Kaufhaus des Guten: Tegernseer Start-up macht Amazon Konkurrenz – Top News

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Als Schüler hat Valentin Weimer viel und gerne gelesen, sagt er.

Seine Bücher bestellte er oft bei Amazon.

Denn es war einfach, schnell und bequem.

“Aber irgendwie war ich nie ganz zufrieden damit”, erklärt er.

Mit den Jahren erfährt Valentin außerdem, dass der amerikanische Onlinehändler stark in der Kritik steht.

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Der Umgang mit Mitarbeitern sei problematisch, heißt es in den Medien.

Die Bereitschaft, Steuern zu zahlen sei nicht vorhanden, kritisieren manche.

“Ich habe mir gedacht: ‘Vielleicht kann man das ein bisschen sozialer, ein bisschen besser machen'”, beschreibt Valentin seine Anfangsidee.

Wer ein Start-up gründet hofft, dass das Unternehmen irgendwann Gewinn abwirft.

Bei Valentin Weimer aus Tegernsee war das anders.

Der 21-Jährige hat einen Online-Handel gestartet, bei dem es ihm um etwas anderes geht als um finanziellen Erfolg.

Schon mit 18 Jahren hatte Valentin Weimer vom Tegernsee eine Idee.

Er wollte sich mit Amazon anlegen, dem Weltmarktführer für Online-Handel.

Für viele war das zunächst eine absurde Idee.

Aber heute, drei Jahre später, hat Valentin mehr erreicht als er sich jemals erträumt hätte.

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Dass es einen Gründungskredit vom Staat gibt, wusste Valentin damals nicht.

Die laufenden Kosten finanzierte er von seinem Ersparten.

Auch Vertrieb, Marketing und Logistik waren Neuland für ihn.

Durch Mundpropaganda lief der Versand zunächst bei ihm im Dorf langsam an.

Jeder nutzt Amazon

Ohne Vorkenntnisse gründen

David gegen Goliath

Spenden mit jedem Verkauf

Bisher kein großer Gewinn

Also gründete er seinen eignen Online-Handel für Bücher und nennt ihn “Kaufhaus des Guten” oder kurz “kadegu”.

Sein Ziel ist es, genauso schnell und preiswert wie Amazon zu sein, aber fairer.

Valentins Eltern sind Verleger und unterstützen ihn.

“Am Anfang hatte ich – ehrlich gesagt – keine Ahnung, ob’s klappt oder nicht”, gibt der 21-Jährige zu.

Wer ein Start-up gründet hofft, dass das Unternehmen irgendwann Gewinn abwirft.

Bei Valentin Weimer aus Tegernsee war das anders.

Der 21-Jährige hat einen Online-Handel gestartet, bei dem es ihm um etwas anderes geht als um finanziellen Erfolg.

Rund um den Tegernsee kommt Valentins Idee unterschiedlich gut an.

Manche kennen ihn schon lange, wie Johannes Rabl vom Lieberhof.

“Ich finde David gegen Goliath immer eine gute Sache, man wächst mit seinen Aufgaben.

Und große Ziele lassen einen auch Großes erreichen”, sagt Rabl.

“Aber ich glaube, da steckt viel Arbeit dahinter und viel Disziplin.

Wenn man es schafft, dann ist es was ganz Besonderes.

Inzwischen vertreibt Valentin Bücher, E-Books, Filme und Musik deutschlandweit über seinen Online-Handel.

Ein großer Zwischenhändler hilft, kurze Lieferzeiten einzuhalten.

Schwieriger ist es für Valentin, neue Kunden zu finden.

Denn er macht noch alles allein und hat kein Budget für Marketing.

“Ich glaube, das Schwierigste von allem war, das Verhalten der Menschen zu verändern”, sagt der Tegernseer.

“Denn man ist ja bequem und bestellt dort, wo man vorher auch immer bestellt hat.

Das Wichtigste dabei war für Valentin, zu wissen, was mit seinen Spenden passiert.

“Hier weiß ich, dass kein Geld versickert, wie das manchmal bei größeren Organisationen der Fall ist”, erklärt Valentin.

Pfarrer Walter Waldschütz ist gerührt vom Engagement des 21-Jährigen.

“Dass ein junger Mensch selber auf die Idee kommt, von seiner Existenzsache etwas abzugeben, das ist, glaube ich, eine Besonderheit, die heute nicht mehr selbstverständlich ist”, sagt Pfarrer Walter Waldschütz.

Obwohl er mit dem Online-Handel kaum etwas verdient hat, wollte Valentin Weimer von Anfang an etwas Gutes tun und für ein soziales Projekt spenden.

Pfarrer Walter Waldschütz aus Tegernsee hatte einen Vorschlag für ihn.

In Argentinien hat der Pfarrer vor 30 Jahren ein Kinderdorf gegründet.

Valentin entschied sich, von jedem verkauften Buch zehn Cent an die Waisenkinder in dem Dorf zu spenden.

Kaufhaus des Guten: Tegernseer Start-up macht Amazon Konkurrenz

Jetzt, drei Jahre nach dem Start, läuft Valentin Weimers Business gut.

Er bietet über sechs Millionen Bücher an und hat eines der größten Sortimente in Deutschland.

Immer mehr ehemalige Amazon-Kunden wechseln zu ihm.

Valentin studiert Wirtschaftswissenschaften, was eine gute Voraussetzung ist, seine Vision als Jungunternehmer weiter erfolgreich zu leben.

Als nächstes will er die IT verbessern und den Versand klimafreundlicher machen.

Sicher ist, dass er es geschafft hat, dem Online-Riesen Amazon Konkurrenz zu machen, zumindest moralisch.

Doch Valentin weiß, dass er auf andere Produkte setzen müsste, wenn er reich werden wollte.

Die Gewinnmargen beim Buchhandel sind niedrig.

Trotzdem will er weitermachen.

“Das wäre ein Traum für mich, wenn ich davon leben könnte”, sagt der Tegernseer.

“Ich kann’s mir nur momentan nicht vorstellen, wenn ich ehrlich bin.

Aber vor drei Jahren konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass es bis jetzt so gut gelaufen ist.

Deswegen würde ich sagen: Man weiß nie.

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