Ronaldinho entkommt der Verfolgung – trotz Einreise mit gefälschtem Reisepass

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Ex-Fußballstar Ronaldinho reiste mit einem gefälschten Pass in Paraguay ein – eine Strafverfolgung muss er aber nicht befürchten. Denn Staatsanwalt Delfino sieht von einer Strafverfolgung ab.

Nach seiner Einreise mit einem gefälschten Pass in Paraguay ist der ehemalige brasilianische Fußballstar Ronaldinho gerade noch einmal einer Anklage entkommen.

Der 39-Jährige und sein Bruder Roberto de Assis Moreira gestanden während einer siebenstündigen Anhörung am Donnerstag in Paraguays Hauptstadt Asunción zwar Fehler ein. Staatsanwalt Federico Delfino sah wegen ihrer für die weiteren Ermittlungen nützlichen Zeugenaussage jedoch von einer weiteren Strafverfolgung ab.

Die Brüder seien „betrogen“ worden und hätten „in gutem Glauben“ gehandelt, als sie die gefälschten Dokumente erhielten, sagte Delfino. „Die Informationen, die sie zur Verfügung gestellt haben, sind sehr nützlich, um eine kriminelle Organisation zu sprengen, die sich der Herstellung gefälschter Dokumente verschrieben hat.“ Ronaldinhos Anwalt hatte zuvor noch bestritten, dass der Ex-Fußballstar und sein Bruder gefälschte Pässe zur Einreise nach Paraguay benutzt hatten.

Die beiden Brasilianer waren nach Angaben der Polizei am Mittwoch in ihrem Hotel festgenommen worden. Ihre gefälschten Pässe waren nach Angaben der Ermittler zuvor bei der Einreise am Flughafen von Asunción aufgefallen. Der zweimalige Weltfußballer war nach Paraguay gekommen, um Werbung für sein neues Buch zu machen. Zugleich wollte er ein Programm starten, das Kinder für einen sportlichen Lebensstil begeistern soll.

Dem früheren Starspieler des FC Barcelona und seinem Bruder waren im November 2018 in ihrer Heimat Brasilien die Reisepässe entzogen worden, weil sie gegen sie verhängte Strafzahlungen in Höhe von umgerechnet 2,2 Millionen Euro nicht geleistet hatten. Diese Strafe war verhängt worden, weil sie bei der Bebauung eines Grundstücks in Porto Alegre im Süden des Landes massive Umweltschäden verursacht hatten.

AFP
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