Corona-Krise: Wie Bayerische Unternehmen ums Überleben kämpfen – Top News

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Die Firma Wanzl aus Leipheim in Schwaben fertigt neben Einkaufswagen auch komplette Ladenausstattungen für Supermärkte.

Geschäftsführer Klaus Meier-Kortwig hat die gesamte Führungsriege zur Strategiesitzung gebeten.

“Hygiene, Infektionsschutz, Organisation im Geschäft, so dass wir möglichst nah an den normalen Einkaufsprozess herankommen.

Das sollte unser Ziel sein”, nordet Klaus Meier-Kortwig seine Kollegen ein.

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Es ist die größte Rezession in der Geschichte der Bundesrepublik: Produktionsstopp und Kurzarbeit wegen der Corona-Krise.

Nur manche Firmen kommen relativ gut durch.

Wir haben drei Mittelständische Unternehmen in Bayern begleitet.

Das Coronavirus schlägt im März erbarmungslos zu und auch die Wirtschaft ist schnell infiziert.

Der Messebauer Max Rappenglitz GmbH aus München, der Einkaufswagenhersteller Wanzl aus Leipheim und der Münchner Spediteur Robert Kukla GmbH haben die Corona-Krise unterschiedlich erlebt.

Der Einkaufswagen registriert über einen Scanner die Lebensmittel, die man in den Einkaufswagen legt und speichert sie in der Handy-App mit der man kontaktlos und digital bezahlt.

“Wenn wir fertig sind mit dem Einkauf, gehe ich wieder in mein Mobiltelefon rein, bestätige den Einkauf, bekomme eine Meldung und kann dann den Markt verlassen”, erklärt Andreas Starzmann das System.

Für Einkaufswagen sind antivirale Beschichtungen im Gespräch oder Griffe zum Aufklipsen.

Bargeld als Virenüberträger soll aus Supermärkten verbannt werden.

Eine weitere Idee ist, die Einkaufswagen auf eine Handy-App reagieren zu lassen.

Andreas Starzmann, Leiter der Digitalentwicklung, schlägt vor, per App direkt über den Einkaufswagen zu bezahlen.

Ausstatter für Supermärkte reagiert mit Innovation auf Corona

Digitale Einkaufswägen

Eingangs-Schranke mit Wärmebildkamera misst Fieber

Supermarktregale für Gemüse mit “Angrapschstopp”

Corona-Zugangskontrolle zählt Kunden

Spediteur Knut Sander hat es schwerer während der Krise

Videokonferenz kein Ersatz für persönliche Meetings

Hälfte des Umsatzes eingebrochen

Wiederaufnahme des Betriebs seit Mai

Messebauer Rappenglitz: keine Aufträge und hohe Kosten

Sorgen um Familienunternehmen

Neubau als Motivation nicht aufzugeben

Traditionsunternehmen seit drei Generationen

Digitaler Messestand soll Kunden halten

Wie geht es weiter nach der Krise?

Es ist die größte Rezession in der Geschichte der Bundesrepublik: Produktionsstopp und Kurzarbeit wegen der Corona-Krise.

Nur manche Firmen kommen relativ gut durch.

Wir haben drei Mittelständische Unternehmen in Bayern begleitet.

Die Entwickler haben noch etwas anderes in der Pipeline: eine Eingangsschranke, gesteuert über eine Wärmebildkamera, die Fieber messen kann.

“Als Kunde komme ich auf die Anlage zu, die misst meine Temperatur im Gesicht und wertet sie aus”, erklärt Dirk Webert, Leiter der technischen Entwicklung, die Idee.

“Wenn ich im akzeptablen Bereich bin, bekomme ich Zugang.

Bezahlen ohne Kasse und Warteschlangen ist damit möglich und die Abstandsregelungen zu anderen Kunden und dem Supermarkt-Personal können leichter eingehalten werden.

“Digitalisierung wird durch Corona ein Stück weit beschleunigt”, sagt Andreas Starzmann.

“Wir werden sehen, was sich jetzt durchsetzt.

Anton Horvat und Holger Kraus aus der Abteilung Wanzl-Musterbau haben ein weiteres Projekt serienreif entwickelt: Supermarktregale für die sichere Präsentation von Gemüse, geschützt vor Angrapschen.

Die Ware kann nur einzeln von vorne entnommen werden.

Das Prinzip ist von bereits bestehenden Backwarensystemen abgeleitet.

Die Firma Wanzl hat während der Viruskrise auch ein System entwickelt, um den Kundenstrom zu steuern.

Eine Stereokamera scannt den Eingangsbereich und zählt, wie viele Kunden in den Supermarkt hineingehen und wie viele ihn wieder verlassen.

Edeka-Schmid in Neusäß bei Augsburg bestellt die erste dieser Corona-Zugangskontrollen.

“So kann ich halt immer nachweisen, dass ich nicht zu viele Leute im Laden habe”, erklärt Andreas Schmid, Marktleiter Edeka-Schmid.

Corona-Krise: Wie Bayerische Unternehmen ums Überleben kämpfen

Von Videokonferenzen als Ersatz für persönliche Treffen mit seinen Kunden hält er nicht viel.

Er habe es ein paar Mal probiert.

“Wenn es aber darum geht, neue Sachen zu entwickeln und vorzustellen, das geht eigentlich nur vernünftig persönlich”, erklärt er.

Spediteur Knut Sander wäre ohne Corona eigentlich auf dem Weg zum Flughafen.

Stattdessen fährt er in sein Münchner Büro.

Normalerweise wäre er die Hälfte der Zeit auf Reisen, zum Beispiel für Kundenbesuche mit vertraulichen Vertriebsgesprächen.

Corona hat das unmöglich gemacht.

“Das fehlt mir persönlich, ist aber auch nicht gut fürs Geschäft, weil, es soll ja dazu dienen, dass wir unser Geschäft sichern und weiterentwickeln”, sagt der Geschäftsführer der Robert Kukla GmbH.

In einer Skype-Konferenz mit dem Niederlassungsleiter Dirk Wessels in Hamburg lässt sich Knut Sander über die Umsatzzahlen im Mai aufklären.

Das Büro Hamburg wickelt die Seecontainer ab und im April ist die Hälfte des Umsatzes eingebrochen.

Knut Sander besucht sonst auch häufig die Niederlassungen in Bilbao, London und Hamburg, für die er mitverantwortlich ist.

Nicht alle Reisen, die er vorher gemacht hat, seien “unbedingt zwingend notwendig” gewesen.

“Das geht per Skype wirklich super”, erkennt er.

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