der AfD eine klare Absage erteilt.

„Die Werteunion lehnt eine Zusammenarbeit mit der AfD und der Linkspartei entschieden ab und hat auch nie eine Zusammenarbeit gefordert. Sie steht voll und ganz hinter den diesbezüglichen Beschlüssen des CDU-Bundesparteitags“, heißt es in einem Beschluss, den der Bundesvorstand der Werteunion in Frankfurt auf Vorschlag des Vorsitzenden Alexander Mitsch fasste. Er betonte: „Die AfD vertritt Positionen, die mit unseren Zielen und Werten nicht vereinbar sind.“

Werteunion betrachtet sich als Korrektiv der CDU

Der Beschluss fiel einstimmig unter Beteiligung der Landesvorsitzenden, wie Mitsch der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Darin heißt es, die Werteunion sehe es als ihre Aufgabe an, „als wertkonservatives und wirtschaftsliberales Korrektiv zum Linkskurs der Kanzlerin zu wirken“. Dieser Linkskurs habe das Aufkommen der AfD erst ermöglicht.

„Als Werteunion wollen wir vielmehr dazu beitragen, die Union zurück in die politische Mitte zu führen und konservative Wähler zurückzugewinnen“, erklärte die Gruppe, die keine offizielle Parteigliederung ist. Sie hat nach eigenen Angaben mehr als 4000 Mitglieder. An der Sitzung nahm den Angaben zufolge auch der frühere Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, teil.

Die Werteunion steht zurzeit auch in der Union massiv in der Kritik. Zuletzt hatten sich mehrere CDU-Politiker dafür ausgesprochen, Mitglieder der Gruppe wegen des Zuspruchs zur Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten aus der Partei zu drängen. Kemmerich war mit Stimmen von Liberalen, CDU und AfD gewählt worden, was bundesweit Empörung ausgelöst hatte. Kemmerich ist inzwischen zurückgetreten.

DPA
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