Tag der Arbeit: Hoffnung auf mehr Lohn in der Pflege – Top News

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Die Beschäftigten kann das aber kaum darüber hinwegtrösten, dass das Lohngefüge für die viele harte Arbeit eher niedrig ist.

Denn die durchschnittliche Bezahlung in Deutschland klingt dann nicht mehr so heldenhaft.

Ambulante Pflegerinnen verdienen als Fachkraft 2.

500 Euro im Monat.

Das macht bei einer 40-Stunden-Woche 15,60 Euro pro Stunde.

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Ohne Zuschläge.

Pflegekräfte sind in Corona-Zeiten zu Helden geworden.

Sie riskieren – noch mehr als sonst – im Job ihre Gesundheit.

Sie hoffen, dass diese Anerkennung jetzt zu mehr Gehör bei einem wichtigen Anliegen verhilft: der Forderung nach höheren Gehältern.

Pflegekräfte gehören in der Corona-Krise zu den höchst respektierten Berufsgruppen und stehen mit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Damit erfahren die Beschäftigten der Branche eine Anerkennung, die sie bislang in diesem Umfang nicht so richtig erhalten haben: Abendlicher Beifall – auch von Helden ist die Rede.

Vor allem aber soll eine “Corona-Bonus” genannte Sonderprämie dieser neuen Wertschätzung Ausdruck verleihen.

Alles nette Gesten.

!

Andrea Waldemer ist eine dieser ambulanten Pflegekräfte.

Sie arbeitet in Rosenheim – ein Corona-Hotspot in Deutschland mit überdurchschnittlich vielen Infizierten.

Sie macht den Job seit 23 Jahren und verdient etwas mehr als der Durchschnitt, unter anderem weil sie sich immer fortgebildet hat.

Jetzt in der Corona-Krise ist auch sie zur Heldin geworden.

Zum Preis eines deutlich gestiegenen Drucks.

Applaus, Heldenstatus und die Sonderprämie reichen nicht

Die “unersetzliche” Pflegekraft

“Arzt macht den Patienten nicht allein gesund”

Nur ein Teil der Pflegekräfte ist in der Gewerkschaft

Die Rund-um-die-Uhr-Pflegerin

Pflege – ein Job der an die Nerven geht

Pflegekräfte sind in Corona-Zeiten zu Helden geworden.

Sie riskieren – noch mehr als sonst – im Job ihre Gesundheit.

Sie hoffen, dass diese Anerkennung jetzt zu mehr Gehör bei einem wichtigen Anliegen verhilft: der Forderung nach höheren Gehältern.

Sie pflegt unter anderem die 93jährige Franziska Mühltaler.

Für diese ist sie unersetzlich.

Rund 2.

700 Euro im Monat verdient eine examinierte Pflegefachkraft im öffentlichen Dienst laut Tarif im ersten Berufsjahr, später 3.

400 Euro.

Das sind zwischen 16,90 und 21,20 Euro pro Stunde und mehr als in der ambulanten Pflege.

Im Rosenheimer Krankenhaus ist Katrin Ditter die Stationsleiterin in der Onkologie.

Im Schichtdienst versorgt sie dort gerade 37 Patienten.

Die examinierte Pflegerin trägt damit erhebliche Verantwortung für Leben und Tod.

Sie ist stolz auf ihr Team.

Doch sie würde sich noch mehr Personal wünschen.

Und auch bei der Bezahlung sieht sie Luft nach oben.

“Der Arzt allein macht den Patienten nicht gesund.

Die Pflegekräfte, das sind die wahren Engel.

Tatsächlich waren in Deutschland noch in den 60er Jahren weitgehend Nonnen in Pflegeheimen und in Kliniken am Werk.

Die Ordensschwestern arbeiteten aus Nächstenliebe und – für Gotteslohn.

Heute ist die Pflege professionalisiert.

Tag der Arbeit: Hoffnung auf mehr Lohn in der Pflege

Die Gewerkschaften fordern einen Tarifvertrag für alle Pflegebereiche.

Doch in Kliniken ist nur maximal jede fünfte, ambulant sogar nur jede zehnte Pflegekraft gewerkschaftlich organisiert.

In der 24-Stunden-Pflege sind es noch weniger.

2.

500 Euro pro Monat zahlt der Kunde bei einer 24-Stunden-Grund-Pflege im Schnitt.

300 Euro gehen an den Vermittler.

2.

200 Euro an den Arbeitgeber, meist eine Zeitarbeitsfirma in Osteuropa.

Davon kriegt die Pflegefachkraft 1.

400 Euro netto.

Nur halb so viel wird bei Schwarzarbeit bezahlt – was zu 90 Prozent der Fall ist.

Elisabet Mann versorgt beispielsweise in einer Wohngemeinschaft in Ingolstadt acht Senioren – hilft ihnen beim Waschen, sorgt für regelmäßige Mahlzeiten.

Doch der Job bedeutet mehr als nur satt und sauber.

Die Pflegehilfskraft wohnt im selben Haus und ist sechs Tage die Woche im Einsatz.

In Ungarn hat die 53-jährige Mutter von zwei erwachsenen Kindern keine Arbeit gefunden.

“Weil alle haben gesagt, ich bin zu alt.

Vor über 20 Jahren ins Leben gerufen hat die Senioren-WG Ingrid Schwarzbauer.

Auch sie kümmert sich mit Leidenschaft um die Bewohnerinnen.

Sie weiß genau, worauf es bei der Pflege zumeist älterer Menschen, die oft dement sind, ankommt.

“Die nervliche Belastung, die Geduld, die man aufbringen muss, das ist glaub ich das schwerste.

Elisabet Mann kommt auf über 3.

000 Euro brutto im Monat, die sie in Ungarn versteuert.

Sie ist damit mehr als zufrieden.

In ihrer Heimat würde sie viel weniger verdienen.

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