Coronavirus: Wie steht es um die Beatmung als Therapie? – Top News

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Corona-Patienten, die noch genug Luft kriegen, bekommen zunächst Sauerstoff über einen Schlauch oder eine Maske.

Wenn das nicht ausreicht, werden sie ins künstliche Koma versetzt und intubiert.

Das heißt: Es kommt ein Beatmungsschlauch in die Luftröhre, der an ein Beatmungsgerät angeschlossen wird.

In München war das bei fast allen Patienten nötig.

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Beatmung gilt in Deutschland als effektive Therapiemethode bei schwer erkrankten Covid-19-Patienten.

Ärzte aus den USA äußern Zweifel an der Beatmung.

Was gilt nun? Eine Bestandsaufnahme auf einer Münchner Intensivstation.

Hinter einer Luftschleuse mit Corona-Warnschildern beginnt die Covid-Intensivstation des Uniklinikums der LMU München.

Mundschutz-Pflicht gilt in der gesamten Klinik.

Hier kommt noch ein grüner Schutzkittel dazu.

Dann beginnt die Visite mit Intensiv-Mediziner Michael Irlbeck.

Er und sein Team haben bislang 55 schwerkranke Covid-Patienten behandelt.

Sie liegen in Einzelkabinen hinter einer weiteren Luftschleuse.

In der Nacht ist ein Fall dazugekommen: eine Patientin mit dringendem Verdacht auf Covid-19.

“Da erwarten wir im Laufe des Nachmittags die Testergebnisse”, erklärt Irlbeck.

Sobald ein Patient in die kritische Phase rutscht, so die Empfehlung, müssten die Patienten rechtzeitig an die Beatmungsmaschine angeschlossen werden.

Dabei kann es zu Komplikationen kommen, wie etwa weiteren Infektionen oder kleinen Schädigungen der Lunge.

“Deswegen versucht man auch eine exzessive Beatmung zu vermeiden”, erklärt Intensivmediziner Michael Irlbeck.

Berichte aus Italien und den USA, wonach Patienten aufgrund der Beatmung häufiger versterben würden, können die deutschen Spezialisten aber nicht bestätigen.

Im Gegenteil: Ohne Intensivtherapie und Beatmung hätten die entsprechenden Covid-19-Patienten die Erkrankung nach der Ansicht von Michael Irlbeck nicht überstanden.

Die Experten beobachten zwei Phasen von Covid-19: In den ersten Tagen bekommen die Betroffenen nur bei Belastung schlecht Luft, etwa beim Treppensteigen.

Bei einem Teil verschlechtert sich dann der Gasaustausch in der Lunge zunehmend, sagt der stellvertretende DGP-Präsident Torsten Bauer.

Seinen Beobachtungen nach ist die entscheidende Phase einer Covid-19-Erkrankung wahrscheinlich zwischen dem achten und zwölften Krankheitstag: “Da gewinnt entweder das Immunsystem.

Das Fieber geht runter, der Patient wird besser.

Oder die Inflammation geht durch und dann kommen diese kritischen Verläufe.

Neue Leitlinie soll Klarheit schaffen

Letzter Ausweg: ECMO

Weil die Covid-19-Krankheit neu ist, kann die Behandlung von Klinik zu Klinik unterschiedlich sein.

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hat daher ihre Empfehlungen für die Beatmung vorgestellt.

Irlbeck wehrt sich gegen die Kritik mancher Palliativmediziner, die behaupten: Patienten würden unnötigerweise und ungefragt beatmet oder mit dem Lungen-Ersatzverfahren behandelt werden.

Die Münchner Patienten sind im Schnitt 65 Jahre alt.

Jeder von ihnen wird gefragt, ob er intensivmedizinisch behandelt werden will.

Beatmung gilt in Deutschland als effektive Therapiemethode bei schwer erkrankten Covid-19-Patienten.

Ärzte aus den USA äußern Zweifel an der Beatmung.

Was gilt nun? Eine Bestandsaufnahme auf einer Münchner Intensivstation.

Bei der Patientin, die in der Nacht auf die Intensivstation im Klinikum der LMU München gekommen ist, musste das Team sogar die letzte aller Möglichkeiten wählen: Das “Extrakorporale Lungen-Ersatzverfahren, kurz ECMO.

Dabei handelt es sich um eine Maschine neben dem Bett der Patientin, die Blut aus der Vene ansaugt – bis zu sechs Liter pro Minute.

Etwa so viel Blut befindet sich im Körper eines Menschen.

Das Blut wird mit Sauerstoff angereichert und von Kohlendioxid befreit.

Dann gelangt es zurück in den Körper der Patientin.

Mit dem ECMO-Verfahren lässt sich eine ausgefallene Lungenfunktion über Wochen hinweg überbrücken.

In dieser Zeit könne die Lunge laut Intensivmediziner Michael Irlbeck heilen und wieder ihre Funktion aufnehmen.

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