Was die frühere Abwrackprämie gebracht hat – Top News

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Diese Abwrackprämie 2009 könnte nun Vorbild sein, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzuschwächen.

Die Autoindustrie fordert sie, auch Ministerpräsident Markus Söder und seine Amtskollegen Winfried Kretschmann aus Baden-Württemberg und Stephan Weil aus Niedersachsen setzen sich für eine “Innovationsprämie” ein, die sich an der Abwrackprämie orientiert.

Die Automobilindustrie fordert eine Abwrackprämie 2.

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Autoländer wie Bayern sind dafür.

Der Blick auf die letzte Prämie zeigt aber: Die positiven Effekte 2009 waren gering.

Sie war das Wort des Jahres 2009 – die Abwrackprämie.

Ein verlockendes Angebot: 2.

500 Euro spendierte die Bundesregierung für den Kauf eines Neuwagens oder Jahreswagens, wenn der alte im Gegenzug verschrottet wurde.

Damit sollten die Auswirkungen der Finanzkrise für die Autoindustrie abgemildert und die Konjunktur wieder in Gang gebracht werden.

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“Einen kurzfristigen Effekt kann man nicht in Abrede stellen”, sagt Klaus Wohlrabe vom Münchener Ifo-Institut.

Allerdings hätten diejenigen ihren Autokauf nur vorgezogen, die sich sowieso einen Neuwagen anschaffen wollten.

Wohlrabe spricht von einem Strohfeuer.

Abwrackprämie 2009: Ein “Strohfeuer”?

Höhere Verkaufszahlen, aber kein echter Anreiz

Umstrittene Umweltbilanz: Flottenerneuerung ist nicht alles

Steuerzahler haben kaum profitiert

Nur – was hat die Abwrackprämie damals gebracht? Schaut man auf die Verkaufszahlen, war sie zumindest kurzfristig erfolgreich.

3,8 Millionen Autos wurden 2009 in Deutschland verkauft.

In den Jahren 2000 bis 2008 waren es durchschnittlich 3,3 Millionen.

Allerdings brachen die Verkaufszahlen 2010 deutlich ein.

Der Absatz sank auf 2,9 Millionen Autos.

Auch für das Klima sollte die Abwrackprämie etwas bringen.

Hier ist die Bilanz umstritten.

Das für die Abwrackprämie zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vermerkte 2010 einen positiven Umwelteffekt.

Durch das Vorziehen der Autokäufe seien weniger Emissionen ausgestoßen worden.

Denn neue Modelle sind in der Regel schadstoffärmer als alte.

Zudem hätten sich viele Nutzer der Abwrackprämie dafür entschieden, eher kleinere und effizientere Wagen zu kaufen.

Eine Studie des Bundesumweltministeriums kommt 2009 zu dem Ergebnis, dass der Spritverbrauch bei den neu angeschafften Wagen um rund 20 Prozent niedriger war als bei den abgewrackten.

Der damalige Umweltminister Gabriel bilanzierte: “In der Abwrackprämie steckt mehr Umwelt drin, als viele erwartet hatten.

Die Automobilindustrie fordert eine Abwrackprämie 2.

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Autoländer wie Bayern sind dafür.

Der Blick auf die letzte Prämie zeigt aber: Die positiven Effekte 2009 waren gering.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine US-Studie aus dem Jahr 2010, die das dortige Pendant zur Abwrackprämie “Cash for Clunkers” untersuchte.

Demnach war der Nachfrageeffekt der Prämie nach sieben Monaten fast vollständig ausgeglichen.

Ifo-Experte Wohlrabe stellt fest, dass es einen langfristigen Effekt nur dann gäbe, wenn auch diejenigen ein Auto kaufen würden, die das eigentlich nicht geplant hatten.

Das sei aber auch mit einer neuen Kaufprämie nicht zu erwarten.

Bleiben die Kosten der Abwrackprämie für die Steuerzahler.

Insgesamt gab der Staat dafür fünf Milliarden Euro aus.

Rund zwei Millionen Autokäufer nutzen die Prämie.

Sie wird es gefreut haben.

Die anderen Steuerpflichtigen haben allerdings nicht direkt von der Prämie profitiert.

Umweltverbände wenden aber ein, dass nicht allein der Spritverbrauch zähle.

Denn der Herstellung und Verschrottung von Autos hätten ebenfalls Umweltkosten und würden Energie verbrauchen.

Funktionsfähige Fahrzeuge vor der Zeit in die Autopresse zu schieben, sei daher unsinnig.

Was die frühere Abwrackprämie gebracht hat

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