Corona-Pandemie lässt CO2-Ausstoß vorübergehend sinken – Top News

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Welchen Einfluss all dies auf den Kohlendioxid-Ausstoß in den betroffenen Ländern bislang hatte, darüber berichtet jetzt ein internationales Forscherteam in der Fachzeitschrift “Nature Climate Change”.

Demnach ging der weltweite CO2-Ausstoß zeitweise um etwa ein Sechstel zurück.

Die globalen Tageswerte waren Anfang April um schätzungsweise bis zu 17 Prozent niedriger als im Durchschnitt des Jahres 2019.

Auch in Deutschland fielen die Werte zu Spitzenzeiten der Corona-Beschränkungen demnach vorübergehend um mehr als ein Viertel.

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Weniger Luftverkehr, geschrumpfte Industrie-Produktion, geringerer Energieverbrauch: Laut einer aktuellen Studie ist der weltweite CO2-Ausstoß aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend deutlich gesunken.

Gegen den Klimawandel hilft das nur wenig.

Weltweit haben eine ganze Reihe von Ländern, auch die großen Industrienationen, strikte Maßnahmen erlassen, um die Ausbreitung des Sars-Cov-2-Erregers zu minimieren.

So mussten (oder müssen) durch die eingeführten Corona-Regeln große Teile der Weltbevölkerung zu Hause bleiben.

Durch geschlossene Grenzen und eingeschränkte Reisefreiheit verringerte sich der Verkehr und die Konsumgewohnheiten änderten sich.

Nach Angaben des Forscherteams um die Klimawissenschaftlerin Corinne Le Quéré von der englischen University of East Anglia konnte der 7.

April als Tag mit dem weltweit größten CO2-Rückgang identifiziert werden.

An diesem Tag seien schätzungsweise 17 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Benzin und Öl sowie die Zementproduktion erzeugt worden als an einem durchschnittlichen Tag im Jahr 2019.

Insgesamt hatte das Team um Le Quéré Daten aus 69 Ländern, 50 US-Staaten und 30 chinesischen Provinzen analysiert, die bis Ende April verfügbar waren.

Beteiligt waren Einrichtungen aus sieben Ländern, darunter das Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC).

Massiver Einbruch der CO2-Emissionen

Daten aus 69 Ländern analysiert

Größter Rückgang bei Verkehr, Energie und Industrie

Fast neun Prozent weniger CO2 zwischen Januar und April

Weiterer Trend unklar

Studie keine Jubelmeldung

Klimaforscher fordern vermehrten Klimaschutz auch nach der Pandemie

Konzept für klimafreundliche Konjunkturhilfen

Weniger CO2-Ausstoß bedeutet nicht bessere Luftqualität

Weniger Luftverkehr, geschrumpfte Industrie-Produktion, geringerer Energieverbrauch: Laut einer aktuellen Studie ist der weltweite CO2-Ausstoß aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend deutlich gesunken.

Gegen den Klimawandel hilft das nur wenig.

Der CO2-Ausstoß durch den Verkehr an Land (beispielsweise PKW, LKW, ÖPNV) sei am 7.

April um 36 Prozent niedriger gewesen, der des Luftverkehrs hätte an jenem Dienstag sogar um 60 Prozent niedriger gelegen als im Durchschnitt des Vorjahres.

Der Auto-Verkehr, Energie und Industrie führten demnach gemeinsam zu 86 Prozent des gesamten CO2-Rückgangs.

Ob dieser Trend jedoch anhält, darüber sind sich die Experten uneinig.

Es sei unsicher, wie sich die Pandemie und damit auch die Weltwirtschaft entwickeln werde, sagt der Ko-Autor der Studie, Glen Peters vom Cicero-Zentrum für Internationale Klimaforschung in Oslo.

Sollten Industrie, Verkehr und andere CO2-Quellen bis Mitte Juni Emissions-Werte von vor der Corona-Krise wieder erreichen, rechnen die Forscher mit einem Rückgang der Jahresemissionen 2020 um etwa vier Prozent.

Bleiben Beschränkungen dagegen bis Ende des Jahres bestehen, dürfte die Verringerung etwa sieben Prozent betragen.

Auch bei der Betrachtung größerer Zeiträume konnten die Wissenschaftler einen eklatanten Rückgang des CO2-Ausstoßes im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie feststellen.

So verringerten sich von Januar bis April 2020 die Emissionen weltweit der Schätzung zufolge um insgesamt etwa 1048 Millionen Tonnen.

Besonders stark war der Rückgang in China (minus 242 Millionen Tonnen), den USA (minus 207 Millionen Tonnen) und Europa (minus 123 Millionen Tonnen).

Weltweit betrug die Verringerung im Vergleich zu den ersten vier Monaten des Jahres 2019 rund 8,6 Prozent.

Corona-Pandemie lässt CO2-Ausstoß vorübergehend sinken

Felix Creutzig vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC warnt denn auch davor, die aktuellen Ergebnisse zu positiv zu deuten:

Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, müssten die Emissionen nicht nur einmalig, sondern jedes Jahr um jeweils sechs Prozent sinken.

Nach Ansicht der Experten sind die wirtschaftspolitischen Entscheidungen für die Zeit nach der Corona-Pandemie entscheidend für die Entwicklung des weltweiten CO2-Ausstoßes.

Ins gleiche Horns stößt auch der Klimaforscher Mojib Latif vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Klima-Konsortiums (DKK).

Anfang Mai forderte der Wissenschaftler in einem Online-Interview, darauf hinzuwirken, die CO2-Emissionen auch jenseits der Corona-Pandemie noch stärker und dauerhaft zu reduzieren.

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