1. -Mai-Demo in Corona-Zeiten: Digital statt auf der Straße – Top News

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Nur einige hundert Menschen zogen am Vormittag durch die Münchner Innenstadt, um sich schließlich am Marienplatz einzufinden.

Verschiedene linke Gruppierungen hatten die Veranstaltung angemeldet, in Nürnberg hatten die Behörden ebenfalls kleinere Kundgebungen genehmigt – auch diese waren aber keine Veranstaltungen des DGB.

Ein Tag der Arbeit ohne Menschen auf der Straße – das gab es zuletzt vor über 70 Jahren.

Doch wegen Corona mussten die Kundgebungen ins Internet.

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Forderungen hat Matthias Jena, Chef des DGB Bayern dennoch: mehr Geld für schlecht bezahlte Berufe.

Es war ein Bild, wie man es sonst am 1.

Mai nicht vom Münchner Marienplatz kennt: Wo normalerweise tausende Menschen den Tag der Arbeit feiern, war der Platz diesmal zu großen Teilen leer.

Denn wegen Corona und den Einschränkungen hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zum ersten Mal seit mehr als 70 Jahren die offiziellen Straßen-Kundgebungen überall in Deutschland abgesagt.

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Auch der Vorsitzende des DGB Bayern, Matthias Jena, hätte heute auf einer Kundgebung in Bamberg gesprochen.

Dass nun alles ausfallen muss, bedauert er aber nicht.

“Solidarität heißt in Zeiten von Corona: Abstand halten”, wie er dem BR sagte.

Nur wenige Demonstranten auf der Straße

DGB Bayern fordert mehr Kurzarbeitergeld für schlecht bezahlte Berufe

Jena: Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent aufstocken

Dessen offizielle Reden und Sprechchöre verlagerten sich stattdessen ins Netz.

Auf seiner Internetseite feierte der DGB drei Stunden lang virtuell den Tag der Arbeit mit einem Livestream, Gesprächen, Musik und Grußbotschaften – auch aus Bayern.

Alles unter dem Motto: “Solidarisch nicht alleine.

” Auch die Gewerkschaften Verdi und IG Metall beteiligen sich an der Aktion.

Er fordert deshalb, für bestimmte schlecht bezahlte Berufe das Kurzarbeitergeld aufzustocken – von derzeit 60 Prozent des Bruttolohns auf 80 Prozent.

Die finanziellen Mittel dafür seien vorhanden, schließlich habe die Bundesagentur für Arbeit rund 26 Milliarden Euro Rücklagen gebildet.

Ein Tag der Arbeit ohne Menschen auf der Straße – das gab es zuletzt vor über 70 Jahren.

Doch wegen Corona mussten die Kundgebungen ins Internet.

Forderungen hat Matthias Jena, Chef des DGB Bayern dennoch: mehr Geld für schlecht bezahlte Berufe.

Das Wichtigste sei nun, “dass wir zusammenhalten und den Menschen helfen, die schlecht verdienen”.

Als Beispiel nennt der DGB-Vorsitzende die Kellnerin, die derzeit in der Regel nur auf 700 Euro Kurzarbeitergeld komme.

“Davon können Sie in vielen bayerischen Städten nicht einmal die Wohnung bezahlen”, so Jena.

Und Jena hofft, dass mit der Corona-Krise die systemrelevanten Berufe endlich die Anerkennung bekommen, die sie auch verdienen würden.

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-Mai-Demo in Corona-Zeiten: Digital statt auf der Straße

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