Das Bier war hier! Ein neuer mikrostruktureller Marker für Mälzereien in der archäologischen Aufzeichnung

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Eine neue Methode zum zuverlässigen Nachweis von Bier oder anderen gemälzten Lebensmitteln in archäologischen Funden wird in einer am 6.

Mai 2020 in der Open-Access-Zeitschrift PLOS ONE veröffentlichten Studie von Andreas G.

Heiss von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (OeAW), Österreich, und Kollegen beschrieben.Bier ist ein Getränk mit prähistorischen Wurzeln und spielte in alten Gesellschaften eine rituelle, soziale und diätetische Rolle.

Es ist jedoch nicht einfach, archäologische Beweise für alkoholische Getränke auf Getreidebasis wie Bier eindeutig zu identifizieren, da den meisten eindeutigen Markern für das Vorhandensein von Bier die Haltbarkeit oder Zuverlässigkeit fehlt.Um mögliche mikrostrukturelle Veränderungen in gebrauten Getreidekörnern zu erforschen, simulierten Heiss und Kollegen die archäologische Konservierung von kommerziell erhältlicher gemälzter Gerste durch Verkohlung (Mälzen ist der erste Schritt im Bierbrauprozess).

Sie verglichen diese Versuchskörner mit antiken Körnern von fünf archäologischen Stätten aus dem 4.

Jahrtausend v.

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Chr.: zwei bekannte Bierbraustätten im prädynastischen Ägypten und drei mitteleuropäische Seeufersiedlungen, in denen Nahrungsmittel auf Getreidebasis in Behältern gefunden wurden, aber das Vorhandensein von Bier nicht bestätigt wurde.Mit Hilfe der Elektronenmikroskopie stellten die Autoren fest, dass ihre experimentellen Gerstenkörner ungewöhnlich dünne Aleuron-Zellwände aufweisen (spezifisch für Körner der Grasfamilie Poaceae ist die Aleuronschicht ein Gewebe, das die äußerste Schicht des Endosperms bildet).

Die archäologischen Getreideproben aller fünf prähistorischen Stätten zeigten die gleiche Aleuron-Zellwandverdünnung.Obwohl es noch andere mögliche Gründe für diese Art von ausgedünnter Zellwand gibt (wie z.B.

Pilzzerfall, enzymatische Aktivität oder Abbau während des Erhitzens – all dies kann bei sorgfältiger Analyse ausgeschlossen werden), deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass dieser Zellwanddurchbruch in der Aleuronschicht des Korns als allgemeiner Marker für den Malzprozess dienen kann.

Dieses neue diagnostische Merkmal zur Bestätigung des Vorhandenseins von Bier (oder anderen Malzgetränken/Nahrungsmitteln) in Artefakten funktioniert auch dann, wenn keine intakten….

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