ZEITPLAN – Von Reformhoffnungen zu brutalem Vorgehen: Chinas Tiananmen-Proteste

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Hier sind einige wichtige Daten, die zu den Demonstrationen und dem anschließenden Vorgehen führten:

Die Veranstaltung bleibt ein Tabuthema auf dem chinesischen Festland und wird von der regierenden Kommunistischen Partei oder Regierung nicht offiziell gefeiert.

PEKING, 4. Juni – Donnerstag ist 31 Jahre her, seit China auf und um den Tiananmen-Platz im Zentrum Pekings blutdemokratische Demonstrationen blutig unterdrückt hat, als chinesische Truppen das Feuer auf ihr eigenes Volk eröffneten.

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17. April: Auf dem Platz des Himmlischen Friedens beginnen Proteste. Studenten fordern Demokratie und Reformen. Trotz offizieller Warnungen versammeln sich Menschenmengen von bis zu 100.000.

15. April 1989: Ein führender Reformer und ehemaliger Chef der Kommunistischen Partei, Hu Yaobang, stirbt. Sein Tod wirkt als Katalysator für das Unglück mit dem langsamen Reformtempo sowie für Korruption und Einkommensungleichheit.

1988: China rutscht in ein wirtschaftliches Chaos mit Panikkäufen, ausgelöst durch eine steigende Inflation von fast 30%.

27. April: Rund 50.000 Studenten trotzen den Behörden und marschieren nach Tiananmen. Die Zahl der Unterstützer beträgt bis zu einer Million.

24. April: Pekinger Studenten beginnen mit dem Streik im Klassenzimmer.

22. April: Rund 50.000 Studenten versammeln sich vor der Großen Halle des Volkes, während Hus Gedenkgottesdienst abgehalten wird. Drei Studenten versuchen, der Regierung eine Petition zu übermitteln, in der sie ihre Forderungen darlegen, werden jedoch ignoriert. Aufstände und Plünderungen finden in Xian und Changsha statt.

2. Mai: In Shanghai marschieren 10.000 Demonstranten in das Hauptquartier der Stadtregierung.

4. Mai: Weitere Massenproteste anlässlich des Jahrestages der Bewegung vom 4. Mai 1919, einer weiteren studentischen und intellektuell geführten Reformbewegung. Die Proteste fallen mit dem Treffen der Asiatischen Entwicklungsbank in der Großen Halle des Volkes zusammen. Studenten marschieren in Shanghai und neun anderen Städten.

13. Mai: Hunderte von Studenten treten auf dem Platz des Himmlischen Friedens in einen Hungerstreik.

15.-18. Mai: Zu Chinas Verlegenheit verhindern Proteste die traditionelle Begrüßungszeremonie vor der Großen Halle des Volkes für den Staatsbesuch des reformistischen Sowjetführers Michail Gorbatschow. Die Studenten begrüßen Gorbatschow als „Botschafter der Demokratie“.

23. Mai: Rund 100.000 Menschen marschieren in Peking und fordern die Entfernung von Li.

20. Mai: Li erklärt in Teilen Pekings das Kriegsrecht. Li wurde bis heute von vielen als „Metzger von Peking“ beschimpft und blieb bis 1998 Premierminister.

19. Mai: Parteichef Zhao Ziyang besucht Studenten auf dem Platz des Himmlischen Friedens, begleitet von dem damaligen Premierminister Li Peng und dem künftigen Premierminister Wen Jiabao. Zhao bittet die Studentenprotestierenden zu gehen, wird aber ignoriert. Es ist das letzte Mal, dass Zhao in der Öffentlichkeit gesehen wird. Er wird später gesäubert.

3. Juni: Bürger wehren eine Anklage von Tausenden von Soldaten gegen Tiananmen ab. Tränengas und Kugeln, die beim Laufen verwendet werden, stoßen einige hundert Meter vom Platz entfernt zusammen. Die Behörden warnen die Demonstranten, dass Truppen und Polizei „das Recht haben, alle Methoden anzuwenden“.

31. Mai: Von der Regierung geförderte Gegendemonstrationen nennen Studenten „verräterische Banditen“.

30. Mai: Die Schüler enthüllen auf dem Platz des Himmlischen Friedens die 10 Meter hohe „Göttin der Demokratie“, die der Freiheitsstatue nachempfunden ist.

6. Juni: Der Sprecher des chinesischen Staatsrates, Yuan Mu, sagt im Fernsehen, dass die bekannte Zahl der Todesopfer etwa 300 betrug, die meisten von ihnen Soldaten mit nur 23 bestätigten Toten. China hat nie eine vollständige Zahl der Todesopfer gezahlt, aber Rechtegruppen und Zeugen sagen, dass die Zahl in die Tausende gehen könnte.

5. Juni: Ein nicht identifizierter chinesischer Mann steht vor einem Panzerkonvoi, der den Platz des Himmlischen Friedens verlässt. Das Bild verbreitet sich auf der ganzen Welt als Symbol des Trotzes gegen das Durchgreifen.

4. Juni: In den frühen Morgenstunden beginnen Panzer und gepanzerte Personaltransporter ihren Angriff auf den Platz selbst und räumen ihn im Morgengrauen. Ungefähr vier Stunden später schießen Truppen auf unbewaffnete Zivilisten, die sich am Rande des Platzes zusammenschließen.

9. Juni: Der oberste Führer Deng Xiaoping lobt die Militäroffiziere und beschuldigt die Proteste den Konterrevolutionären, die die Partei stürzen wollen.

Quellen: Reuters, chinesische Staatsmedien. (Schreiben von Beijing Newsroom und David Cutler, Reuters-Archiv in London; Redaktion von Neil Fullick)

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