Wie der bayerische Mittelstand ums Überleben kämpft – Top News

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In Deutschland meldet das Robert-Koch-Institut 53 Corona-Infizierte und stuft erstmals das Risiko für die Bevölkerung ein, noch als “gering bis mäßig”.

Europaweit dürfen große Messen nicht mehr stattfinden.

Durch die Corona-Krise könnte die größte Rezession seit 1929 entstehen, sagen Experten.

Viele Firmen verlieren ihre Aufträge, andere gehören zu den Krisengewinnlern.

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Seit Anfang März haben drei mittelständische Firmen Höhen und Tiefen erlebt.

Statt neuer Aufträge kommen während eines Tages mehrere Absagen und bei ihm und seinen Mitarbeitern macht sich Angst breit.

“Jeder muss seine Miete weiterzahlen und daheim das Haus in Schuss halten”, sagt Hermann Eger, Mitarbeiter der Rappenglitz GmbH.

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Messebauer Michael Lex aus Maisach bei München trifft das Messe-Verbot besonders hart.

Gerade platzt für ihn kurzfristig ein Auftrag für eine Immobilienmesse in Frankreich.

Alles war bereits vorbereitet.

Auch der LKW war schon beladen.

Dann musste alles wieder zurück ins Lager.

Laut dem Firmenchef gehen ihm ungefähr eine Viertel Million Euro Auftragswert verloren.

Durch die Corona-Krise könnte die größte Rezession seit 1929 entstehen, sagen Experten.

Viele Firmen verlieren ihre Aufträge, andere gehören zu den Krisengewinnlern.

Seit Anfang März haben drei mittelständische Firmen Höhen und Tiefen erlebt.

“Wenn wir jetzt zwei Wochen nicht arbeiten können, auf Grund der Tatsache, dass sich ein Mitarbeiter infizieren würde, würde es meine Firma, die es seit fast 80 Jahren gibt, in zwei Wochen wahrscheinlich nicht mehr geben”, erklärt Knut Sander, Geschäftsführer der Robert Kukla GmbH.

“In der Logistik, wir müssen Tag und Nacht verfügbar sein.

In München bemerkt Knut Sanders, Geschäftsführer der Kukla-Logistik eine höhere Nachfrage nach Transporten an der Frachtbörse.

Seine Spedition arbeitet weltweit und bewegt rund 60.

000 LKW-Ladungen im Jahr auf Straße, Schiene und Wasser.

Der Schwerpunkt der Firma liegt bei Lebensmitteltransporten.

Die Disponenten buchen an diesem Tag 120 zusätzliche Fahrten für einen Discounter, um die leeren Regale wegen der Hamsterkäufe wieder zu füllen.

Gleichzeitig bekommen sie Druck von ihren Auftraggebern, einen Corona-Notfallplan vorzulegen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagt, es gehe nun darum, dass dieses Virus nicht die deutsche Volkswirtschaft infiziere.

Doch die Messebaufirma von Michael Lex hat bereits zwei Millionen Euro Umsatz verloren.

Innerhalb einer Woche seien ihm alle Aufträge für das Frühjahr 2020 weggebrochen, sagt Michael Lex.

“Wir hatten eine sehr gute Auftragslage.

Jetzt haben wir gar keine Arbeit mehr für meine Mitarbeiter.

” Ihm bleibt keine andere Wahl als in Kurzarbeit zu gehen, zum ersten Mal in der Firmengeschichte.

“Wir möchten keinem einzigen Mitarbeiter kündigen müssen wegen Corona”, sagt der Messebauer.

Die Firma Wanzl aus Leipheim in Schwaben ist mit über 5.

000 Mitarbeitern Weltmarktführer in der Produktion von Einkaufswagen.

Ihr Werk in China musste auf Anordnung der Behörden schließen.

Um die Aufträge trotzdem erfüllen zu können, verlegt das Unternehmen die Produktion mit Zusatzschichten in den deutschen Stammsitz.

Den Stahl dafür bestellt Wanzl jetzt in Italien.

Sie brauchen offene Grenzen und Planungssicherheit.

“Damit die Wirtschaft nicht zum Erliegen kommt, benötigen wir in so einer Situation von der Politik klare, verbindliche und zuverlässige Aussagen”, sagt Markus Spengler, Leiter Logistik Wanzl.

Wie der bayerische Mittelstand ums Überleben kämpft

Bundeskanzlerin Angela Merkel beschreibt die Lage in Deutschland als “ernst”.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz verkündet, man werde alles tun, was notwendig ist.

Von der Möbel- und Autoindustrie brechen der Logistikfirma Aufträge weg, doch das nimmt der Chef noch gelassen.

Denn noch kann er ausreichend Lebensmitteltransporte durchführen.

“Da glaube ich schon, dass wir systemrelevant sind”, sagt Knut Sander, Geschäftsführer Robert Kukla.

“Wir sorgen dafür, dass der Nachschub funktioniert in Europa und auch in Deutschland und da sind wir alle ein bisschen stolz drauf.

Währenddessen kämpft die Spedition Kukla mit dem strengen Shutdown in Italien.

Trotz Fahrerengpass und Verspätungen rollen die Lebensmitteltransporte von Italien noch.

Die Frage ist nur, ob die Auftraggeber auch zahlen können, erklärt Geschäftsführer Knut Sander.

“Die Sorge ist schon da, dass wir zwar alle Transporte retten und gut hinbekommen.

Aber, dass das ganze Marktumfeld so schwach wird, dass wir hier in Forderungsausfälle reinlaufen.

Beim Messebauer Michael Lex herrscht absoluter Stillstand.

Der Chef ist alleine in der Firma, alle seine Mitarbeiter, seine Sekretärin sind in Kurzarbeit.

Er macht selber Telefondienst für die wenigen Anrufe, die noch kommen.

Dabei geht es sowieso nur darum, weitere Absagen aufzunehmen.

“Das ist einfach traurig.

Mit ursprünglich vollen Auftragsbüchern haben wir jetzt für sechs Monate die komplette Arbeit verloren.

Das ist wirklich bitter”, sagt Michael Lex.

Trotzdem versuche er, das Beste daraus zu machen und nach vorne zu schauen.

“Ich habe großartige Mitarbeiter, an denen ich auch festhalte und ich gehe ganz fest davon aus, dass es wieder weitergehen wird”, hofft der Firmenchef.

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